Zusammenfassung: Ein 0:0-Wochenende und ein Foto mit Ralf Rangnick

Nullrunde in der Fußball-Oberliga: Spiele des SV Mehring und des FSV Salmrohr enden 0:0

Von Florian Schlecht

Nullnummern in der Fußball-Oberliga: Der SV Mehring erzielte gegen die TSG Pfeddersheim einen Achtungserfolg, der FSV Salmrohr verliert dagegen den ersten Platz nach dem Unentschieden beim SC Idar-Oberstein aus der Sicht.

SV Mehring – TSG Pfeddersheim 0:0

SV Mehring, Dino Toppmöller. Foto von Sebastian Schwarz
Dino Toppmöller wechselte sich nach langer Verletzungspause ein. Foto: Sebastian Schwarz

Für den Vorsitzenden des SV Mehring dürfte es langweiligere Tage geben: Morgens saß Günter Schlag am Sonntag in München beim Doppelpass von Sport1, wo er vor dem TV-Publikum seinen Herzensverein ganz Deutschland vorstellen konnte und ein gemeinsames Bild mit Ralf Rangnick ergatterte. Wenige Stunden später spielte sein SV Mehring gegen die TSG Pfeddersheim in der Fußball-Oberliga dann 0:0, was nach drei Niederlagen in Folge mit 1:8-Toren ein Achtungserfolg war.

Doch die Mannschaft von Dino Toppmöller hat offenbar eine Vorliebe für Spiele gegen Spitzenmannschaften. Das bewies sie auch gegen den Tabellenzweiten, obwohl der Druck vor dem Anpfiff nicht von schlechten Eltern war. „Wir sind ein kleines Dorf, jeder sollte realistische Ansprüche haben“, bekannte Co-Trainer Erwin Bradasch, dass die Vorbereitung auf das Heimspiel nach der jüngsten Krise alles andere als leicht gewesen sei. „Wenn von außen Unruhe kommt, müssen wir aufpassen, dass diese sich nicht auf die Jungs auswirkt.“ Christoph Eifel zeigte sich zuversichtlich, dass der Punktgewinn ein erster Schritt zur sportlichen Wende war. „Alle Spieler haben richtig gut gestanden und hart gearbeitet.“

Kontrolle war auf dem Platz dabei das oberste Gebot. Beide Teams traten kompakt auf, boten ein hartes Ringen im Mittelfeld, dafür aber nur wenige Überraschungsmomente. „Mir hat der Pfeffer gefehlt. Die Spiele gegen Mehring waren in der letzten Saison ekliger“, fand Gästetrainer Norbert Hess. Die Platzherren waren aber die Mannschaft mit den größeren Chancen. Maximilian Meyer zielte aus 20 Metern knapp vorbei (14.). Sebastian Ting fand nach einem Sololauf seinen Meister in TSG-Torhüter Thorsten Müller, der den Ball in höchster Not um den Pfosten lenkte (27.). Marc Willems, der im Sommer erst aus der B-Liga von Kordel nach Mehring gestoßen war, setzte einen Schuss aus der Drehung neben das Tor (35.). Pfeddersheim hatte seine einzige Möglichkeit im gesamten Spiel in der Anfangsphase, als Matthias Tillschneider die Latte traf (12.). Zuvor hätte die Begegnung jedoch unterbrochen werden müssen, da Heimkeeper Philipp Basquit im Fünfmeterraum angegangen wurde.

Im zweiten Durchgang hatte Pfeddersheim zunächst die größeren Spielanteile, ohne diese in Chancen umzumünzen. Mehring drückte in der Schlussphase wieder auf das Tempo und war dem Siegtreffer einen Tick näher. Bradasch, der in der Innenverteidigung eine souveräne Leistung zeigte, düpierte mit einer direkt auf das Tor gezogenen Ecke beinahe Schlussmann Müller (70.). Nach einer weiteren Standardsituation warf sich ein Gäste-Verteidiger in einen Kopfball von Dino Toppmöller (80.). Ting konnte eine schöne Kombination nach einem Bradasch-Freistoß mit einer anschließenden Weiterleitung von Andreas Hesslein nicht vollenden (87.). „Wir hatten nach hinten heraus noch die eine oder andere Möglichkeit“, sagte Bradasch. „Auf der Leistung können wir aufbauen. Das Hauptaugenmerk lag nach den jüngsten Niederlagen auf der Defensive. Es war wichtig, mal wieder zu Null zu spielen.“

Mehring: Basquit – Cordier, Hesslein, Bradasch, Eifel – Meyer, Schottes (73. Alsina Fonts) – Weinberg (60. Monzel), Kohlei – Willems (60. D. Toppmöller), Ting.

SC Idar-Oberstein – FSV Salmrohr 0:0

Salmrohr-Mehring
Christian Schroeder vergab die Chance zur Führung. Foto: Alex Heinen

Der FSV Salmrohr verliert den ersten Platz immer mehr aus dem Blick. Nach dem 0:0 beim kriselnden SC Idar-Oberstein und dem 3:1-Erfolg des SC Hauenstein bei Röchling Völklingen beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze bereits acht Punkte. Nur der Meister steigt am Ende der Saison sicher auf, der Zweite bestreitet eine Relegation. Für Co-Trainer Uwe Schüller liegt das primäre Ziel nun darin, bis zur Winterpause noch möglichst viele Zähler einzufahren, um mit einer guten Wintervorbereitung und der dann folgenden Rückkehr vieler verletzten Spieler aus einer vernünftigen Ausgangsposition heraus angreifen zu können.

Mit dem Auftritt in Idar-Oberstein war Schüller einverstanden. „Allerdings haben wir zwei Punkte verschenkt, wenn man sich die Chancen ansieht, von denen wir in der Menge eindeutig mehr hatten.“ Die Teams bearbeiteten sich mit einer defensiven Grundformation, standen taktisch geordnet und gewährten kaum Räume. „Das erschwerte es, torgefährliche Szenen herauszuspielen“, befand Schüller.

Trotzdem verbuchte Salmrohr das Gros an Möglichkeiten. Christian Schroeder kam nach einem Pass von Alexander Adrian in die Schnittstelle einen Schritt zu spät und konnte Keeper Nico Adami nicht überwinden (15.). Robin Mertinitz zielte nach einer Hereingabe von Daniel Petersch nur dicht vorbei (18.). Vor der Pause wurde ein Schuss von Kapitän Daniel Schraps, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, von Adami an den Pfosten gelenkt. In der zweiten Hälfte parierte der Torwart der Platzherren noch Freistöße von Pascal Meschak und dem eingewechselten Markus Bauer. Zugleich war auf der anderen Seite auch auf FSV-Keeper Sebastian Grub Verlass, der in der 75. Minute gegen einen durchgestarteten Angreifer von Idar-Oberstein parierte. Die Platzherren dezimierten sich kurz vor Schluss noch selber mit einer Roten Karte (89.). Auf das Ergebnis hatte die kurzzeitige Überzahl für Salmrohr jedoch keinen Einfluss mehr.

Salmrohr: Grub – Petersch, Meschak, L. Schäfer, Braun – Schraps (65. Hartmann), Adrian – Bidon, Mertinitz, Schroeder (75. Bauer) – Adigüzel (75. Baier).

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