Oberliga: Adrian erlöst Salmrohr

 

Zurück gekehrt in die Erfolgsspur ist nach seiner ersten Saisonniederlage am vergangenen Samstag der FSV Salmrohr mit dem 3:2 über die Sportfreunde Köllerbach. Mehring holte mit dem 1:1 einen Punkt beim FC Arminia 03 Ludwigshafen.

SV Mehring: Trainer Jung gräbt Angreifer Noske aus

 Trainerfuchs Robert Jung ist immer wieder für Überraschungen gut. Da schloss der 67-Jährige noch am Donnerstag einen Einsatz von Mittelfeldmann Sebastian Ting wegen dessen Schambeinentzündung kategorisch aus – und plötzlich spielte Ting am Samstag im Auswärtsspiel beim FC Arminia 03 Ludwigshafen von Beginn an. Indes musste Michael Fleck entgegen der Ankündigung des Coachs zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für den Angriff zauberte Jung stattdessen den seit Wochen nicht mehr aufgebotenen Patrick Noske auf.

Sebastian Tings Treffer sorgt derzeit bundesweit für Furore.

Das, was die Mehringer Mannschaft im Gastspiel beim FC Arminia 03 bot, konnte sich fürwahr sehen lassen. Herbert Scholtes, der Zweite Vorsitzende des Vereins, sah den konzentrierten und selbstbewussten Auftritt als weiteres Indiz dafür, dass „wir in dieser Liga absolut mithalten können. Das haben wir mit Ausnahme des Auftaktspiels gegen Salmrohr (0:2, d. Red.)und der zweiten Hälfte gegen Elversberg (0:7) bislang Woche für Woche unter Beweis gestellt“.

Auch im zweiten Spiel konnten Erwin Bradasch & Co. am Ende jubeln.

Dem Duell in Rheingönheim bescheinigte der SVM-Verantwortliche „ein technisch hohes Niveau“. Beide Teams hätten das Match für sich entscheiden können. Die Treffer fielen in der zweiten Hälfte: Zunächst stand Arminias Jens Leithmann nach einer lang gezogenen Flanke an den zweiten Pfosten goldrichtig und drückte de Ball aus kurzer Distanz über die Linie – Philipp Rommelfanger, der im Tor stand, weil Dimo Wache geschäftlich verhindert war, hatte da keine Abwehrchance (56.). Das Ausgleichstor blieb dann Michael Fleck vorbehalten. Zehn Minuten vorher eingewechselt, wurde er von Achmed Boussi glänzend in Szene gesetzt, drehte sich dann um seinen Gegenspieler und lochte ein. „Fantastisch heraus gespielt“, schnalzte Herbert Scholtes in der Nachbetrachtung mit der Zunge.

Die besten Möglichkeiten hatten Achmed Boussi und André Weinberg vor und der trotz Trainingsrückstands volle 90 Minuten durchhaltende Erwin Bradasch nach der Pause. Das Mitwirken Bradaschs hatte genauso wie bei seinem Debüt in der Vorwoche gegen Wirges (2:1) überaus positiven Einfluss auf das Mehringer Spiel. „Er hat eine glänzende Übersicht. Was er macht, hat Hand und Fuß“, weiß auch „Vize“ Scholtes.

Tings Treffer bei  „Tor des Monats“

Unterdessen fiebern sie in Mehring mit Sebastian Ting – und voten fleißig für ihn und sein 62-Meter-Tor am 22. September im Auswärtsspiel bei Borussia Neunkirchen (1:2): Tings Lupfer über den Borussen-Keeper aus der eigenen Hälfte heraus hat es geschafft in die engere Auswahl zum Tor des Monats. Damit konkurriert der Mehringer mit Stars wie Rafael van der Vaart und Marco Reus. Abstimmung: www.sportschau.de

FSV Salmrohr: Adrian verhindert die böse Überraschung

Das war ein hartes Stück Arbeit: Der FSV Salmrohr zwang das Schlusslicht Sportfreunde Köllerbach am Samstag Nachmittag mit 3:2 in die Knie und bleibt damit in der engeren Spitzengruppe der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Torjägerqualitäten offenbarte diesmal Alex Adrian mit seinen Toren in der 28. und 82. Minute. Robin Mertinitz hatte das Team von Trainer Patrick Klyk bereits in der zweiten Minute in Front gebracht.

Dino Toppmöller fehlte – trotzdem gewann Salmrohr.

Köllerbachs Kamil Czeremurzynski glich schon in der siebten Minute aus. Romuald Houllé traf Mitte der ersten Hälfte sogar zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Sportfreunde im Spiel eins nach Melori Bigvava (25.). Vom bisherigen Coach hatte man sich im Laufe der Woche getrennt. Als Interimstrainer fungierten der verletzte Angreifer Davit Bakhtadze und der etatmäßige „Co“ Ferdi Ochs.

FSV-Coach Patrick Klyk war trotz des knappen Resultats absolut zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge: „Wir hatten eine Vielzahl von guten bis sehr guten Offensivaktionen. Immer wieder haben meine Jungs tolle Kombinationen gezeigt.“ Er habe gewusst, wie schwer es gegen Köllerbach im ersten Match nach der Demission von Melori Bigvava werde: „Der Trainer war dort sehr beliebt. Die Mannschaft hat sich für ihn noch einmal voll rein gehangen.“ So sehr Klyk den Auftritt seines Teams lobte, so zugeknöpft zeigte er sich, was die Personalie Dino Toppmöller anging: Zu dessen Suspendierung wollte sich der Salmrohrer Übungsleiter selbst nicht äußern: „Fragen bitte an Helmut Meeth.“ Der war aber am Sonntag Abend telefonisch nicht zu erreichen.

Unterdessen hat der FSV nach den Patzern der Mitkonkurrenten aus Pirmasens (0:3 beim 1. FC Saarbrücken II) und Zweibrücken (1:2 in Gonsenheim) Platz eins zurück erobert. Und Samstag folgt der absolute Hit, wenn die Salmrohrer in Zweibrücken gastieren.

 

 

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