Music Monday: Eine Bitburger Band auf Tour in Ost-Europa

Once Upon A Time zünden ihr Breakdown-Feuerwerk in Prag & Co

Eigentlich sind die Jungs von „Once Upon A Time“ ganz ruhig und zugänglich. Aber sobald die Verstärker angeworfen werden und die Bass Drum die Magengrube mit knochentrockenen Schlägen durchmassiert, entfachen die netten Kerle von nebenan eine Riff-Wand, an der es kein Vorbeikommen gibt. Und wenn Frontmann Rene Zupanc mit forderndem Blick das Publikum zu mehr Action im Moshpit anfeuert, folgt man auch bereitwillig seinen Anweisungen, bevor der nächste Bass-Schub den anschließenden Nacken-brechenden Breakdown einleitet.

Trier / Bitburg. „Once Upon A Time“ spielen einen äußerst effektiven Metalcore-Mix, dem man sich nur schwer entziehen kann. „Wir denken, dass unsere Musik sehr vielseitig ist“, erklärt Zupanc. „Wir haben harte wie auch sanfte Seiten und Melodien, die im Kopf und im Ohr bleiben.“ Am einprägsamsten sind aber vielleicht wirklich die Breakdown-Attacken, in denen die Jungs bewusst das Tempo rausnehmen und mit charakteristisch langsam drückenden Beats ausufernde Headbang-Bewegungen heraufbeschwören. In diesen Momenten sind „Once Upon A Time“ eine regelrechte Urgewalt, vor allem live. Dort sieht auch Frontmann Zupanc die größte Stärke: „Am meisten zeichnet uns unsere Live-Performance aus. Unsere Spontanität auf der Bühne und die Kommunikation mit dem Publikum scheint jedes Mal gut anzukommen.“

Once Upon A Time

Konnten sichtlich die tschechischen Fans begeistern: Once Upon A Time (Foto: Once Upon A Time)

Die positive Resonanz geht soweit, dass die Jungs vor kurzem eine Anfrage der besonderen Art in ihrem Postfach vorfanden: „Wir bekamen eine E-Mail von der tschechischen Booking-Agentur „Enemy Booking“. In dieser stand, dass die Agentur über Facebook auf uns aufmerksam geworden ist und ob wir nicht Lust hätten, in Ost-Europa zu touren. Natürlich hatten wir Lust und dann kam eins zum anderen und schon ging es los.“

Bitburg und unsere Region ist trotz zahlreichen Talenten nicht unbedingt die beste Adresse für eine florierende Live-Szene. Umso erstaunlicher ist die Entwicklung von verhältnismäßig kleinen Auftritten zu einer waschechten Ost-Europa-Tour. „Es gibt so viele Bands in der Eifel, viele gute Bands, die es aber größtenteils nicht aus dem Untergrund schaffen. Aus eigener Kraft ist das im heutigen Zeitalter sehr schwierig. Nicht viele Bands können behaupten eine Tour im Osten Europas gespielt zu haben, das macht uns schon etwas stolz.“, so Zupanc über die rasante Entwicklung seiner Band.

Once Upon A Time

(Foto: Once Upon A Time)

Das Erlebnis bei den Shows in Ungarn und der Tschechischen Republik war dann auch sehr unterschiedlich von der heimischen Eifel: „Es hat den Anschein, dass die Leute im Osten viel offener für neue Musik und Interpreten sind als die Leute hier aus der Eifel. Wenn dort eine Band spielt, egal wie klein oder groß, sitzt niemand. Alle stehen vor der Bühne und hören zu. Und wenn den Leuten gefällt was sie hören, dann geht’s ab!“

Once Upon A Time

(Foto: Once Upon A Time)

Und vor allem bei den Shows in der Tschechischen Republik stieß das mitreißende Donnerwetter von „Once Upon A Time“ auf begeisterte Zuhörer: „In der Stadt Brno, in welcher wir unsere Auftaktshow in Tschechien hatten, ging es direkt voll ab. Dort waren auch zwei „Once Upon A Time“-Hardcore-Fans, die uns vor der Show per E-Mail kontaktiert hatten. Die Zwei konnten alle Texte mitsingen, das war schon ziemlich cool.“ Aber nicht nur die zwei Ausnahme-Fans waren begeistert. In Prag standen die Jungs ohne wirkliche Bühne dem Publikum direkt gegenüber und erspielten sich mit viel Schweiß neue Fans. Der Großteil der Zuschauer hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nie von „Once Upon A Time“ gehört, die von der positiven Resonanz selbst überrascht waren: „Mit unserer Attitude konnten wir scheinbar überzeugen und haben die Menge jedes Mal in unseren Bann ziehen können“, so Zupanc.

Once Upon A Time

(Foto: Once Upon A Time)

Auch abgesehen von der begeisterten Menge konnte Prag sich einen besonderen Fleck im Herz der Jungs sichern: „Die goldene Stadt ist atemberaubend schön. Ein paar Sehenswürdigkeiten konnten wir uns auch anschauen. Auch die Menschen dort waren alle sehr nett und haben bei Fragen gerne weitergeholfen.“

Wieder zurück in der Heimat arbeiten „Once Upon A Time“ fieberhaft an der Fertigstellung ihres ersten Albums „All We Had Was Hope“, wovon es bei Youtube zumindest schonmal den Song „Sunrise“ als kleinen Vorgeschmack zu hören gibt. Nachdem Ost-Europa betourt wurde, stehen dieses Jahr aber auch nochmal Shows rund um die Heimat an, u.a. bietet sich auch in Trier die Möglichkeit, das Eifler Breakdown-Feuerwerk in Aktion zu erleben.

Die entsprechenden Termine und alle anderen Neuigkeiten können auf der Facebook-Seite der Jungs abgerufen werden: https://www.facebook.com/OUATpage/

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