Oberliga: Mehring und Salmrohr wollen Aufschwung fortsetzen

Von unserem Mitarbeiter Christopher Felgen 

Für die beiden regionalen Vertreter in der Oberliga läuft die Saison bislang hervorragend. Der FSV Salmrohr thront nach dem eindrucksvollen 6:1 über die Reserve aus Saarbrücken an der Tabellenspitze und der SV Mehring feierte in Köllerbach den ersten Sieg seiner kurzen Oberligageschichte. Die Moselaner messen sich am heutigen Freitag auf heimischem Platz ausgerechnet mit den zuletzt so gerupften Saarbrückern, während Salmrohr es am Samstag mit der SG Betzdorf zu tun bekommt.

Nicht zu verstecken braucht sich bislang der SV Mehring in der Oberliga (Foto: Andreas Gniffke)

Mehring fiebert Debüt von Dimo Wache entgegen 

Die Vorfreude im Lager des SV Mehring auf das Heimspiel am Freitag, ab 20 Uhr, auf der Lay gegen den 1. FC Saarbrücken II ist groß: Das 0:2 zum Start gegen den FSV Salmrohr haben die Moselaner am vergangenen Freitag durch das 3:1 bei den Sportfreunden Köllerbach wett gemacht. Zusätzliche Euphorie wird das Heim-Debüt von Dimo Wache entfachen: Der 38-jährige, langjährige Erst- und Zweitligakeeper des 1. FSV Mainz 05 hilft beim Aufsteiger so lange aus, wie Stammtorwart Thomas Hank an den Folgen einer Ellenbogenoperation laboriert – also voraussichtlich bis in den Oktober hinein (wir berichteten). „Dimo bringt sich hier hervorragend ein. Er war schon in Köllerbach ein ruhender Pol und hat der gesamten Hintermannschaft Sicherheit verliehen. Von seiner Ausstrahlung kann die gesamte Truppe profitieren“, gerät Trainer Michael Schmitt geradezu ins Schwärmen, wenn er auf den einstigen Junioren-Nationaltorwart zu sprechen kommt.

Mehrings Trainer Michael Schmitt macht aus der Aufstellung ein Geheimnis (Foto: Andreas Gniffke)

So sicher die Nominierung Waches als Nummer eins am Freitag ist, so sehr lässt Coach Schmitt die Öffentlichkeit über die weitere Aufstellung im Unklaren. Möglich sind trotz des Auswärtssieges in Köllerbach durchaus Veränderungen. „Das hängt immer auch ein Stück weit vom Gegner ab und natürlich auch von der Trainingsleistung“, lässt Schmitt durchblicken und heizt den Konkurrenzkampf damit weiter an. Den kommenden Gegner aus Saarbrücken nahm der Mehringer Coach am vergangenen Samstag beim 1:6 in Salmrohr unter die Lupe. Trotz der herben Niederlage der Drittliga-Reserve hat Schmitt einige Qualitäten bei den Blau-Schwarzen erkannt: „Eine junge, spielerisch gute Truppe. Wenn wir sie kombinieren lassen, werden wir Probleme haben. Außerdem müssen wir uns vor deren Standards in Acht nehmen.“ Da die erste Garnitur des FCS erst am Sonntag (dann im DFB-Pokal gegen Bundesligist Schalke 04) ran muss, dürfte der Kader zudem breiter aufgestellt sein als zuletzt in Salmrohr. Da hatte das Drittliga-Team fast zeitgleich bei der U23 von Borussia Dortmund gespielt und übrigens mit 2:1 gewonnen.

 

FSV Salmrohr: Coach Klyk zieht Zügel trotz Top-Start an 

Patrick Klyk FSV Salmrohr

Gut Lachen hat im Moment die Führungsriege des FSV Salmrohr um Trainer Patrick Klyk (Mitte) - Foto: FSV Salmrohr

„Der Sieg gegen Saarbrücken ist sicher etwas zu hoch ausgefallen. An diesem Tag hat einfach alles gepasst. Hier muss also jetzt keiner meinen, wir hätten schon was erreicht. Deshalb haben wir in dieser Woche auch mehr und härter trainiert.“ Trotz 8:1-Toren, sechs Punkten und Tabellenplatz eins nach zwei Spieltag hat Patrick Klyk, der neue Trainer des FSV Salmrohr, die Zügel vor dem Gastspiel am Samstag, 15.30 Uhr, bei der SG 06 Betzdorf noch einmal angezogen. Vor den Siegerländern hat der Coach Respekt: „Auch sie sind optimal gestartet. Zudem haben sie zuletzt aus einem 1:4 noch ein 5:4 in Gonsenheim gemacht. Das hat dort sicher eine kleine Euphorie entfacht.“ Die SG 06 erwartet Klyk als „stärksten unser bisherigen drei Gegner, Kleiner Platz, große Leute: Damit muss man erst einmal zurecht kommen.“

Klyk plant, den zuletzt zwei Mal erfolgreichen Torschützen Robin Mertinitz als einzige Sturmspitze auflaufen zu lassen und Dino Toppmöller ins Mittelfeld zu beordern – um damit die Betzdorfer im Mittelfeld mehr zu beschäftigen und dort die Räume enger zu machen. Fehlen wird ab sofort bis Anfang September Johannes Kühne. Der Leistungsträger weilt studienbedingt in Bolivien.

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