Oberliga: Befreiungsschlag für SVE II – 3:2 Heimerfolg / Salmrohr verliert

Aufatmen in Trier: Mit dem ersten Heimsieg gegen Alemannia Waldalgesheim am Sonntagnachmittag verließ der SVE die Abstiegsränge. Nach zuletzt 2 Remis gegen Saarbrücken und Betzdorf bewies die Elf von Christian Mergens heute die nötige Oberligareife. Der FSV Salmrohr verlor mit 1:0 an der Elversberger Kaiserlinde und rutschte auf den neunten Tabellenplatz ab.

2:2 schien zum neuen Standardergebnis der U23-Mannschaft zu werden. Gegen Saarbrücken und Betzdorf erkämpften sich die jungen Trierer ihre Punkte hart, die „Zwote“ bewies in beiden Spielen tolle Moral. Trotz der Moral hatte Trier bisweilen die unerwünschte „Rote Laterne“ inne. Was ebenfalls schmerzte: Trier konnte in dieser Saison noch keinen Heimsieg verbuchen. Mit Alemannia Waldalgesheim traf man auf einen Gegner, der auch in der unteren Tabellenregion stand. Gegen den Tabellendreizehnten sollten nun beide Makel auf einmal beseitigt werden: Die Heimbilanz aufpolieren und Tabellenplatz 18 verlassen.

Unterstützung gab es von Roland Seitz: Michael Dingels, Andreas Lengsfeld, Max Bachl-Staudinger, Olivier Mvondo und Neuzugang Marc Gouiffe a Gouffan sollten helfen den Heimfluch zu besiegen.

Seine Erfahrung zahlte sich aus: Marc Gouiffe a Goufan - Foto:Peter Schmitt

Auf dem Nebenplatz im Moselstadion begann das Spiel sehr schleppend. Der SVE war zwar feldüberlegen, jedoch fehlten zwingende Aktionen in Richtung Tor. Besser machten es die Gäste aus Waldalgesheim. Andreas Lengsfeld, heute anstelle von Philipp Basquit im Tor, musste mehrmals sein ganzes Können aufbieten. So auch in der 15. Minute: Guerkan Satici startete einen gefährlichen Konter den der Trierer Keeper noch knapp parieren konnte.

21 Minuten später der Tiefschlag für die jungen Trierer. Nach einem Missverständnis zwischen Lengsfeld und Rene Mohsmann kam der Ball zu Marc Heidenmann, der das Leder mit einem sehenswerten Schuss ins linke Toreck schlenzte. Das unglückliche Tor bedeutete einen wiederholten Rückstand für die Nachwuchskicker, abermals war die Moral gefordert.

Und auch heute schaffte es die Elf von Trainer Christian Mergens dagegenzuhalten: Nach einem Eckball kam Abwehrbär Michael Dingels an den Ball. Sein Schuss blieb ungewollt bei Christoph Anton hängen, der das Spielgerät nur noch über die Linie drücken musste. Ein zu diesem Zeitpunkt eher glücklicher Treffer.

„Goofy“ lenkt im Mittelfeld

Das Tor wurde zum Weckruf für den SVE, Trier spielte fortan immer stärker. Vor allem „Leihspieler“ Marc Gouiffe a Goufan hatte großen Anteil daran. Gekonnt zog er die Fäden im defensiven Mittelfeld, seinen jungen Mitspielern gab er immer wieder wichtige Tipps und motivierte sie. Seine Profiherkunft und Erfahrung gab Sicherheit. Kurz vor der Pause gelang den Trierer sogar der Führungstreffer (42.).

"Abwehrbär" Dingels räumt ab - Foto: Peter Schmitt

Pitt Hess bewies ein tolles Auge und schickte Stürmer Erik Michels mit einem Gardepass in Richtung Gästetor. Michels spielte Mäuschen mit Torwart Mareck Dörr, Trier drehte das Spiel!

Nach dem Pausentee knüpften die U23-Spieler an ihre couragierte Vorstellung an. Von nun an nahm Trier das Spiel an sich, Waldalgesheim befand sich fast nur noch in der Rückwärtsbewegung. In der 56. Spielminute war es dann wieder Christoph Anton, der die Zuschauer nach einer energischen Vorarbeit des stark formverbesserten Olivier Mvondo jubeln ließ. Antons gute Leistung und herausragende Form der letzten Wochen krönte er mit einem Doppelschlag, der erste Heimsieg war zum Greifen nah!

Mangelnde Chancenauswertung bei der Eintracht

Nach der 3:1-Führung hatten die Nachwuchskicker gleich mehrere Möglichkeiten das Ergebnis zu erhöhen, jedoch fehlte vor dem Gästetor die Cleverness. Doch das Spiel blieb spannend: Wie aus dem nichts schossen die Alemannen das 3:2 durch Fennel (83.), Trier zeigte Nerven. Unnötig ließ man sich nach hinten drängen, in der 88. Minute musste zudem Max Bachl-Staudinger mit gelb-rot den Platz verlassen. Bis zum Schlusspfiff mussten die Trierer Anhänger noch zittern, der erste Heimsieg war endlich geschafft! Ein tonnenschwerer Stein fiel spürbar von der Mannschaft ab.

Glückwünsche zum 2:1 - Foto: Peter Schmitt

Froh zeigte sich auch Chefcoach Christian Mergens: „ Der Sieg war wichtig damit wir den Anschluss nicht verlieren!“. Was Mergens zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Der SVE verließ sogar die Abschlussränge, Konkurrent Saarbrücken erspielte sich nur ein Remis gegen Betzdorf. „Wir hatten heute viele schöne Kombinationen im Spiel. Auch Gouiffe a Goufan hat uns sehr weitergeholfen, er versteht es Ruhe ins Spiel zu bringen und auch das Spiel in den nötigen Situationen langsamer zu machen. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Wir müssen aber noch cleverer werden, zum Schluss haben wir uns selber das Leben schwer gemacht. Vor dem Tor müssen wir noch kaltschnäuziger werden“ sagte Mergens weiter. Ein Sonderlob hatte er für Kapitän David Thieser übrig: „Der David war die ganze Woche krank und wollte schon zur Halbzeit raus. Er biss aber auf die Zähne und spielte 90 Minuten durch, das war klasse!“ Nächsten Samstag reist der SVE in die Pfalz nach Zweibrücken.

Statistik:

SV Eintracht Trier 05 II: Lengsfeld – A. Schütz, Dingels, Thieser, Hess – Gouiffe a Goufan, R. Mohsmann – Mvondo (85. Lauer), Bachl-Staudinger, Anton (88. F. Mohsmann) – Michels (76. Aliu)

Tore: 0:1 (36.) Heidenmann, 1:1 (40.) Anton, 2:1 (42.) Michels, 3:1 (58) Anton, 3:2 (83.) Fennel

Gelb-Rote Karte für Bachl-Staudinger (88.)

Schiedsrichter: V. Becker (Bliesransbach)

Zuschauer: 103

 

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FSV Salmrohr: Niederlage in Elversberg

Einen Rückschlag musste der FSV Salmrohr hinnehmen. Nachdem man im letzten Spiel gegen Röchling Völklingen ein 2:2 erreichte (5vier berichtete), mussten sich die Salmtaler gegen die Zweitvertretung der SV Elversberg geschlagen geben.

An der Kaiserlinde traf Max Englert aus dem Profikader in der 50. Spielminute zum goldenen Tor. Damit rutschte der FSV auf den neunten Tabellenplatz, nächsten Samstag empfangen die Schützlinge von Robert Jung die TuS aus Mechtersheim.

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