Oberliga: Paukenschlag in Salmrohr – Jung geht, Schulz kommt/ Kader von Trier II nimmt Formen an

Robert Jung wird zur nächsten Oberligasaison nicht mehr Trainer des FSV Salmrohr sein. Der Nachfolger steht mit Patrick Klyk schon fest. Außerdem wurde bekannt, dass Ex-Trierer Gustav Schulz einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hat. Beim Oberliga-Absteiger Trier steht der Kader schon zu 90 %.

Robert Jung ist nicht mehr Trainer des FSV Salmrohr - Foto: A.Gniffke

Diese Entscheidung kam überraschend: Noch am Samstag sicherte sich der Oberligaufsteiger den sechsten Tabellenplatz und übertraf viele Erwartungen. Einen großen Anteil am Aufschwung des FSV hatte Trainer Robert Jung. Der 67-jährige übernahm das Traineramt beim FSV im Sommer 2009 und führte die Salmtaler souverän von der Rheinlandliga in die Oberliga. Nun muss er vorzeitig gehen.

In der Pressemitteilung der Salmtaler heißt es: „Die Zusammenarbeit mit Robert Jung wurde indes in beiderseitigem Einvernehmen beendet. Der FSV Salmrohr bedankt sich bei Jung für das Engagement in den letzten drei Jahren und wünscht ihm für die Zukunft weiterhin alles Gute.“ Weitere Einzelheiten waren den FSV-Verantwortlichen nicht entlocken.

Patrick Klyk ist neuer Trainer des FSV

Ein Nachfolger steht mit Patrick Klyk schon fest. In den letzten vier Jahren stand der noch junge Trainer bei Röchling Völklingen an der Seitenlinie, in der letzten Saison belegte er mit dem ehemaligen Zweitligisten den 13. Tabellenplatz, in der Vorrunde befand sich Röchling sogar lange Zeit in der Spitzengruppe der Oberliga Südwest. Klyk übernahm Völklingen 2007 auf dem letzten Platz der Verbandsliga, rettete Völklingen vor dem Abstieg und baute in den Folgesaisons behutsam eine Truppe auf, die 2011 schließlich den Aufstieg in die Oberliga schaffte. FSV-Präsident Helmuth Meeth begründete seine Entscheidung: „Das Kapital für Vereine wie den FSV Salmrohr sind die jungen Nachwuchsspieler. Spieler aus der Region, die über eine konsequente Förderung an den Seniorenbereich herangeführt werden sollen. Das ist die Philosophie des FSV Salmrohr und mit Patrick Klyk haben wir einen kommunikationsstarken, jungen Trainer verpflichten können, der diese Philosophie verkörpert.“ Weiterhin ließ der FSV verlauten, dass es bei der Philosophie Klyks und der des FSV Salmrohr große Schnittmengen gibt.

Patrick Klyk  FSV Salmrohr

Patrick Klyk unterzeichnete einen neuen Vertrag in Salmrohr - Foto: FSV Salmrohr

Klyk selbst sieht sich als Trainer, der die Dinge oftmals auch aus Spielersicht betrachtet: „Das hat mir in der Zeit in Völklingen sehr geholfen, einen besonderen Draht zu den Spielern zu entwickeln. Und das ist wichtig, wenn man gemeinsam Gas geben und Erfolg haben will.“ Der 36-jährige ist noch recht jung, verfügt aber schon über eine respektable Trainerlaufbahn. Seine aktive Karriere musste er mit 26 Jahren aufgrund mehrerer Verletzungen früh beenden, unter anderem war Klyk für Waldhof Mannheim und den 1.FC Saarbrücken in der zweiten Liga aktiv. Nachdem er 2002 seine Laufbahn beenden musste, absolvierte er ein BWL-Studium, ehe er für Röchling Völklingen tätig wurde.

Gustav Schulz kehrt zurück

Gustav Schulz Salmrohr

Foto: FSV Salmrohr

Eine weitere wichtige Personalie ist die Verpflichtung von Gustav Schulz. Der Offensivallrounder unterschrieb einen Vertrag über zwei Spielzeiten, zuletzt war Schulz in der luxemburgischen BGL-Liga für Swift Hesperange tätig, die diese Saison in die Ehrenpromotion abgestiegen sind. Die Gründe für seinen Wechsel beschreibt Schulz in der FSV-Pressemitteilung: „Die Situation in Luxemburg war nicht immer ganz einfach. Mit der Mentalität der Mitspieler hatte ich zeitweise meine Probleme, weil ich immer unbedingt gewinnen will.“ Deshalb entschied er sich, dem Ländchen den Rücken zu kehren und wieder in Deutschland zu kicken.

Gustav Schulz spielte schon einmal in der Jugend für den FSV, ehe es ihn ins Schwabenländle zum VFB Stuttgart zog. Die Rahmenbedingungen für ein Engagement in Salmrohr passen für ihn, das Salmtalstadion ist nur ein Katzensprung von seinem neuen Wohnort Leiwen entfernt. Auch FSV-Präsident Helmut Meeth freute sich über die Rückkehr von „Gus“: „Mit Gustav Schulz gewinnen wir an Qualität dazu. Er hat schon einige Erfahrung in verschiedenen Ligen und Umfeldern gesammelt und wird uns dadurch weiter nach vorne bringen.“

Trierer Kader steht schon zu 90% 

Bei der  Trierer U23 nimmt die Mannschaft Formen an. Trotz des Abstiegs in die Rheinlandliga konnten viele Verträge verlängert werden, außerdem befindet man sich mit einigen potentiellen Neuzugängen in Gesprächen. „Das zeigt die tolle Moral der Truppe. Ich bin überzeugt davon, dass wir auch nächste eine gute Rolle in der Rheinlandliga spielen können“, sagte Herbert Herres gegenüber 5vier. „Wir sind auch nicht auf Aushilfen aus der ersten Mannschaft angewiesen, wir können jederzeit eine eigenständige Mannschaft stellen“. Bei der Zusammensetzung des Kaders setzt Herres selbstredend auf die eigene Nachwuchsabteilung. Aus der der U19, die in der Regionalliga spielt, kommen Carsten Cordier, Daniel Braun und Meliani Saim zur „Zwoten“. Außerdem könnte Torhüter Robin Strellen aufrücken, da man zurzeit um Johannes München ( U19 FC Bitburg) buhlt, von dessen Qualitäten man sich jüngst im Halbfinale des Rheinlandpokals überzeugen konnte. Mit Taner Weins hat bereits ein Spieler aus der Seniorenabteilung  des FC Bitburg seine verbindliche Zusage gegeben.

Erik Michels bleibt in Trier und will nach Verletzungspech wieder angreifen - Foto: Peter Schmitt

Der aktuelle Spielerkader bleibt in großen Teilen bestehen. In Trier bleiben: Marcel Brandenburger (Tor); David Thieser, Fabian Mohsmann, Clemens Goepel, Alexandru Balota (Abwehr); Tim Hartmann, Erik Michels, Nino Sehovic, Tim Hartmann, Rick Dauenhauer, Sascha Dücker (Mittelfeld) und Besart Aliu (Sturm). Dazu lässt Peter Lauer seinen Spielerpass in Trier. Der Allrounder befindet sich bis Dezember studienbedingt in Straßburg. Ein Verbleib des Luxemburgers Pitt Hess scheint ebenfalls wahrscheinlich, der U21-Nationalspieler soll näher an die Profimannschaft von Roland Seitz rücken. Thomas Kempny hingegen wird den Verein wieder verlassen.

Das erste Testspiel der Sommervorbereitung findet am Samstag, 7. Juli, beim Bezirksligisten SV Krettnach statt. Am Freitag, 13. Juli, geht es beim Sportfest in Hentern gegen ein noch nicht festgelegtes Team. Einen Tag später folgt der Vergleich beim frisch gebackenen Bezirksligaaufsteiger SG Binsfeld/Niederkail/Landscheid. Am Samstag, 21. Juli, folgt in Hasborn/Eifel der Vergleich mit dem Saarlandligisten Rot-Weiß Hasborn. Eine Woche vor dem voraussichtlichen Start in die neue Saison tritt die „Zwote“ dann noch beim Bezirksliga-Vizemeister SG Lüxem/Wittlich an. Die Trierer U19, die ebenfalls von Herbert Herres trainiert wird, tritt nächsten Mittwoch (06.06.) um 19:00 Uhr im Rheinlandpokalfinale gegen den JFV Hunsrückhöhe Morbach an. Das Spiel findet in Morbach statt, 5vier wird ausführlich über die Partie berichten!

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Kommentare (1)

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  1. SV Morbach sagt:

    Das Endspiel im A-Jgd. Rheinlandpokal findet am Mi., 06.06.2012 um 19 Uhr im Alfons-Jakobs-Stadion Morbach statt! Der genannte Termin ist überholt!

    Anmerkung der Redaktion: Danke für den Hinweis, der Termin wurde geändert!

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