Oberliga: Knappe Niederlage für SVEII / Salmrohr patzt in Hauenstein

Doppelte Niederlage für die Teams der Region: Im Heimspiel gegen Arminia Ludwigshafen verlor die U23 von Eintracht Trier mit 2:3. Obwohl man sich nach dem 0:3 bis auf zwei Tore rankämpfte, schafften es die Trierer nicht, das Spiel für sich zu entscheiden. Der FSV Salmrohr trat in der Pfalz beim Oberliga-Urgestein SC Hauenstein an. Nachdem es im letzten Spiel gegen Mechtersheim mit 5:0 ein echtes Schützenfest gab, mussten sich die Salmtaler mit 1:0 geschlagen geben.

Es war wie so oft: Schnell mussten die U23-Kicker der Eintracht einem Rückstand hinterherlaufen. Hatten die 05er anfangs noch Glück, als Michael Petry in der neunten Minute am linken Pfosten scheiterte, so machte es der erfahrene Petry kurz darauf besser. Einen Freistoß von Tim Amberger nutzte der großgewachsene Stürmer per Kopf, wieder einmal waren alle guten Vorsätze der Trierer über den Haufen geworfen (15.). Der Trainer der Eintracht, Christian Mergens, haderte mit dem Unparteiischen Max Towae: „Das 0:1 war in meinen Augen Abseits! Kurz davor wurde bei uns Christoph Anton auch wegen einer angeblichen Abseitsposition zurückgepfiffen. Im Gegenzug fiel das Tor für Ludwigshafen.“ In der Tat: Antons Abseitsposition war fraglich, er hätte ansonsten alleine vor dem Gästetor gestanden.

Wieder ein schneller Rückstand für Trier II

Der schnelle Schock wirkte nach: Obwohl mit Asma, Hollmann, Mvondo, Knartz, Dingels und Bachl-Staudinger gleich sechs Spieler aus dem Profikader mitspielten, fanden die Moselstädter kaum ins Spiel. Zu behäbig agierte man im Mittelfeld, die Arminen kauften den Trierer früh den Schneid ab und gewannen die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld. Die Chemiestädter erspielten sich weitere Chancen. Der gute Trierer Torwart Philipp Basquit verhinderte einen höheren Rückstand, als Tim Amberger alleine nach einem tollen Sololauf vor seinem Kasten auftauchte. Der einzige Lichtblick im Trierer Spiel: Holger Knartz aus dem Profikader, der mit guten Aktionen auf der linken Seite überzeugen konnte und in der 33. Minute die einzige zwingende Torchance der Trierer nach tollem Zuspiel von Max Bachl-Staudinger vergab.

Nach der Halbzeitpause folgte der schnelle Doppelschlag der Gäste: Zuerst erhöhte Tim Amberger nach Fehler von Max Bachl-Staudinger auf 0:2 (54.). Nur wenige Minuten später zeigte der schwache Schiedsrichter überraschend auf den Punkt, weil er einen elfmeterwürdigen Rempler von Bachl-Staudiger gegen Markus Schmitt sah. Eine zweifelhafte Entscheidung. Gästekapitän Jens Leithmann ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte souverän zum 0:3.

Hollmann feierte Comeback

Mit dem 0:3 war auch der Arbeitstag von Torge Hollmann beendet. Nach einer dreimonatigen Leidenszeit absolvierte der Abwehrchef und Kapitän der ersten Mannschaft seinen ersten Einsatz unter Profibedingungen. Die lang ersehnte Rückkehr in den

SVEII-Ludwigsafen, Torge Hollmann

Endlich wieder an Bord: Torge Hollmann - Foto: Peter Schmitt

Trainingsbetrieb der Profimannschaft erfolgte in der letzten Woche, in der Oberliga sollte er Spielpraxis sammeln und bot sich an. „Ich hatte heute ein gutes Gefühl und keine Schmerzen. Das einzige, was schmerzt ist, dass ich beim Stand von 0:3 ausgewechselt wurde“, zeigte sich Hollmann zwar froh über sein Comeback , aber gleichzeitig etwas enttäuscht über den Spielstand. Die Rückkehr des Capitano geht zunächst in schleichenden Schritten voran. „Gegen Mehring werde ich nochmal pausieren müssen, der Kunstrasen ist zu gefährlich.“

Wieder „Finale Furioso“ im Moselstadion

Der deutliche 0:3-Rucksack warf die Reserve gleichzeitig nicht um. Wie schon so oft zeigten die jungen Trierer auch gegen Ludwigshafen nach einem Rückstand große Moral. Die Arminia schaltete sichtlich einen Gang zurück, die Eintracht nutzte dies und kam gegen Ende zu einigen guten Chancen. Der Luxemburger Pit Hess traf in der 78. Minute nur den Pfosten, den Nachschuss vergab Aktivposten Holger Knartz. Nach einem Torwartfehler fiel sogar der Anschlusstreffer für die Moselstädter: Ein Freistoß von Tim Hartmann wurde länger und länger. Gästekeeper Peter Klug streckte sich, doch das Leder rutschte ihm durch die Finger (83.). Kurz vor Toresschluss verkürzte David Thieser nach Ecke von Tim Hartmann noch auf 2:3, doch die Uhr tickte unbeeindruckt weiter runter. Die große Wende sollte der Eintracht nicht mehr gelingen.

SVEII-Ludwigshafen, Tolgay Asma

Tolgy Asmas Freistöße brachten nichts ein - Foto: Peter Schmitt

Benachteiligt sah sich Christian Mergens nach dem Spiel: „ Es gab drei fragwürdige Entscheidungen, die auch spielentscheidend waren: Das 0:1 war Abseits, dem zweitem Gegentor ging ein Foulspiel voraus, der Elfmeter war auch fraglich“, schimpfte er. Obwohl der Trainer enttäuscht von der Schiedsrichterleistung war, gratulierte er Ludwigshafen zu einer guten Leistung. „Die haben absolut verdient gewonnen. Darüber müssen wir nicht diskutieren.“

Durch die Siege von Mechtersheim und Saarbrücken II rutschte die U23 wieder auf den letzten Tabellenplatz. Nächsten Sonntag muss die „Zwote“ beim Überraschungsteam und Tabellenzweiten Gonsenheim antreten. Trainiert wird der Mainzer Stadtteilclub von Ex-Eintrachtler Aydin Ay. 5vier wird live vor Ort sein und berichten.

Statistik

Eintracht Trier II: Basquit – Dingels, Thieser, Hollmann (60. Schütz), Hess – René Mohsmann, Bachl-Staudinger (74. Aliu)– Mvondo (63. Hartmann), Asma, Knartz – Anton.

FC Arminia 03 LU: Klug – Tauche, Rillig, Burkhard, Cuc – Luber, Leithmann – Müller (84. Lindenau), Schmitt (90. Leideck), Amberger (82. Allen)– Petry.

Zuschauer: 123.

Schiedrichter: Max Towae.

 

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Salmrohr: Niederlage in der Pfalz

Mit 1:0 musste sich der FSV Salmrohr beim SC Hauenstein geschlagen geben. Vor dem Spiel plagten Trainer Robert Jung Verletzungssorgen: Daniel Schraps und Andreas Hesslein waren beide angeschlagen und mussten auf der Bank Platz nehmen, Johannes Kühne begann wie schon in der Vorwoche im Mittelfeld. Julian Hohns fehlte ganz.

Hauenstein begann offensiv, Salmrohr fiel es schwer dagegenzuhalten. Dies zwang Trainer Jung zu einer Entscheidung, die ungeplant war. Um die Abwehr zu stabilisieren, brachte er die angeschlagenen Hesslein und Schraps. Seine Rechnung ging auf: Fortan war der FSV gleichwertig. Mehrmals hatten die Salmtaler die Chance zur Führung, Toppmöller und Bauer scheiterte nur knapp an Torwart Ronny Fahr. Doch mitten in die Salmrohrer Angriffsbemühungen folgte der Tiefschlag: Nach einer Flanke von links kam Patrick Bechtel ungedeckt an den Ball und musste nur noch einnicken (61.). Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Toptorjäger Dino Toppmöller, der verletzt ausgewechselt wurde. Mit dem 1:0 Endstand traten die Salmtaler den Heimweg an.

Dino Toppmöller fällt im Rheinlandpokal aus

Bevor es in der Oberliga gegen Wirges weitergeht, steht am Mittwoch der Rheinlandpokal bevor. Mit dem SV Morbach steht ein echtes Derby an. Trainer Robert Jung machte sich eigens ein Bild der Morbacher beim Auswärtserfolg in Mehring und erwartet ein enges Spiel. „Morbach hat absolut verdient gewonnen“, resümierte Jung. Mit Sorgen blickt der Trainer auf seine Verletztenliste: „Dino Toppmöller wird sicher ausfallen. Das Verletzungspech trifft uns hart, wir haben zum Teil nur 13 bis 14 Spieler im Training.“ Anstoß der Pokalbegegnung ist um 19:30 Uhr in Morbach.

Statistik

FSV Salmrohr: Kieren – Förg,Meschak( 36.Hesslein),Köhler (Schraps), Fischer – Kühne, Adrian – Makiadi, Adams, Bauer (75.Souza) – Toppmöller.

Tor: 1:0 (61.) Bechtel.

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