Ludwigshafen glänzt gegen Salmrohr durch Effektivität

Salmrohr verliert gegen Ludwigshafen mit 0:1

Von Stephen Weber

Der FSV Salmrohr unterlag am Samstagmittag gegen den FC Arminia Ludwigshafen mit 0:1 (0:1). FSV-Abwehrspieler Fabio Fuhs flog nach 33 Minuten aufgrund eines Handspieles im eigenen Strafraum vom Platz. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Ludwigshafen zum Treffer des Tages.

FSV Salmrohr

Alexander Adrian im Zweikampf (Foto: Sebastian Schwarz)

Nach dem Schützenfestival zwischen Ludwigshafen und Mehring am vergangenen Wochenende trat die Arminia an diesem Samstag abermals in der Region beim FSV Salmrohr an. Und ebenfalls wie am vergangenen Wochenende präsentierte sich die Ludwigshafener Abwehr zunächst äußerst löchrig. Ein brüchiger Spielaufbau und Stellungsfehler bei den Gästen führten immer wieder zu aussichtsreichen Situationen für die Salmrohrer, die jedoch allesamt in der Anfangsphase ungenutzt blieben.

Rote Karte und Elfmeter

Auf der anderen Seite sorgte der FCA lediglich durch einen Schuss von Janosch Diemer kurzzeitig für Gefahr (10.). Vielmehr war es der FSV, der von Anfang an den Takt vorgab und nach einer Flanke von Mathias Fischer seine beste Möglichkeit in der ersten Halbzeit verbuchen durfte. Doch der anschließende Kopfball von Fabio Fuhs konnte von Ludwigshafen mit größter Mühe auf der Linie geklärt werden (24.). Danach stabilisierte sich allerdings die Defensivreihe des FCA und die Hausherren hatten in der Folge erkennbare Probleme, einen konstruktiven Spielaufbau zu erzeugen. FCA-Trainer Thomas Fichtner befand nach Spielende: „Dass es heute eine schwere Aufgabe werden wird, das wussten wir. Meine Mannschaft hat aber auch die ganze Zeit an sich geglaubt und Moral bewiesen, weshalb ich ihnen ein Lob aussprechen muss. Der Sieg heute wird uns guttun, auch wenn wir wissen, dass wir schwer in das Spiel hinein gefunden haben und nur wegen eines Elfmeters in Führung gingen.“

In der 32. Minute folgte nämlich der große Kanonendonner der ersten Spielhälfte. Diemer düpierte mit einem schnellen Dribbling Daniel Braun, flankte in den Sechzehner des FSV, in dem Kai Müller den Ball in Richtung Tor grätschte. Doch ehe das Spielgerät von Schlussmann Sebastian Grub gesichert werden konnte, lenkte es Tim Amberger mit der Hacke am Keeper vorbei und Abwehrspieler Fuhs versuchte das Tor regelwidrig mit der Hand zu verhindern. Schiedsrichter Manuel Reichardt entschied auf Strafstoß für die Gäste und rote Karte für Fuhs. Den folgenden Elfmeter verwandelte Steffen Burkhard abgeklärt zum 1:0 seiner Mannschaft (35.). Auf die überraschende Führung wussten die dezimierten Salmrohrer vor der Halbzeitpause keine Antwort mehr zu geben.

Nur der Pfosten stand im Weg

FSV Salmrohr Klyk

FSV-Coach Patrick Klyk verfolgt das Duell seiner Farben (Foto: Sebastian Schwarz)

Nach dem Seitenwechsel war Salmrohr trotz Unterzahl über die verbleibenden 45 Minuten die spielbestimmende Mannschaft – ohne jedoch dabei viele zwingende Torchancen zu generieren. Der Kontrahent aus Ludwigshafen beschränkte sich im zweiten Spielabschnitt ausschließlich auf die Defensivarbeit, was ihnen durch geschicktes Verschieben und dem Engmachen der Räume ordentlich gelang. Im Konterspiel hingegen konnte die Arminia trotz personeller Überlegenheit kein einzige Tormöglichkeit mehr heraufbeschwören. Obschon der fehlenden Ausbeute war FSV-Coach Patrick Klyk zufrieden mit dem Einsatzwillen seines Ensembles: „Wenn Ludwigshafen heute vier Stück kassiert, können sie sich eigentlich auch nicht beschweren. Aber es ist beim Fußball nun mal so, dass die Tore entscheiden und da haben wir heute zu wenig gemacht. Man hat aber trotzdem gesehen, dass wir wie eine Spitzenmannschaft auftreten. Was wir in Unterzahl für einen Druck ausgeübt haben, das war echt stark.“

Mehrmals suchte der FSV sein Heil in Fernschüssen, von denen jedoch keiner ein Schlupfloch im gegnerischen Defensivbollwerk fand. Dann die große Gelegenheit zum Einstand: Der eingewechselte Sebastian Schäfer spielte einen feinen Doppelpass mit Mitspieler Daniel Petersch und kam unbedrängt im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss. Doch sein Schuss touchierte bloß den Torpfosten (78.). Es sollte die letzte nennenswerte Aktion für Salmrohr in einem kräfteraubenden Spiel bleiben, in dem sie mit einem Mann weniger trotz Feldvorteil gegen ein Ludwigshafener Mannschaft verloren, die an diesem Mittag durch Effektivität glänzen konnte.

Statistik:

FSV Salmrohr: Grub – Petersch, Braun, Fuhs, Fischer – Adrian, Schraps – Bidon (60. Bauer), Mertinitz, Schroeder (74. Schäfer) – Adiguezel

Tore: 0:1 Steffen Burkhard (Handelfmeter, 35.)

Schiedsrichter: Manuel Reichardt
Zuschauer: 280

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Kommentare (7)

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  1. für den Fetisch-Pitter sagt:

    0:3 in Mechtersheim beim Angstgegner. Viele Chancen perfekt herausgespielt und 3 Goals gemacht. Souveräner Schiedsrichter und brandgefährliche Stürmer. Jetzt schon 7 Punkte und wieder oben dran. Qualität setzt sich durch, so wie im richtigen Leben.

  2. fan10 sagt:

    Glückwunsch an den sv Mehring-es war kein besonders gutes spiel.hauptsache ist das die drei punkte auf mehringer seite stehen.carsten cordier ,Johannes Dieterich u chrietofh Eifel hielten die abwehr über die gesamte Spielzeit super zusammen u dicht.carsten cordier spielte hervorragend in der abwehrreihe.super jungs-macht weiter so.mehring-neunkirchen-2-0.

  3. @für die pitter sagt:

    Das Spiel einfach mal nüchtern betrachten…… Schiedsrichter hier, Schiedsrichter da! Stürmer hin oder her. Viele Chancen gehabt keins gemacht, aus die Maus!
    5 punkte hinten dran feddisch

  4. für die pitter sagt:

    Eine Frage sei an den ersten Pitter gerichtet: was ist denn ein bisschen gesunder fachlicher Fußballverstand??? Das verstehe ich überhaupt nicht. Pitter 2 wird sich noch wundern, wieviele Tore der „neue“ Salmrohrer Mittelstürmer in dieser Saison noch erzielen wird.
    Konstruktive Kritik ist in diesem Forum sicherlich gerne gesehen, nur mit diesen verbalen und teilweise unqualifizierten Äußerungen sollte man sich zurückhalten. Oberligafußball ist kein Kaffeekränzchen.

  5. Pitter sagt:

    Klar, Ludwigshafen hat drei Punkte mitgenommen. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie auch mit Elf gegen Zehn nur verteidigt haben, nur verteidigen konnten. Wenn Ludwigshafen weiter so spielt, werden die nicht mehr viele Punkte in der Liga holen können.
    Und neue Salmrohrer „Mittelstürmer“ war in dem Spiel ein Witz. Warum der nicht ausgewechselt wurde, ist sicher allen ausser dem Trainer ein Rätdel.

  6. @pitter sagt:

    Die haben doch einen Mittelstürmer verpflichtet!!

    Fakt ist, das Ludwigshafen 3 punkte mit Heim geholt hat und Salmrohr keins! Also ehrlich ein bisschen gesunder fachlicher Fußballverstand würde der Runde gut tun!

  7. Pitter sagt:

    Einfach unglaublich, wie diese Mannschaft letzte Woche in Mehring vier Tore geschossen haben soll. Die haben auch mit Elf gegen Zehn nur verteidigt, waren nicht in der Lage auch nur einen einzigen Konter zu spielen und haben sich ansonsten als „sterbende Schwäne“ aufs Zeitschinden verlegt. Was Salmrohr fehlt, ist ein richtiger Mittelstürmer.

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