Nach dem Studium selbständig machen

Aus dem Hörsaal in die berufliche Freiheit

Nach dem Studium oder der Ausbildung scheint vielen eine selbständige Tätigkeit sehr attraktiv. In vielen Bereichen kommt hier eine Arbeit als Freiberufler in Frage, zum Beispiel in Wissenschaft oder Kunst. Andere möchten ein Gewerbe gründen. Die Gründe für solch eine Entscheidung sind vielfältig. Sie beinhalten immer aber auch eine Kehrseite. Dabei kann ein jugendliches Alter sowohl von Vor- als auch von Nachteil sein. Wer über diesen Schritt nachdenkt, sollte die eigene Person kritisch hinterfragen und überlegen, ob er dafür – schon – geeignet ist.

Pros und Contras Selbständigkeit

Wer frisch von der Universität kommt, ist es meist gewohnt, seinen Tagesablauf selbst zu gestalten und zum Beispiel auch mal nachts zu arbeiten. Im eigenen Unternehmen bleibt einem diese Flexibilität ein Stück weit erhalten. Viele schätzen es, ihr eigener Chef zu sein und sich von anderen nichts sagen zu lassen. Damit kommt aber gleichzeitig auch eine Menge Verantwortung auf einen zu. Schnell ist man überfordert von den vielen fachfremden Dingen, mit denen man sich dann auseinandersetzen muss:

  • Finanzen
  • Kundenakquise
  • Bürokratie
  • Netzwerken

Auf der anderen Seite hat man als Selbständiger die Möglichkeit, das zu machen, was einem Spaß macht. Und Leidenschaft für eine Sache ist für ihren Erfolg unbedingt nötig. Ähnlich wie im Studium kann man außerdem unterschiedliche Projekte realisieren. Jedoch dürfen dabei die Aufträge nicht ausbleiben. Im Gegensatz zu einer Festanstellung mit monatlichen Gehaltszahlungen wird es auftragsschwache und -starke Monate geben. Wer damit nicht zurechtkommt und gleichzeitig vielleicht noch Bafög zurückzahlen muss, gerät schnell in finanzielle Schwierigkeiten.

Woran mangelt es jugendlichen Gründern?

Natürlich hat man nach der Ausbildung oder dem Studium noch wenig Berufserfahrung, selbst wenn man das ein oder andere Praktikum absolviert hat. Diese Erfahrung kann einem jedoch in der Selbständigkeit vielfach weiterhelfen. Dabei sind nicht nur Fachkompetenzen entscheidend, sondern zum Beispiel auch ein professioneller Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern oder zum Beispiel buchhalterisches Wissen. Daneben fehlen in jungen Jahren oftmals einfach die finanziellen Rücklagen, die in der Anfangszeit hilfreich sind. Außerdem werden junge Menschen teilweise nicht genauso ernst genommen wie ältere bzw. erscheinen bei potentiellen Kunden weniger vertrauenswürdig.

Damit punkten junge Selbständige

Gleichzeitig sprudeln viele junge Absolventen vor Energie und Ideen. Sie sind flexibel und oftmals noch nicht durch Besitz oder Familie an einen bestimmten Ort gebunden. Sie sind in den vorangegangenen Jahren mit wenig zurechtgekommen und stellen daher keine zu großen Ansprüche an die finanziellen Erfolge ihrer Unternehmung. Zudem gibt es aber insbesondere für junge Gründer mehr Förderungen und laufende Kosten für Krankenversicherung und Altersvorsorge sind noch nicht so hoch wie zu einem späteren Zeitpunkt.

Hilfe beim Start in die Selbständigkeit

Die genannten Vor- und Nachteile können in der individuellen Situation selbstverständlich auch ganz anders aussehen. Und nicht alle Punkte treffen nur auf ein bestimmtes Alter zu. Grundfähigkeiten wie Selbstdisziplin oder Entscheidungsfreudigkeit sollten jedem Gründer gegeben sein. Bei alledem sollte man sich nicht zu sehr verängstigen lassen. Denn Unterstützung erhält man von vielen Seiten, durch:

  • Software zum Beispiel in Form eines Rechnungsprogramms zur Auftragsbearbeitung etwa hier
  • Apps zum Beispiel zum Zeitmanagement wie diese
  • Beratung von Fachverbänden und Berufskammern beispielsweise an dieser Stelle
  • spezielles Gründercoaching und -seminare
  • Freunde und Familie, die Stolz auf einen sind und einem in schweren Zeiten Mut zusprechen

Foto: © lulu – Fotolia.com

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