Oberliga: Mehring sucht das Gespräch mit Toppmöller

Gehen Toppmöller und Mehring getrennte Wege? - Weitere Abgänge zeichnen sich ab

Von Stephen Weber

Der SV Mehring baut im Winter kräftig um. Während durch Carsten Cordier bereits der erste Abschied feststeht, bahnen sich weitere Abgänge an. Gleichwohl möchte die Unruhe im Umfeld des Vereins um Trainer Dino Toppmöller nicht verebben. Deshalb sucht der Vorstand nun das Gespräch mit dem Coach.

Zuschauer SV Mehring

Personelle Bauarbeiten auf der Lay (Foto: Stephen Weber)

Dass Winterpause nicht gleichbedeutend mit Winterschlaf ist, verdeutlichen die gegenwärtigen Aktivitäten beim SV Mehring. Nachdem Abwehrspieler Carsten Cordier vor zwei Wochen die Freigabe erhielt, den Verein in der spielfreien Zeit verlassen zu dürfen, zeichnen sich weitere Abgänge ab. Vorstandsvorsitzender Günter Schlag dazu: „Wir sind derzeit in Verhandlungen und arbeiten am Kader für die Rückrunde. Es werden wohl noch eins, zwei weitere Spieler gehen.“

Neben Cordier wollen auch Jason Pütz, Alexander Wagner und Torhüter Martin Leineweber dem Klub von der Lay Lebewohl sagen. Pütz zieht es aller Voraussicht zur DJK St. Matthias Trier, während Leineweber nach einem halben Jahr in Mehring zur SG Osburg zurückkehren möchte. Ob sie den Verein verlassen können, hängt allerdings von vielen Faktoren ab, wie Schlag offenlegt: „Wir müssen vorher noch einiges abklären, bevor wir die Abgänge bestätigen können.“

Gespräch mit Toppmöller

Morgen klärt sich, ob Dino Toppmöller auch noch nach der Winterpause Trainer des SV Mehring ist (Foto: Sebastian Schwarz)

Morgen klärt sich, ob Dino Toppmöller auch noch nach der Winterpause Trainer des SV Mehring ist (Foto: Sebastian Schwarz)

Einer dieser Faktoren dürfte das Gespräch am morgigen Mittwoch zwischen Trainer Dino Toppmöller und dem Vorstand des SVM sein. Zuletzt wurden immer wieder Kritiker im Verein laut, die sich unglücklich über die Zusammenarbeit mit dem Spielertrainer äußerten. Schlag wollte jedoch einen Tag vor der Unterredung keine öffentliche Prognose abgeben: „Dino Toppmöller hat bei uns einen Vertrag und ist unser Trainer. Wir werden morgen mit ihm über die Situation sprechen und können dann in den kommenden zwei, drei Tagen eine Entscheidung vermelden.“ Ein Bekenntnis klingt anders.

Mehring schloss die Hinrunde mit 18 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz ab. Mit nur einem Punkt in der Fremde stellt die Mannschaft von der Lay obendrein das schlechteste Auswärtsteam der gesamten Oberliga. Lediglich ihrer Heimstärke ist es zu verdanken, dass den SVM nur zwei Punkte vom rettenden Ufer trennen. Damit das Projekt Klassenerhalt erreicht wird, plant der Klub, weitere Verpflichtungen im Winter zu tätigen. Aber auch bei den angedachten Transfers gilt die Devise: „Erst sprechen wir mit Toppmöller, wie es weitergeht, dann schauen wir nach neuen Spielern“, verrät Schlag.

Stichworte:

Kommentare (21)

Antworten | Trackback URL | RSS

  1. erstaunter sagt:

    @ Realist
    Hallo Realist, mit ist durchaus bewusst wer die Geldgeber in Mehring sind. Schliesslich lassen sie keine Gelegenheit aus sich durch die Presse oder Auftritten zu präsentieren..:-)! Keine Woche vergeht, in der die beiden Namen in Wochenspiegel oder im Volksfreund zu lesen sind! Scheinbar wollen sie sich dadurch ein Denkmal setzen. Aber das ist ein Verein und kein Unternehmen! Und so wie die Verantwortlichen bzw. Geldgeber das Projekt angegangen sind, machen sie ganz sicher zumindest für Menschen mit Herz und Fussballsachverstand so ziemlich alles falsch was man machen kann und springen von einem Fettnäpfchen ins nächste. Dieser Verein ist eine Retorte mit Profilneurose! Und wer tatsächlich glaubt, das Mehring als Dorfverein ( nichts gegen Dorfvereine!) in die Oberliga gehört und dies als Erfolg ansieht, der hat den Knall nicht gehört!Stolz kann man auf Mannschaften sein, die aus eigener Kraft und mit möglichst vielen Eigengewächsen spielen und dadurch auch viele Zuschauer ziehen. Doch dafür müssen sich die Zuschauer mit den Spielern und die Spieler mit dem Verein identifizieren. Mannschaften wie Badem, Schweich oder Föhren machen es vor!Wünsche allen Verantwortlich zukünftig mehr Weitblick und Nachhaltigkeit!Alles Gute!

  2. Realist sagt:

    Bin immer wieder erstaunt über die gute Recherche vom Erstaunten. Jedoch weiß doch mittlerweile jeder, wer hier der Mäzen ist. Mit einem Blick auf die Trikots der 1. Mannschaft und fast allen Jugendmannschaften, sowie Schützenverein und die 7 Bandenwerbungen rund um den katastrophalen Kunstrasenteppich, kann jedes Kind dies erkennen. Viel wichtiger wäre zur Rettung des SVM weniger mit Kohle um sich zu werfen und dafür etwas mehr Fußballsachverstand. Den können auch dieser Herren sich nicht kaufen! Dafür aber Sympathie und Anerkennung, die man nie hatte. Auch mein herzliches Beileid.

  3. erstaunter sagt:

    Mehring hat wohl 2-3 „Gönner“ welche den SV Mehring unbedingt in einer Klasse mit Salmrohr spielen sehen wollen. Dazu kommen angeblich noch eine beachtlich Anzahl an privaten Sponsoren die jeweils einen mittleren 3 stelligen Betrag pro Jahr zahlen um dafür ein Poloshirt zu erhalten und sonstige Annehmlichkeiten.Eigentlich sehr gut aufgestellt der SV Mehring. Allerdings was helfen die besten Zutaten wenn man keinen Koch hat…! Aber was solls….wenn Sie spass daran haben unmengen an Geld für nichts auszugeben, dann sollen Sie halt! Mein Mitleid bei Abstieg hält sich allerdings in Grenzen.

  4. Nico10 sagt:

    Woher hat der SV Mehring eigentlich das viele Geld. Gibt es dort einen großen Mäzen?

    Was machen Sie mit ihrem alten Kunstrasen, wenn Sie für die nächste Saison auf diesem Platz keine Spielgenehmigung bekommen. Wäre wohl mal wichtig, dass vorhandene Geld in einen neuen Platz zu investieren?

  5. kaiser sagt:

    Meeth? hat sich wohl überall angeboten.
    kennt man ja..

  6. erstaunter sagt:

    tja, ein Fussballverein ist halt kein Wirtschaftsunternehmen!
    Und soviel Kohle haben wohl die Verantwortlichen Herren auch nicht um tatsächlich eine „Rolle“ in der Oberliga zu spielen..gesschweige denn noch höher hinaus. wie heisst es so schön:“Hochmut kommt vor dem Fall“…! Und jetzt kommt Frank Meeth als Heilsbringer? Dachte das sollte das Gespann Toppmöller und Bradasch sein? So werden also, bzw. sollen die beiden abserviert werden…! Mehr braucht man wohl von Strategie und Charakter der Verantwortlichen nicht mehr zu sagen. Keine Ahnung aber davon viel…

  7. wurstulli sagt:

    Wünsche Euch einen guten Rutsch ‚ Wurstulli mit großem. W du warst schneller, kann das bestetigen mit dem Frank Meeht habe auch mitbekommen! Scheint zu stimmen

  8. Beobachter sagt:

    was ist denn da in Mehring los.
    Ich habe das Gefühl,diese schwergewichtigen Vorstandsherren wollen
    nur ihre Macht demonstrieren, nach dem Motto: Wir geben das Geld und haben dann auch das Sagen, vielleich hoffen
    sie auch, das man Ihnen mal ein Denkmal setzt.
    Diese Herren sollten ihren Hut nehmen und andere ans Ruder
    lassen, wenn dann auch mit weniger Geld und Abstieg aber
    es wäre wieder Ruhe im Verein. Die Rheinlandliga ist sicher auch die richtige Klasse für den SV Mehring.

  9. Wurstulli sagt:

    Hallo Schweizer, hast mich ja blöd angepisst, geht doch aber anders. Richter wird es nun doch nicht richten, hat Absage gegeben. Nur ein Meeth kanns jetzt noch richten. Fränki Meeth ist arbeitslos und soll das Himmelsfahrtkommando übernommen haben. Trainer Nr. 8 auf dem Schleudersitz des SVM, na dann festhalten und einen guten Rutsch.

  10. wurstulli sagt:

    Geld regiert die Welt , so ist das wohl !
    Das richtige Konzept? Das ist wie ein Top Menü ohne einen richtigen Koch da fehlts halt!!
    Der Schlüssel des Erfolgs liegt am Rezept. Da bringt ein neuer Trainer auch nur seine eigene Zugaben mit………… mehr nittttt ….!!!

  11. erstaunter sagt:

    @wurstulli
    Nachhaltigkeit dauert aber den „Geldgebern“ zu lange….!
    Davon steht dann zuwenig in der Zeitung. Glaube langsam, das die sich nur selbst profilieren wollen und der SV Mehring am Ende der dumme ist! Wieviele Trainer haben Ihre Koffer packen müssen in den letzten 3 Jahren? Wieviele Spieler wurden ausgetauscht? Da ist überhaupt kein Konzept zu erkennen. Da ist nur eins zu erkennen: Selbstüberschätzung! Schade, denn mit soviel Kohle hätte man echt was aufbauen können…Nachhaltig.

  12. Schweizer sagt:

    @wurstulli
    Könntest du deine Gedanken mal in Sätze fassen die man auch versteht?!

    Zum Thema: Fände es ganz gut, wenn man in Mehring mal etwas nachhaltiger arbeiten würde…man muss sich nur mal die letzten 3-4 Jahre anschauen und die Trainer die in dieser Zeit beim SVM tätig waren…und das in einer sicherlich erfolgreichen Zeit!!!

  13. wurstulli sagt:

    Dann stirbt der Regionale Fußball eben wie in Salmrohr und es giebt in Zukunft nur eine Erste und eben die dritte Mannschaft um die Jugendarbeit zu zerstören .Hauptsache der Ego der Sponsoren wird erreicht! Viel Glück 2014

  14. erstaunter sagt:

    @macher
    und wer soll das sein? Peter Zwegat….? Der SV Mehring wäre, denke ich, gut beraten, wenn sie nochmal Realismus einkehren lassen und die Bodenhaftung suchen! Leider gab es in der Vergangenheit genügend Beispiele in dieser Art…SV Prüm, VFL Trier, SV Klausen…! Hochmut kommt vor dem Fall. Was bringt es einem Verein so viel Geld in Spieler zu investieren, die keinerlei Bindung zum Verein haben und nur dort kicken, weil die Kohle stimmt? Und das in einer Liga, die keinen interessiert. Dies kann man anhand der Zuschauerzahlen deutlich sehen. Und mehr, als immer wieder gegen den Abstieg zu spielen wird niemals drin sein!Dann lieber Derbys gegen Schweich, Tarforst, Morbach oder SVE2 in der Rheinlandliga vor 500-600 Zuschauern und Spieler mit Herz als so eine Farce!So viel Geld für nix.Und wenn die Klasse gehalten werden würde, dann sind die Heimspiele nächstes Jahr in Leiwen oder eher in Pölich? Der Mehringer Platz hat ja bekanntlich keine Genemigung mehr für nächste Saison in der Oberliga. Wer auch immer von den Verantwortlichen das Bedürfnis hat sich besonderes Darstellen zu müssen, lasst es sein. Durch dieses Verhalten und diese Entscheidungen fällt eins auf: Umso höher ein Zwerg klettert um größer zu erscheinen, umso mehr seht man das es ein Zwerg ist! Wünsche dem Verein und seinen Anhängern besseres und nachhaltigere Entscheidungen für die Zukunft!Viel Erfolg.

  15. Macher sagt:

    Nur einer kann jetzt den Sv Mehring noch retten, also Vorstand bitte schnell handeln.

  16. Kenner sagt:

    So schnell lassen sich ein Toppi und ein Bradasch nicht abservieren, schließlich gibt es ja bindende Verträge. Also entweder nochmal eine ordentliche Abfindung oder der Vertrag wird abgesessen. Nachdem man sich nun von Quantität (Cordier, Pütz, Leineweber, Toppi 2 , Wagner) verabschiedet hat, sollen oberligaerfahrene Spieler die Qualität bzw. den Ligaerhalt zurückbringen. Aber diese wachsen nicht in den Steillagen des Mehringer Zellerbergs, sondern erfordern wieder frisches Kapital, was auch dem „SVM-Uli Hoeneß“ die Schweißperlen auf die Blähte treiben wird.

  17. erstaunter sagt:

    Toppmöller und Bradasch weg? Thomas Richter neuer Trainer?
    Wenn das stimmt, dann sollten die Mehring mal Ihr Konzept hinterfragen….bzw. welches Image sie zukünftig vertreten wollen! Größenwahn lässt grüßen…

  18. wurstulli sagt:

    Thomas Richter soll es nun richten

  19. wurstulli sagt:

    Das wars dann wohl wieder

  20. Neutraler sagt:

    Hallo Fan 10, das wird man beim SVM nicht haben. Ohne Rücksicht auf die desolate Vorrunde wird nun auch noch Toppi und Bradasch in Frage gestellt. Anscheinend sind die Verantwortlichen
    Größenwahnsinnig geworden oder es gibt einen zweiten „Uli Honess“, der sich noch nicht geoutet hat, in Mehring. So geht ein turbulentes Jahr zu Ende und das „Retortenbaby der Oberliga“ liegt weiter auf der Intensivstadion.

  21. fan10 sagt:

    wünsche allen frohe weihnachten u ein frohes fest

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln