Nachrichten:„Aktenzeichen XY…ungelöst“ – 76 Anrufe an den Hinweistelefonen im Fall der seit 29 Jahren vermissten Lolita Brieger

Der Fall einer 18-jährigen Frau aus der Eifel, die vor über 29 Jahren verschwand, erregte großes Interesse bei den Zuschauern der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY …ungelöst“. 76 Menschen meldeten sich nach der Ausstrahlung am Mittwoch, 24. August, an den Hinweistelefonen.

Seit dem 4. November 1982 wird die damals 18 Jahre alte Lolita Brieger aus Frauenkron/heute Landkreis Euskirchen vermisst. Die damals schwangere Frau wurde zuletzt in der Nähe des Ortes Scheid/heute Landkreis Vulkaneifel gesehen, als sie auf dem Weg zu ihrem damaligen Freund war. Seitdem fehlt von Lolita Brieger jede Spur.

In der Sendung stellte Moderator Rudi Cerne den Fall dar. Staatsanwalt Eric Samel von der Staatsanwaltschaft Trier und Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schu vom zuständigen Fachkommissariat der Kripo Trier erläuterten Details. Die Ermittler sind der Überzeugung, dass die junge Frau Opfer eines Verbrechens wurde. Sie appellierten in der Sendung an das Gewissen des Täters aber auch an mögliche Zeugen, sich zu offenbaren. Die Staatsanwaltschaft Trier hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat sowie zur Täterermittlung führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt. Zudem war neben den Hinweistelefonen in Trier und München ein so genanntes Vertrauenstelefon geschaltet, unter dem Hinweise vertraulich entgegengenommen werden konnten.

Sowohl die Hinweisaufnahme im Studio in München als auch die Telefone in Trier wurden von den Zuschauern rege genutzt. Insgesamt gingen 76 Hinweise ein, davon 30 in München. Ein Hinweisgeber meldete sich per Email. Ob unter diesen Hinweisen eine „heiße Spur“ ist, müssen die weiteren Ermittlungen der Trierer Kripo ergeben. Sicher ist jedoch, dass die Ermittler jeder Spur nachgehen werden, um das rätselhafte Verschwinden von Lolita Brieger aufzuklären. Der Verdacht, dass es Mitwisser im Fall der vermissten 18-Jährigen gibt, hat sich nach der Ausstrahlung des Falles in „Aktenzeichen XY …ungelöst“ erhärtet.

Die Polizei bedankt sich sowohl bei den Medien als auch bei der Bevölkerung für das große Interesse und die damit verbundene Unterstützung bei der Klärung dieses Falles.

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