Neues Portal zu Inklusion

„Kontaktstelle“ an der Universität Trier bietet Information, Vermittlung und Austausch

Jüngst stellte das Mainzer Bildungsministerium ein freies Wahlrecht auf inklusiven Unterricht in Schulen in Aussicht. Längst beschäftigt das Thema „Gleichberechtigtes Leben und Lernen“ aber nicht nur Schulen und Bildungseinrichtungen. Inklusion wird auch in Kindergärten, in Sportvereinen oder in der Jugendfeuerwehr praktiziert und steht als gesamtgesellschaftliches Thema auf der Agenda. In der Praxis mangelt es häufig nicht am guten Willen, aber an Information und Hintergrundwissen. Hier will die jüngst an der Universität Trier ins Leben gerufene „Kontaktstelle Inklusion“ für Abhilfe sorgen.

Die „Kontaktstelle Inklusion“ bündelt Informationen zum Thema und sieht sich als Anlaufpunkt zur Vermittlung von Kontakten zu konkret Tätigen, zu Anbietern von Fortbildungen oder zur Forschung. „Das Angebot in Form einer Internetpräsenz bietet hierzu eine unkomplizierte, niedrigschwellige Möglichkeit. Zugleich stehen hinter der Homepage Personen, die Informationen sammeln, Fragen aufnehmen und Orientierung geben, auf Anfrage gerne auch persönlich“, veranschaulicht der Leiter der Kontaktstelle, Dr. Lothar Müller, die Ziele und Arbeitsweise.

„Inklusion entwickelt über die Schulforschung und Unterrichtsentwicklung hinaus eine enorme Vielfalt, die gebündelt werden soll“, ergänzt Prof. Dr. Jutta Standop. Die Kontaktstelle ist in die von ihr geleitete Abteilung „Sozialisation, Erziehung, Entwicklung“ im Fach Pädagogik/ Bildungswissenschaften an der Universität Trier integriert. Um die Plattform stetig weiterzuentwickeln und zu aktualisieren, sind die Verantwortlichen am intensiven Austausch mit Nutzern ausdrücklich interessiert.

„Wir richten als in der Wissenschaft Tätige einen analytischen Blick auf Inklusion. Es geht uns nicht darum, für Inklusion zu werben, sondern herauszufinden, unter welchen Bedingungen Inklusion ge- oder auch misslingt. Der engagierte und zugleich nüchterne Zugang macht den Reiz des Themas für die Universität aus“, erläutert Lothar Müller.

Über die Kontaktstelle hinaus ist die Abteilung von Prof. Dr. Standop verschiedentlich in der Inklusionsforschung aktiv, derzeit beispielsweise in dem Projekt „Gemeinsam klasse – Inklusion macht Schule“, an dem fünf Schulen in der Region Trier teilnehmen. Das bis Ende 2015 laufende Programm wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Eine andere Perspektive auf das Thema eröffnet eine von Lehramtsstudierenden unter der Leitung von Dr. Müller gestaltete Ausstellung mit dem Titel „Menschenwürde und Inklusion“, die vom 25. November bis 5. Dezember im Foyer des A/B-Gebäudes der Universität Trier zu sehen sein wird.

Weitere Informationen: www.inklusion.uni-trier.de

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