„Ein Nervenspiel, das wir gewinnen müssen“

Von Florian Schlecht

Der SV Mehring startet bereits am Sonntag ins Fußballjahr 2013. Das Heimspiel gegen Köllerbach nimmt im Abstiegskampf bereits eine elementare Bedeutung ein. Trainer Robert Jung hofft, dass besonders die Toppmöller-Brüder den Unterschied gegen das Schlusslicht ausmachen – und das Tore-Konto endlich aufgestockt wird (Sonntag, 15 Uhr). Das Pokalspiel des FSV Salmrohr beim FC Karbach fällt dagegen aus.

„Wie gut wir sind, wird die Runde zeigen“, sagt Robert Jung, Trainer des SV Mehring.

Es war keine langweilige Wintervorbereitung beim SV Mehring. Robert Jung hatte bereits im Dezember angekündigt, dass der Kader renoviert werden müsse, um den Klassenerhalt in der Oberliga zu schaffen. Einige Wochen nach den gesagten Worten ist der Trainer mit den Taten zufrieden und sieht die Mannschaft gut aufgestellt vor dem Start ins Fußballjahr gegen die Sportfreunde Köllerbach (Sonntag, 15 Uhr). „In der Testspielen haben fünf von den sieben Toren unsere neuen Stürmer geschossen. Das zeigt, dass wir schon torgefährlicher geworden sind. Die defensiven Neuzugänge sind technisch stark und lernbegierig. Wie gut wir sind, wird aber erst die Runde zeigen.“

Besonders in den Toppmöller-Brüdern liegen ganz vorne große Hoffnungen auf stürmische Zeiten begründet. Die 17 Tore, die Mehring bislang erzielt hat, sind in der Oberliga der absolute Minuswert. Während Routinier Dino für Salmrohr in dieser Saison schon auf acht Treffer in neun Spielen kam, glänzte Youngster Tommy zuletzt mit allen drei Treffern beim 3:0-Erfolg gegen die SG Ellscheid im Testspiel. Nicht zu vergessen: Ahmet Boussi. „Er lebt richtig auf“, freut sich Jung, der gegen Köllerbach zunächst auf den doppelten Toppmöller-Faktor setzt. Zumindest deutet er die Idee zwischen den Zeilen an. „Ich hoffe, dass die beiden zusammen am Sonntag mehr Tore schießen als David Bakhtadze.“

„Jeder versucht, seine Stärken einzubringen“

Für Salmrohr kam Dino Toppmöller in dieser Saison bereits auf acht Tore. Knipst er nun weiter?

Das ist nämlich der georgische Knipser in Diensten von Köllerbach, der nach langer Verletzungspause wieder in Hochform ist. So sieht Jung den Rivalen, der noch auf den ersten Saisonsieg wartet, besser aufgestellt als in der Hinrunde. Dort waren die Sportfreunde besonders die Freunde der Gegner – und fuhren nur drei magere Pünktchen ein. „Wir werden die Passwege zu Bakthadze zustellen und ihn eng decken müssen“, verlangt Jung. Und auch im Tor hat Köllerbach nachgelegt. Mit dem neuen Schlussmann Ronny Fahr (zuletzt SC Hauenstein) hat der Trainer des SV Mehring bereits vier Jahre zusammengearbeitet. „Der Torwart war bislang immer der Schwachpunkt“, so Jung. Die 57 Gegentore sagen tatsächlich mehr als 1000 Worte. „Jetzt sind sie dort aber gut besetzt.“

Doch keine Frage: der Oberligist von der Lay steht unter Zugzwang. Ein Sieg gegen das Kellerkind ist Pflicht, um selber berechtigte Ansprüche auf den Klassenerhalt anmelden zu können. „Drittletzter gegen Letzter. Das ist ein echtes Nervenspiel, das wir gewinnen müssen.“ Vorteile sieht Jung in der körperlichen Verfassung seiner Mannschaft, nachdem in der Vorbereitung vier Einheiten pro Woche auf dem Plan standen und auch vier Tests ausgetragen wurden. Erfolgreich waren das 4:2 gegen die SG Auw und das 3:0 gegen Ellscheid. Ein 0:0 gab es gegen Eintracht Trier II, die einzige Niederlage setzte es gegen den luxemburgischen Zweitligisten Vitoria Rosport (0:2). Die Zusammenarbeit im Trainer-Trio mit Dino Toppmöller und Erwin Bradasch lobt Jung als fruchtbar. „Jeder versucht, seine Stärken in der Arbeit einzubringen.“

Bradasch wird seinem Chef dabei am Sonntag fehlen. Nicht nur als Stütze an der Seitenlinie, sondern auch als ordnende Hand auf dem Platz. Eine fiebrige Angina setzt den Mittelfeldspieler außer Gefecht. Ebenso fallen Florian Lorenz, Johannes Palm und Neuzugang Isaac Ageman (Türk Gücü Wittlich) aus, der sich nach starken Eindrücken bereits einen Stammplatz erarbeitet hatte. Von den neuen Gesichtern dürfen sich neben den Toppmöller-Brüdern besonders Torwart Philipp Basquit (Jung: „Er macht einen guten Eindruck“) und Außenverteidiger Yannick Müller („Er ist sehr aggressiv“) Hoffnungen machen. Max Meyer (Tarforst) muss sich im defensiven Mittelfeld zunächst als dritte Wahl hinter Johannes Diederich und Sebastian Ting anstellen.

FSV Salmrohr: Pokalspiel in Karbach fällt aus

FSV-Coach Patrick Klyk. Foto: Sebastian Schwarz

Weiterhin nachsitzen muss der FSV Salmrohr im Achtelfinale des Rheinlandpokals. Das für Samstag angesetzte Spiel beim FC Karbach wurde aus Witterungsgründen wie schon im Dezember abgesagt. Trainer Patrick Klyk hatte die Nachricht bereits am Nachmittag befürchtet. So hat der aufstiegsambitionierte Klub noch eine Woche Zeit, bis dann in der Oberliga gegen die SG Betzdorf (Samstag, 16. Februar, 14.30 Uhr) wieder der Ernst des (Fußball-)Lebens beginnt. Den Stand der Vorbereitung nickt Klyk ab. „Wir haben viel im konditionellen Bereich gearbeitet. Einige Abläufe blieben bei den vereisten Plätzen auf der Strecke, aber die Probleme haben andere Mannschaften auch.“ In den drei Testspielen gab es für Salmrohr zwei Siege (3:1 gegen Hasborn, 1:0 gegen Wiesbach) und eine Niederlage (0:1 gegen Alfbachtal). „Leider konnte ich noch nicht alle Spieler richtig testen.“ Das gilt auch für Dominik Zwick, den einzigen Winter-Neuzugang, der die Defensive verstärken soll. „Er macht einen guten Eindruck und hat sich gut eingelebt.“

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