Mosel-Spätburgunder zählt zu deutschen Top Ten

Mit dem “2011 Spätburgunder R“ des Weingutes Hermann Grumbach aus Lieser (Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues) gelang einem Rotwein von der Mosel beim Deutschen Spätburgunderpreis zum ersten Mal der Sprung in die Spitzenliga der zehn besten deutschen Pinot Noirs.

In der Finalrunde des Deutschen Spätburgunderpreises, dieses Jahr in Hamburg ausgetragen, konkurrierten 50 Gewächse, die in regionalen Vorentscheidungen ermittelt worden waren, um die höchsten Platzierungen. Im Endergebnis belegte der Spätburgunder des Weingutes Grumbach den zehnten Platz, wobei die Jury die Weine der Ränge vier bis zehn mit jeweils 93 von 100 Punkten als gleichwertig beurteilte.

Bei der regionalen Vorentscheidung für die Mosel hatten sich außer Grumbach die Weingüter Markus Molitor (Bernkastel-Wehlen) und Richard Richter (Winningen) mit hervorragenden Bewertungen für die Endrunde qualifiziert, die dann von Spätburgundern aus dem Rheingau, der Pfalz und Baden dominiert wurde.

Die Ergebnisse finden sich im Internet unter: www.weinreporter.net

Dieser erneute Erfolg eines Rotweins von der Mosel zeige, so der Moselwein e.V., dass die heimischen Winzer auch im „Weißweingebiet Mosel“ Rotweine in Spitzenqualität erzeugen. An Mosel, Saar und Ruwer werden auf rund 830 Hektar Rebfläche (neun Prozent der Gesamtrebfläche des Gebietes) rote Rebsorten, vor allem Spätburgunder, angebaut.

Die Renaissance des Mosel-Rotweines begann mit der Aufhebung des Anpflanzverbotes für rote Rebsorten 1986. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber Rotweinen von der Mosel erkennen Weinfachleute mittlerweile zunehmend an, dass auch an Mosel, Saar und Ruwer Rotweine von internationalem Format erzeugt werden können. Ein Mosel-Spätburgunder des Weingutes Markus Molitor gewann den internationalen Grand Pinot Noir Award 2012 gegen die Konkurrenz aus Burgund und anderen internationalen und deutschen Pinot noir-Herkünften.

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