Miezen Trier: Haarscharf an der Sensation vorbei

Die Trierer Miezen sind am Mittwochabend nur um Haaresbreite an einer Sensation vorbeigeschrammt. In einer über weite Phasen engen, aber fairen Partie konnten die klar favorisierten “Elfen” aus Leverkusen am Ende einen glücklichen 26:27-Auswärtssieg erringen.

Bei den Trierer Miezen soll auch in Zukunft Bundesliga-Handball möglich sein. Foto: Anna Lena Grasmück, 5vier.de

Nathalie Adeberg und Jessica Kockler drückten dem Spiel auf Trierer Seite ihren Stempel auf. Gestärkt von dieser Leistung wollen die Miezen nun positiv gestimmt in die kommenden Aufgaben gehen.

Maria Kroyer musste alles von der Bank aus verfolgen. Die Dänin hatte gegen Bensheim einen Bänderriss erlitten und fiel damit gegen Leverkusen aus. Ein Verlust, der im Vorfeld der Partie gegen den klaren Favoriten aus Leverkusen nur wenig Optimismus aufkommen ließ. Und die ersten Spielminuten wurden dem auch gerecht: Mit 1:6 zogen die Gäste davon, weil Trier gute Chancen vergab und in der Abwehr erst langsam aufwachte. Doch bei allen Zahlenspielen merkten die Fans in der Arena schnell, dass damit noch nicht das Spiel selbst vorbei war. Trier kam über Katrin Schneider zurück in die Partie, ehe dann Nathalie Adeberg das Zepter in die Hand nahm – neun Tore verbuchte Adeberg am Ende und war damit beste Akteurin auf dem Feld.

Im Tor kam mit fortschreitender Spieldauer auch Jessica Kockler immer besser in die Partie und hielt unzählige Rückraumschüsse der Leverkusenerinnen um Ex-Mieze Anne Jochin. Zur Pause stand es wieder 12:14 – alles schien offen. Die Miezen hatten mehrfach die Möglichkeit, noch näher heran zu kommen und setzen diesen Trend auch im zweiten Abschnitt fort. Zwar kam Leverkusen wieder besser aus der Kabine, doch die Miezen knabberten sich nach einem Vier-Tore-Rückstand Tor um Tor heran. In der 53. Minute war es beim Stand von 24:24 dann ein offener Schlagabtausch. Leverkusen legte fortan vor, Trier antwortete. Das bessere Ende war aber für die Gäste um Trainerin Heike Ahlgrimm bestimmt. 30 Sekunden vor Schluss führte ihr Team mit 26:27 bei eigenem Ballbesitz. Trotz offensiver Manndeckung durch Trier brachten die Werkselfen diesen Spielstand über die Zeit und gewannen glücklich.

Doch nach Trauer war Miezen-Co-Trainerin Jana Arnosova nicht zumute: “Es war ein super Spiel, die Mannschaft hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt”, so Arnosova, die betonte, dass sie und Trainerin Cristina Cabeza stolz auf ihre Mannschaft seien: “Sie haben gut gespielt, super gekämpft, sich toll präsentiert”, und ergänzt: So stellen wir uns das vor, das ist die Linie, da wollen wir hin.“ Und auch Gästetrainerin Heike Ahlgrimm zollte den Miezen großen Respekt: “Wir wussten, dass das ein ganz schweres Spiel wird. Ich bin total froh, dass wir heute mit zwei Punkten nach Hause gehen.”

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