Oberliga: Kassenschlager in Mehring – Salmrohr kommt

Am Wochenende startet die Oberliga Südwest in die Saison 2012/13. Dabei kommt es im ersten Spiel (Samstag, 17.00 Uhr)zu einem echten Kracher: Der Aufsteiger SV Mehring trifft auf der heimischen Lay auf den FSV Salmrohr. Das Duell ist nicht nur wegen der räumlichen Nähe brisant, viele Akteure haben eine Vergangenheit bei dem jeweiligen Kontrahenten.

Der SV Mehring hofft auf volle Ränge - Foto: A.Gniffke

Der SV Mehring ist gerüstet. Am Samstag dürfte die Sportanlage im Winzerörtchen Mehring aus allen Nähten platzen. Zwischen 500-1000 Zuschauer könnten möglich sein, vielleicht wird sogar die Topkulisse aus der letzten Rheinlandpokalrunde gegen Eintracht Trier getoppt. Dass die Mehringer auf einen breiten Zuschauerstamm vertrauen können, sah man schon beim Entscheidungsspiel gegen die Sportfreunde aus Eisbachtal, als mehrere Busse mit blau-weißen Anhängern anreisten. Seit dem Triumph von Polch ist die Euphorie an der Mosel ungebrochen. Die Vorfreude spürt man auch bei den Spielern: „Wir freuen uns auf die Oberliga. Wir wissen, dass es hart wird, aber jeder einzelne ist bereit sich mit der Konkurrenz zu messen“, gibt Trainer Michael Schmitt zu Protokoll.

Mehrings Trainer Michael Schmitt freut sich auf die Oberliga - Foto: A.Gniffke

Der Aufstiegstrainer konnte seine Mannschaft fast komplett zusammenhalten, im Vergleich zur Rheinlandligasaison dürfte es nur wenige Änderungen in der Startelf geben. Vertrauen kann er dabei auf seine starke Offensivabteilung. Hier wirbelten im letzten Jahr Achmed Boussi und Michael Fleck die Gegner reihenweise schwindelig. „Wir sind in der Außenseiterrolle, der FSV ist stark besetzt. Aber wir werden trotzdem versuchen aggressiv dagegenzuhalten und schnell Zugriff zum Spiel zu bekommen“, sagte der Mehringer Coach gegenüber 5vier. Spezielle Aufmerksamkeit zollt Schmitt Dino Toppmöller, dem letztjährigen Toptorjäger der Salmtaler. „Salmrohr ist aber auch als Kollektiv stark!“

Sowohl für den Übungsleiter Martin Schmitt, als auch für Stürmer Michael Fleck ist das Spiel gegen den FSV Salmrohr etwas Besonderes. Schmitt machte sich in den 90ern im Salmtal einen Namen, der 2-Meter-Hüne war über Jahre eine nur schwer zu überwindende Barriere in der FSV-Abwehr. Auch heute besteht noch eine Verbindung, Schmitts Sohn kickt in der D-Jugend des FSV. „Ich habe sehr positive Erinnerungen an Salmrohr. Für den Verein ist dieses Spiel natürlich ein positiver Effekt. Für mich als Trainer hat dieses Spiel aber keinen anderen Reiz als ein anderes Ligaspiel.“ Flecks Gastspiel beim FSV ist weniger lange her. Von 2006 -2007 spielte er in der Oberliga-Saison beim FSV, wechselte kurz danach aber nach Grevenmacher. Ob er jedoch spielen kann, wird sich nach einer Zahnoperation erst kurzfristig entscheiden.

Der FSV Salmrohr und der TuS Koblenz trennten sich 1:3 - Foto: A.Heinen

Anders ist die Lage im Salmtal. Dort hat man in der Sommerpause gezielt am Kader gebastelt und verbesserte ihn sowohl qualitativ als auch quantitativ. Namhafte Neuzugänge wie Gustav Schulz, Sebastian Grub, Robin Mertinitz und Daniel Petersch sprechen eine deutliche Sprache über die Ambitionen des FSV. Die Generalprobe ging am Sonntag gegen den TuS Koblenz zwar verloren (5vier berichtete), jedoch ließ sich auf die Leistung gegen die klassenhöheren Koblenzer durchaus aufbauen. Lange hielt man gegen den Regionalligisten ordentlich mit, man erspielte sich sogar ein leichtes Chancenplus. Gerätselt werden darf indes über die Startaufstellung des FSV. Zum einen dürfte der neuen Trainer Patrick Klyk eine andere Spielweise als sein Vorgänger Robert Jung favorisieren, auch hat Klyk durch den großen Kader auf jeder Position Alternativen. Gesetzt sein dürften Routinier Dino Toppmöller, Gustav Schulz, Matondo Makiadi, Alexander Adrian und Torhüter Sebastian Grub. „Das ist aber ein Problem, dass man gerne hat“, merkte FSV-Verantwortlicher Friedhelm Rach an. In der letzten Saison wäre er um eine große Personaldecke froh gewesen. Eine Verletzungsmisere schwächte die FSV über Monate, das soll sich mit dem breiteren Kader nun ändern.

„Wir sind in der Favoritenrolle und nehmen diese auch an, es wird aber trotzdem kein leichtes Spiel“, gibt sich Rach selbstbewusst. In Mehring rechnet man bei gutem Wetter mit bis zu 1000 Besuchern, was die Aufgabe für den FSV nicht leichter macht. „Als erstes wollen wir versuchen das Spiel zu machen!“ Mehring erwartet Friedhelm Rach in einer lauernden Konterstellung, über die Stärke der Offensivabteilung ist er sich auch im Klaren. Personell kann Salmrohr aus dem Vollen schöpfen, ein spannendes Fußballfest ist garantiert!

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