Oberliga: Fünf Fragen an die Trainer zum Rückrundenstart

Schüller und Meeth – Fünf Fragen, fünf Antworten

Von Stephen Weber

Die Startampel zur Rückrunde 2014 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar springt am Wochenende auf Grün um. Zu diesem Anlass hat 5Vier die Trainer von Salmrohr und Mehring zur Vorbereitung, der Konkurrenz und den Zielen für das neue Jahr befragt.

Jörg Stölben, Olaf Wagner, Uwe Schüller, Friedhelm Rach und Helmut Meeth (v.l.) bei der Vorstellung. Foto: FSV Salmrohr

Uwe Schüller (dritter v. l.) erwartet eine ereignisereiche Rückrunde. (Foto: FSV Salmrohr)

5Vier: Die Vorbereitungszeit war diesen Winter lang. Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie in den zurückliegenden Wochen gesammelt haben?

Uwe Schüller: Diese außergewöhnlich lange, sechswöchige Vorbereitungsphase war speziell zu Beginn maßgeblich geprägt und beeinflusst von den Ereignissen und den möglichen Konsequenzen rund um den Rücktritt unseres ehemaligen Präsidenten, Helmuth Meeth.

Die wesentliche Erkenntnis dabei aus meiner Sicht: Der Verein FSV Salmrohr ist trotz einer momentan schwierigen Situation auf einem guten Weg. Der Verein erkennt seine Chance zur Neustrukturierung, entwickelt eine neue Philosophie und alle packen mit an. Die Mannschaft ist noch enger zusammengerückt, sie lebt und ist INTAKT! Das ist ein Verdienst aller Beteiligten!

Frank Meeth: Die wichtigste Erkenntnis ist, dass meine Mannschaft einen einwandfreien Charakter hat, gut ausgebildete Fussballer hat und hochmotiviert ist. Leider hatte fast jeder einmal muskuläre Probleme oder einen grippalen Infekt. Deshalb war es von Vorteil, dass wir so früh mit dem Training begonnen hatten. So konnte sich jeder an das gesteigerte Pensum gewöhnen. Diejenigen Spieler, die mindestens 80% der Einheiten mitgemacht haben, sind körperlich für die Oberliga gerüstet.

 

5Vier: Welche Spieler aus ihren Reihen haben Sie in der Vorbereitung besonders positiv überrascht?

Uwe Schüller: Bedingt durch die Umstrukturierung und Konsolidierung des Vereins und die sich daraus ergebenden Spieler-Abgänge sowie den verletzungsbedingten Ausfall von Christian Schroeder und Tim Hartmann (GUTE BESSERUNG, JUNGS!) fehlen uns im aktuellen Mannschaftskader sowohl in der Breite als insbesondere in der Offensive mögliche und wichtige Alternativen. Insgesamt betrachtet könnte sich der relativ begrenzte Kader mit nur 15 gesunden und momentan einsetzbaren Spielern mittelfristig als ein Problem herausstellen. Hier hoffen wir natürlich, dass wir entgegen der riesigen Probleme der Hinrunde von dieser außergewöhnlichen Verletzungsmisere verschont und alle Spieler gesund und einsatzfähig bleiben.

Spieler wie Matondo Makiadi und auch Sebastian Schäfer, die in der Hinrunde aufgrund der enormen Leistungsbreite und –dichte des Kaders weniger Einsatzzeiten hatten, haben in der Vorbereitung bisher überzeugt und sich enorm weiterentwickelt. Ebenso positiv zu erwähnen ist sicherlich auch die Entwicklung unserer Nachwuchsspieler aus dem Kader der A-Jugend. Mit Dominik Kinscher steht bereits heute ein sehr talentierter und entwicklungsfähiger Spieler im Oberligakader, weitere konnten wir in der Vorbereitungsphase integrieren. Hiermit dokumentieren wir auch einen wesentlichen Baustein einer zukunftsorientierten Strategie des Vereins.

Frank Meeth: Da möchte ich keinen Spieler herausheben. Ein Gewinner der Vorbeitung könnte allerdings Marc Willems sein. Marc hat in der Vergangenheit nur wenig Einsatzzeiten erhalten, ist aber torgefährlich und wird deshalb am Samstag in Neunkirchen in der Startformation stehen.

 

Frank Meeth

Den Klassenerhalt als Ziel: SVM-Trainer Frank Meeth

5Vier: Wie wichtig ist in Anbetracht der ersten Gegner der Start in die Rückrunde? Welche Mannschaften in der Oberliga haben sich Ihrer Meinung nach besonders gut im Winter verstärkt?

Uwe Schüller: Natürlich wünschen wir uns alle im Verein einen möglichst erfolgreichen Start in die Rückrunde. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, wie wichtig und bestimmend ein positiver Start in die Rückrunde sein kann. Aber – auch für uns beginnt es wieder von Null – die Ergebnisse und Leistungen der Hinrunde sind Vergangenheit und spielen heute keine Rolle mehr. Natürlich werden wir alles versuchen, mit einem Erfolg und einer guten, selbstbewussten Leistung eine positive Grundstimmung zu erzeugen und eine gute Basis für den weiteren Verlauf der Rückrunde zu legen.

Nach meinen Informationen haben sich alle „Meisterschaftskandidaten“, Hauenstein, Pirmasens und insbesondere Borussia Neunkirchen, mit teilweise namhaften Spielern verstärkt. Diese Möglichkeiten hatten wir nicht! Das ist für uns jedoch kein Grund zum „Bangemachen“ – eher im Gegenteil: Hieraus sollten wir weitere Motivation schöpfen. Nicht die besten Spieler, sondern die „beste Mannschaft“ wird am Ende erfolgreich sein. Daran arbeiten wir ALLE intensiv und mit voller Begeisterung.

Frank Meeth: Wir sind zum Start Gast bei der momentan vielleicht besten Mannschaft der Oberliga in Neunkirchen. Sie haben sich mit Felix Dausend (Elversberg) und Leotrim Gashi (Saarbrücken II) namhaft verstärkt. Eine gute Leistung, egal mit welchem Ergebnis, wäre sehr wichtig für uns. Im anschließenden Heimspiel gegen Burgbrohl haben wir dann schon das erste Endspiel um den Klassenerhalt.

Von unseren direkten Konkurrenten im Tabellenkeller hat sich Röchling Völklingen mit gleich fünf neuen Spielern verstärkt (unter anderem mit Pascal Steletta, der insgesamt 170 Regionalliga- und Oberligaspiele vorweisen kann). Saarbrücken II hat wiederum vier Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft erhalten.

 

5Vier: Ein Blick über Ihren Klub hinaus: Was trauen sie dem anderen Verein aus der Region, dem SV Mehring bzw. dem FSV Salmrohr, in der Rückrunde zu?

Maikiadi erzielte die Führung - Foto: Andreas Gniffke

Ein Gewinner der Vorbereitung: Salmrohrs Matondo Makiadi (Foto: Andreas Gniffke)

Uwe Schüller: Der SV Mehríng steht meiner Meinung nach vor einer schweren, aber auch lösbaren Aufgabe. Nach dem Umbruch und der Übernahme der sportlichen Leitung durch meinen langjährigen Trainerkollegen, Frank Meeth, wird man in Mehring auf einen erfolgreichen Rückrundenstart, eine weitere positive Heimbilanz und notwendige Auswärtspunkte hoffen. Der Start ist mit dem Auftaktspiel gegen Borussia Neunkirchen sicherlich nicht leicht – aber nicht nur aus Eigennutz wünsche ich Ihnen eine faustdicke „Überraschung“. Richtungsweisend könnte das dann folgende Heimspiel gegen Burgbrohl werden.

Die Mannschaft besitzt die Qualität, die neue sportliche Führung arbeitet „detailversessen“ und motiviert! Ich persönlich würde mich über eine erfolgreiche Rückrunde und den Klassenerhalt sowohl für den Verein als auch für Frank sehr freuen. Ein „regionales“ Oberligaderby, brisant, mit vielen Zuschauern, mit dann erfolgreicheren Ergebnissen für uns, wäre doch für alle Beteiligte interessanter als ein weiteres „normales“ Oberligaspiel! Also – von meiner Seite viel Glück!

Frank Meeth: Viele Experten waren der Meinung, dass Salmrohr nach dem Rückzug von meinem Cousin Helmut Meeth als erster Vorsitzender Probleme bekommt. Ich war allerdings von Anfang an der Meinung, dass Salmrohr auch in Zukunft eine gute Rolle in der Oberliga spielen wird. In Salmrohr gibt es genügend Leute denen der Verein sehr viel bedeutet und alles dafür getan haben, dass fast alle Spieler in Salmrohr geblieben sind. Ob es allerdings für den Austieg reicht, bleibt abzuwarten. Ich wünsche meinen Trainerfreunden Uwe Schüller und Jörg Stölben ausnahmslos Siege, denn wir haben ja schon zwei Mal gegen Salmrohr gespielt.

 

5Vier: Welche Schlagzeile über Ihre Mannschaft würden Sie gerne am Ende der Saison lesen?

Uwe Schüller: Hier könnte ich mir folgendes vorstellen: „Nach einer von vielen Verletzungen geprägten Hinrunde, Unruhe durch einen Trainerwechsel, trotz vielfältiger Probleme bedingt durch die Neukonsolidierung des Vereins zur Winterpause ist es der Mannschaft und der verantwortlichen sportlichen Leitung schlussendlich gelungen, die sportlichen Ziele zu erreichen.

Weiterhin gibt der Verein bekannt, dass bereits seit mehreren Wochen die Zustimmung des überwiegenden Teiles des Spielerkaders für die kommende Saison vorliegt. Gespräche mit sehr interessanten Spielern aus der näheren Umgebung und weiteren möglichen Neuzugängen stehen kurz vor einem erfolgreichen Abschluss!“

Das wäre ein Hammer!

Frank Meeth: Kurz und knapp: „Mehring schafft den Klassenerhalt!“

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Kommentare (8)

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  1. @ Oberligakenner: Der Inhalt Deines obigen Beitrages bzgl. Spielfeldvorgabe unserer OL Rheinland-Pfalz/Saar stimmt so nicht.
    Maßgeblich für unsere Spielklasse sind die „Durchführungsbestimmungen für die Spiele der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar“ sowie die „Spielordnung des Fußball-Regional-Verbandes Südwest“. Dort ist ganz klar festgelegt, daß ein Kunstrasenfeld als „Erstplatzanlage“ ausreicht. Dieser Kunstrasen muß allerdings eine klar definierte DIN-Norm erfüllen.
    Guckst Du hier:
    http://www.frv-suedwest.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/PDF-Dateien/Durchfuehrungsbestimmungen_HerrenOL20132014_Stand_12062013.pdf
    und dort:
    http://www.frv-suedwest.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/PDF-Dateien/Spielordnung_NEU.pdf

    Sportliche Grüße 🙂

  2. wurstulli sagt:

    Zu .
    @ erstaunter. Du kennst dich gut aus 🙂 der FSV kann sich ja kein Rasenplatz mehr leisten. Schau ma mal wie es nächstes Jahr in Mehring aussieht in Salmrohr weicht man ja nur wegen den Maulwürfen auf den Kunstrasen aus!

    @ Oberliga Kenner du bist auch ein Kenner 🙂 ja in Mehring ruft man Oh leitete her un die Leute kommen, aber nicht weil sie schlafen sondern weil sie zuversichtlich in die Zukunft schauen können.

    Und bei Euch bastelt man an einer SG ? Stimmt das?
    Na es muss ja weiter gehn egal wenn es das Nachbardorf ist wo man ruft ,, Fix un Fierdisch “

  3. Oberligakenner sagt:

    @erstaunter
    Bin total erstaunt, anscheinend ist Wurstulli wirklich in der Versenkung verschwunden. Übrigens das Thema mit dem Platz in Mehring, der nicht würdig ist den Begriff „Kunstrasen“ zu tragen, hat sich dann auch von selbst erledigt. Laut DFB-Statuten darf ein Aufsteiger mit Sondergenehmigung max. 2 Jahre in der Oberliga kicken, hiernach muß auf Naturrasen gespielt werden. Also Rheinlandliga oder nächste Saison auf den Rasen vom 1. Vorsitzenden in seinen Heimatort nach Longuich ausweichen. Am Aschermittwoch ist (fast) alles vorbei.

  4. erstaunter sagt:

    @oberligakenner
    besser kann man es nicht beschreiben!
    @wurstulli
    schlaf weiter und träume weiter!

  5. Oberligakenner sagt:

    Oh Leither, der Wurstulli ist doch nicht in der Versenkung verschwunden, ja er lebt noch! Der Rückrundenstart bei seinem SV Mehring läßt uns alle mehr als erstaunen. Anscheinend sind die Moselaner heute im Ellenfeld auch nicht richtig wach gewesen. 5:0 Packung, mit Abstand die Schießbude der Liga, das Retortenbaby der Oberliga ist ins Wachkoma gefallen. Und ich behaupte, daß wird nicht mehr aufwachen. Oh Leither, dann wird der Umzug am Dienstag wohl zum letzten Geleit für den todkranken Patienten.

  6. wurstulli sagt:

    @erstaunter
    hallo auf gehts…. alaf ..helau… die fünfte Jahreszeit hat begonnen und der Liga Start… wir rufen … oh leit her ..!!! Un alle sind wieder da.. wir sind hell wach und schlafen nicht!
    P.S seit ihr schon wach?
    Wünsche einen erstaunten Rückrunden Start

  7. erstaunter sagt:

    @kenner
    warte auch seit Wochen auf seine fundierten und cleveren Analysen…und auf die von Ihm vorrausgesagten „Kracher“ als Neuzgänge des SV Mehring! Weder noch…!Stimmt es eigentlich, das Mehring im Falle des Klassenerhalts, nächste Saison für die Oberliga keine Genehmigung mehr für Ihren „Kunstrasen“ erhalten und zu einem Nachbarverein ausweichen müssen um dort hre „Heimspiele“ auszutragen??

  8. Kenner sagt:

    Hallo Freunde von 5vier.de. Die Rückrunde in der Oberliga geht wieder los. Ich hab seit Wochen nichts mehr Wurstulli gehört bzw. gelesen. Sein SV Mehring hat doch mit den super Ergebnissen in der Vorbereitung für positive Schlagzeilen gesorgt. Jedoch Nullregung vom kolportierenden Wurstulli. Schon eigenartig. Oder ist er vielleicht zum Lokalrivalen Salmrohr übergewechselt?

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