FSV Salmrohr beendet Negativserie – „Schwarzer Tag“ für den SV Mehring

FSV Salmrohr siegt mit 3:1 gegen den 1. FC Saarbrücken II / SV Mehring unterliegt 0:4 bei Arminia Ludwigshafen

Von Laura Schröter (Text und Bilder)

Nachdem der FSV Salmrohr zuletzt drei sieglose Spiele in der Oberliga und eine Niederlage im Pokal hinnehmen musste, hat sich die Mannschaft am Samstagnachmittag gegen Saarbrücken einen 3:1-Erfolg erkämpft. „Die Mannschaft war verunsichert, sie spielt im Moment keinen guten Fußball“, bekannte Trainer Uwe Schüller nach dem Arbeitssieg. Der SV Mehring erlebte ein 0:4-Desaster bei Arminia Ludwigshafen – und zwei Platzverweise. 

FSV Salmrohr – 1. FC Saarbrücken II 3:1

DSCN1694a

Julian Bidon nimmt den Ball an, kurz danach klingelt es im gegnerischen Tor.

Der erste gefährliche Torschuss fiel bereits nach wenigen Minuten, als Mathias Fischer den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei schoss. Doch Saarbrücken ließ nicht lange mit einer Antwort auf sich warten: Als Salmrohrs Torwart Sebastian Grub plötzlich nicht mehr zwischen den Pfosten stand, musste ein Torschuss auf der Linie geklärt werden. Wirklich überzeugend war das Spiel bis zu dem Zeitpunkt nicht. Dennoch: In der elften Minute traf Robin Mertinitz zum 1:0.

Etwas Erleichterung war zu spüren, doch diese hielt nicht lange an. Nachdem ein Freistoß von Markus Bauer kurz vor dem 16-Meter-Raum mit einem Abstoß von Saarbrücken endete und ein weiterer Eckstoß für Salmrohr vom gegnerischen Torwart Michel Gadomsky abgefangen wurde, klingelte es auf der anderen Seite. Die Heimelf konnte den Angriff der Saarbrücker nicht stoppen, bekam den Ball nicht aus dem Strafraum heraus – und Giuseppe Siomnetta bedankte sich mit dem 1:1 (23.).

Noch vor der Pause ging Salmrohr erneut in Führung. Einen zuvor schön herausgespielten Ball platzierte Julian Bidon in der 42. Minute im gegnerischen Tor. Die erste Halbzeit ging mit nur wenigen Höhepunkten zu Ende. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe – die Partie war noch lange nicht entschieden.

DSCN1700a

Da liegt das Runde im Eckigen: Daniel Petersch verwandelt den Elfmeter zum 3:1.

Zur zweiten Hälfte kam Matondo Makiadi für Markus Bauer, der etwas frischen Wind ins Salmrohrer Spiel bringen konnte und zu einem der auffälligsten Akteure avancierte. Die erste wirklich gefährliche Aktion nach dem Seitenwechsel verbuchten aber die Gäste. Johan Talamona brachte den Ball so gefährlich vor das Tor, dass Torwart Sebastian Grub sich strecken musste, um den Schuss abzuwehren. Eine Ecke für die Gäste folgte, Julian Bidon und Daniel Schraps klärten den Ball im Strafraum, ein Konter schloss sich an, bei dem Tobias Baier am gegnerischen Torwart scheiterte. Wenig später wurde Julian Bidon im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht. Daniel Petersch verwandelte den Elfmeter souverän zum 3:1 für die Gastgeber (78.).

Einen Tiefschlag musste Salmrohr in der Freude über den Vorsprung aber noch einstecken, als Robin Mertinitz nach einem harten Foul die Rote Karte sah (87.). „Es war eine aggressive Zweikampfsituation, sicherlich war es grenzwertig. Aber der Angriff galt dem Ball, ich hätte diese Situation anders bewertet“, beurteilte Trainer Uwe Schüller diese Szene, die auch eine kurze Rangelei zwischen dem heimischen Torwart und einem seiner Gegenspieler hervorrief.

Eine weitere grenzwertige Situation folgte noch vor dem Ende: Salmrohr forderte einen weiteren Strafstoß, da Tobias Baier aus Sicht der Gastgeber gefoult wurde. Diese Aktion schätzte Salmrohrs Trainer unmissverständlich ein. „Das war eindeutig ein ganz klarer Elfmeter, der Schiedsrichter muss hier pfeifen, da gibt es keine Diskussion“, sagte er empört. Am Sieg und an dem Jubel des FSV Salmrohr änderte die Entscheidung nichts mehr. Während sich die Saarbrücker nach dem Spiel nicht äußern wollten, frohlockte Schüller nach dem ersten Schritt aus dem jüngsten Tief: „Die Spieler sind befreit, heute zählen nur der Sieg und das Ergebnis.“

FSV Salmrohr – 1. FC Saarbrücken II 3:1 (2:1)

Salmrohr: Grub – Fischer, Meschak, Petersch – Adrian, Bauer (46. Makiadi), Mertinitz, L. Schäfer, Schraps – Baier, Bidon (95. Adigüzel).

Saarbrücken: Gadomsky – Simonetta, Ehrmann (70. Schliesing), Simon, Hanschlitz, Talamona, Fricker, Czeremurzvnski, Eichmann, Schäfer (46. Mabouda), Gashi.

Schiedsrichter: Torsten Bauer

Tore: 1:0 Mertinitz (10.), 1:1 Simonetta (23.), 2:1 Bidon (42.), 3:1 Petersch (78.)

Rote Karte: Mertinitz (87.)

Arminia Ludwigshafen – SV Mehring 4:0

SV Mehring, Dino Toppmöller. Foto von Sebastian Schwarz-001

Dino Toppmöller musste mit Adduktorenproblemen vom Feld. Foto: Sebastian Schwarz

Schwarzer Samstag für den SV Mehring: Das Team um Spielertrainer Dino Toppmöller bezog mit dem klaren 0:4 beim Tabellendritten FC Arminia 03 Ludwigshafen nicht nur die neunte Pleite im zehnten Auswärtsmatch und fiel dadurch auf den vorletzten Rang zurück, sondern verlor mit Sebastian Ting (rote Karte nach angeblich rüder Attacke von hinten in den Gegenspieler, 69. Minute) und Simon Monzel (85., rot wegen Nachtreten) gleich zwei Akteure, die nun mit Sicherheit im letzten Spiel vor der dreimonatigen Winterpause am kommenden Samstag auf der Mehringer Lay gegen den FC Hertha Wiesbach (14.30 Uhr) fehlen werden. Fraglich ist auch der Einsatz von Spielertrainer Toppmöller selbst, der in der 56. Minute mit Adduktorenproblemen das Feld verlassen musste.

So sehr der Mehringer Coach das Verhalten seiner Mannschaft in der ersten Hälfte kritisierte („Da hätte ich alle elf Mann auswechseln können. Wir haben die Galligkeit vermissen lassen, die uns in den Heimspielen so auszeichnet.“), so unzufrieden war er aber auch mit der Leistung des Schiedsrichters Jens Anton. Dem Unparteiischen aus Homburg/Saar schrieb er beim 1:0 durch Pietro Berrafato in der zwölften Minute eine Mitschuld zu: „Der Freistoß, in dessen Folge es einen Eckball gab, der wiederum das Tor einleitete, war nie und nimmer einer.“ Vertretbar sei dagegen der Elfmeter gewesen, den der Referee in der 25. Minute nach einem Foul von Spieler-Co-Trainer Erwin Bradasch verhängt hatte – Jens Leithmann verwandelte an SVM-Keeper Philipp Basquit vorbei zum 2:0.

Weder in der ersten, noch in der zweiten Halbzeit konnte Mehring glasklare Chancen verbuchen. Trotzdem sah Dino Toppmöller den Platzverweis gegen Sebastian Ting („Sein Gegenspieler Pietro Berrafato hat mir hinterher bestätigt, dass das Einsteigen von hinten nur gelbwürdig war.“) als mit spielentscheidend an: Nach einigen Diskussionen konnte Arminia Ludwigshafen letztlich den Freistoß ausführen, Leithmann fand die Lücke und markierte in der 72. Minute das 3:0. „Die Ludwigshafener Bank hat in dieser Phase viel Hektik hinein gebracht, ständig Karten gefordert. Der Schiri ist leider ein ums andere Mal drauf reingefallen. Das war in einer insgesamt fair geführten Partie sehr unschön“, meinte Toppmöller weiter. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte Janosch Diemer in der 89. Minute. (red)

 

Arminia Ludwigshafen – SV Mehring 4:0

Mehring: Basquit – Diederich, Hesslein, Cordier, Kohlei – Schottes (65. Weinberg), Dino Toppmöller (56. Meyer), Ting, Bradasch (46. Fleck), Monzel – Boussi.

Tore: 1:0 Berrafato (12.), 2:0, 3:0 Leithmann (25., Foulelfmeter; 72.), 4:0 Diemer (89.).

Rote Karten: Ting (69., grobes Foulspiel), Monzel (85., Tätlichkeit).

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln