Oberliga: Dino hier, Dino da

Der Name Dino Toppmöller verbindet derzeit den FSV Salmrohr (dort wurde er am Dienstag endgültig geschasst) und den SV Mehring, wo sich der Angreifer wohl ab kommender Woche fit hält…

FSV Salmrohr: Effizienz ist bei Abwehr-Bollwerk gefragt

Der Zweite trifft auf den Ersten: Mehr Spitzenspiel geht nicht. Samstag, ab 15 Uhr, empfängt der SVN Zweibrücken den Tabellenführer FSV Salmrohr. Der Blick auf das Torverhältnis allein genügt, um über die große Stärke der Westpfälzer Bescheid zu wissen. Mit sechs Gegentreffern in zehn Partien ist das Team von Trainer Peter Rubeck aktuell das mit Abstand beste Defensivteam der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Patrick Klyk, der Coach der Salmrohrer, erwartet einen Gegner, der „kompakt und aggressiv agiert – immer wieder von meinem Kollegen von der Außenlinie aus angetrieben…“

Kaum ist Dino Toppmöller in Salmrohr weg – und schon ist er in Mehring im Gespräch (Foto: Andreas Gniffke)

„Es wird schwer, ein Tor zu erzielen“, weiß Klyk. Im Spiel eins nach der endgültigen Trennung vom mitspielenden Co-Trainer Dino Toppmöller (5vier.de berichtete ausführlich) ist er im Übrigen überzeugt davon, dass „meine Jungs coolen Kopf bewahren“. Eine gewisse Trotzreaktion hatte er schon im letzten Spiel gegen die Sportfreunde Köllerbach (3:2) ausgemacht. „Die Art und Weise, wie das Team da den Siegtreffer bejubelt hat, war schon ein deutliches Zeichen.“

Patrick Klyk FSV Salmrohr

Trainer Patrick Klyk hat vollstes Vertrauen in sein Team.

Tommy Toppmöller, der Bruder des geschassten Angreifers, ist derweil noch krank geschrieben. Coach Klyk hofft, dass Pascal Meschak trotz des jetzt begonnenen Uni-Semesters und nur noch einem möglichen Training pro Woche  seine starke Form von zuletzt konservieren kann.

Vorsichtshalber kündigt der Trainer an: „Ich beobachte jetzt sehr genau, wer wie arbeitet und den unbedingten Willen hat, zu spielen. Bei den charakterlichen Eigenschaften meiner Jungs sehe ich da aber keine Probleme auf mich zukommen.“

 

SV Mehring: Toppmöller ante portas

Das Duell am Sonntag, 15 Uhr, auf der Lay gegen den SC Hauenstein ist für den neuen Mehringer Trainer Robert Jung kein Spiel wie jedes andere: Während seiner langen und überaus erfolgreichen Zeit als Coach arbeitete er auch vier Jahre lang im Wasgau und unterhält unverändert sehr gute Kontakte in das Schuhdorf. Seinem früheren Schützling Rudi Benkler, der den SCH in einer Doppelspitze gemeinsam mit Heiko Magin trainiert, vermachte der Pirmasenser vor einiger Zeit sogar jene Unterlagen, anhand derer er zwischen 2009 und ´11 in Salmrohr gearbeitet hat. „Und natürlich tauschen wir uns auch über gegnerische Teams aus“, verrät Jung.

Robert Jung trifft am Sonntag auf gute alte Bekannte.

Die Hauensteiner kennt er bestens und kündigt eine „sehr spielstarke Mannschaft“ an, deren Plus auch der breite, ausgeglichene Kader sei. Sein Team habe Ordnung, Disziplin und schnelles Umschaltspiel in die Waagschale zu werfen. Jung setzt zudem auf eine weitere Steigerung: „Beim 2:1 gegen Wirges war das schon gut. Zuletzt lief es beim 1:1 in Ludwigshafen sogar noch besser. Wenn wir noch ein paar Prozent drauf legen, reicht es vielleicht auch, um gegen eine Spitzenmannschaft zu punkten.“

Ähnlich wie in der Vorwoche bangt der Trainerfuchs indes erneut um Mittelfeldlenker und Tor-des-Monats-Kandidat Sebastian Ting, der weiter mit einer Schambeinentzündung zu kämpfen hat. Froh ist der SVM-Coach, mit dem lange an den Folgen eines vor zwei (!) Jahren erlittenen Kreuzbandrisses laborierenden Andreas Weber eine weitere Alternative an Bord zu haben. „Er ist seit einigen Tagen voll im Training und macht einen hungrigen Eindruck. Mal sehen, ob ich ihn schon gegen Hauenstein bringe…“ Auch den wochenlang unter anderem aus Studiengründen fehlenden Patrick Noske hatte Jung nach nur vier Einheiten mit der Mannschaft zuletzt reaktiviert und ihn am Samstag in Ludwigshafen von Beginn an auflaufen lassen.

Auf die Personalie Dino Toppmöller angesprochen, unterstreicht der Mehringer Übungsleiter: „Wenn er mit Salmrohr im Klaren ist, kann er gerne bei uns mittrainieren und sich fit halten, bis er einen neuen Verein gefunden hat.“ Jung und Toppmöller hatten von 2010 bis zum Sommer in Salmrohr eng zusammen gearbeitet.

Natürlich machen sie sich aber auch im Lager des Aufsteigers Hoffnungen, den 128-fach in der Zweiten Bundesliga erprobten Mann mit der eingebauten Torgarantie ab Winter verpflichten zu können. Für Dienstag hat Vorsitzender Günter Schlag inzwischen ein erstes Sondierungsgespräch mit Dino Toppmöller und dessen Vater Klaus angekündigt.

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Kommentare (5)

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  1. bk sagt:

    Die Info Aachen ist aus Salmrohr und kein Fake.Der Stress mit dem Trainer nach der Pleite machte das Fass voll.

  2. trainer sagt:

    Wie gut das alle anscheinend so viel Ahnung über die Umstände haben…Es wird immer viel geredet und doch weiß keiner wirklich bescheid…

  3. Spieler sagt:

    Jawoll und nochmals besteht die Chance dass weitere >10.000€ vom SVM in die Taschen eines Spielers fließen 🙂
    Dann können Winzer und Schlag/Scholtes die Kassen wieder etwas aufmachen.
    Naja in jedem Fall geht bisher die Taktik ja auf. Viel Erfolg weiterhin. Wenigstens weiß dort jeder dass bezahlt wird 😉

  4. wilma sagt:

    bk…… ha,ha Witz komm raus ,du bist umzingelt.

  5. bk sagt:

    DINO WURDE BEURLAUBT ODER GEFEUERT WEIL ER ANGEBLICH EIN PROBETRAINING BEI ALEMANIA AACHEN HATTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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