Oberliga: Remis für Trierer U23 – Salmrohr besiegt Waldalgesheim

Die Oberligateams der Region sind wieder zurück in der Spur: Nach der 5:0 Auswärtsniederlage in Elversberg zeigte sich die U23 stark formverbessert und erspielte sich ein 2:2 Unentschieden gegen die TuS Mechtersheim. Salmrohr hatte große Verletzungssorgen in der Abwehr, doch der Sturm machte diese vergessen. 1:4 spielte der FSV bei Alemannia Waldalgesheim.

Nicht nur auf der Trierer Trainerbank gab es einen Wechsel, auch die Startelf wurde runderneuert. Fünf Neue durften sich heute beweisen, die Personalsituation hatte sich im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Elversberg II verbessert. Michael Dingels konnte nach einer Bänderverletzung wieder ran, Chirstoph Anton kehrte nach Kahnbeinbruch zurück in die erste Elf. Auch ein alter Bekannter war wieder auf dem Feld: Thomas Kempny feierte sein Comeback beim SVE, letzte Woche musste er wegen der fehlenden Spielberechtigung noch zuschauen.

Thomas Kempny feierte heute sein Comeback - Foto: Anna Lena Grasmück

Unter Neu-Trainer Herbert Herres legten die U23-Kicker los wie die Feuerwehr. Nach einem langen Ball von Peter Lauer kam der Ball über Christoph Anton auf Besart Aliu. Ein kurzer Schlenker nach innen und Aliu ließ dem Gästetorwart keine Chance (4.). Die Führung für die U23. Ungewohnt, sonst rannte man meist einem Rückstand hinterher, umso größer war der Jubel auf Trierer Seite.

Besart Aliu traf zur Führung

Mechtersheim tat sich schwer ins Spiel zu kommen. Die Rheinhessen, die vor der Saison mit Raffael und Gianluca Korte ihre besten Spieler nach Braunschweig ziehen lassen mussten, brauchten eine kuriose Einzelaktion ums ins Spiel zurück zu kommen. Eric Biedenbach kam über die rechte Seite und drosch eine Flanke, die immer länger wurde. Schließlich wurde aus der Flanke ein Torschuss und schlug im Winkel ein: Ein Tor der Marke „Sonntagsschuss“ (18.). Nur fünf Minuten später ging die TuS in Führung. Triers Torhüter Philipp Basquit wurde sprichwörtlich auf dem falschen Fuß erwischt, ein Freistoß von Milot Berisha schlug in der Torwartecke ein (24.).

Unbeeindruckt von dem Rückstand agierte die „Zwote“ forsch. Die Formkurve zeigte im Vergleich zur Schlappe gegen Elversberg II steil nach oben. Vor der Halbzeit erspielten sich die Moselstädter noch zwei weitere Chancen zum Ausgleich. Besart Aliu hatte nach dem 1:2 im direkten Gegenzug eine gute Torgelegenheit, in der 30. Minuten scheiterte zuerst wieder der agile Aliu, der Nachschuss von Tim Hartmann wurde in höchster Not von den Gästen zur Ecke geklärt.

Peter Lauer kehrte zurück in die Viererkette - Foto: Anna Lena Grasmück

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Zwar konnten die Gäste die Trierer zunächst besser in Schach halten, im weiteren Spielverlauf erspielten sich die Trierer die klareren Chancen. Ein Freistoß von Tim Hartman wurde in letzter Sekunde von der Torlinie gekratzt, Christoph Anton scheiterte nach toller Einzelleistung an Torwart Emilio Fioranelli. In der 80.Minute schaffte es Burak Sözen das Leder nach einem Freistoß im Tor unter zu bringen. Mit dem mehr als verdienten Ausgleich belohnten sich die jungen Trierer für ihre ansprechende Leistung, es blieb bei einem für die Gäste glücklichen 2:2 Remis. Unter dem Strich eine gute Vorstellung der jungen Trierer, bei denen auch die starken U19-Spieler Burak Sözen und Christopher Theisen Hoffnung machten.

Nächstes Spiel in Hauenstein

Gästetrainer Ralf Gimmy war mit der Leistung seiner Elf nicht zufrieden, er ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Das Unentschieden ist für uns etwas glücklich. Unser Gegner hingegen hat seine Sache sehr gut gemacht.“ Neben der angespannten Personalsituation vermisste Gimmy „die richtige Einstellung bei den Spielern“ und war enttäuscht über die eigene Leistung. Gleichzeitig zeigte er sich mit der Punkteausbeute nach der Winterpause zufrieden: „Wir haben neun Punkte aus fünf Spielen gesammelt. Am Anfang der Saison waren es null“.

Herbert Herres freute sich über den ergatterten Punkt, haderte aber auch mit der Chancenverwertung. „Wir haben nach dem Spiel in Elversberg eine sehr gute Reaktion gezeigt. Auch heute haben wir nach dem Rückstand nicht aufgegeben. Dazu haben wir mit einer ganz jungen Mannschaft gespielt.“ Auch gab er die Marschroute für die restliche Saison vor: „Wir wollen die Saison vernünftig zu Ende spielen!“. 

Eintracht Trier II: Basquit – Lauer, Dingels, Thieser, Fabian Mohsmann – Hartmann (75. Spang), Schütz, Theisen, Kempny (61. Sözen)– Anton – Aliu

TuS Mechtersheim: Fioranelli – De Vico, Fahrad, Krucker, Lösch – Lapidakis( 67. Drese), Milenkovic, Sigl, Zein – Berisha(80. Pousset), Biedenbach

Tore: 0:1 (4.) Aliu, 1:1 (18. Biedenbach), 1:2 (21.) Berisha, 2:2 (80.) Sözen

Schiedsrichter: Marc Schäfer

Zuschauer: 110

FSV Salmrohr: Ein Sieg für das Selbstvertrauen – 4:1 Erfolg über Waldalgesheim

Letzte Woche noch gab es hängende Köpfe im Salmtal. Mit 2:3 unterlag man unglücklich gegen die SG Betzdorf, in den letzten drei Minuten hatte der FSV aufgrund unglücklicher Schiedsrichterentscheidungen den Sieg noch aus der Hand geben müssen. Mit Alemannia Waldalgesheim war man bei einem Kellerkind der Liga zu Gast, die Alemannen belegten mit 18 Punkten den 17.Tabellenplatz.

Dino Toppmöller tat dem Spiel gut

Dino Toppmöller tat dem Spiel gut

Vor dem Spiel war Robert Jung zu personellen Umstellungen gezwungen. Die Pechsträhne des FSV geht auch im Jahre 2012 weiter, die Personaldecke ist weiterhin dünn. Mit Dino Toppmöller kam zwar der kreative Kopf nach Sperre zurück, doch im Gegenzug gingen den Salmtalern die Abwehrspieler aus. Matthias Fischer fiel in der Innenverteidigung aus, für ihn rückte Andreas Hesslein in die Abwehr. Für Hessleins „6er“- Position zauberte Trainer Jung den lange verletzten Mike Gaugler aus dem Hut, der neben Daniel Schraps das defensive Mittelfeld bildete. Die Umstellungen bedeuteten eine Dreierkette in der Abwehr, Matondo Makiadi und Alexander Adrian sollten zusätzlich mit nach hinten arbeiten.

Doppelpack von Adams

Die Mannschaft des FSV Salmrohr war auf einen aggressiven Gegner eingestellt. „Eine sehr junge Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. Ich habe meine Mannschaft schon vor dem Spiel auf die aggressive Spielweise eingestellt“, schilderte Robert Jung nach dem Spiel. Die Umstellung auf eine Dreierkette spielte zunächst keine große Rolle: Rückkehrer Dino Toppmöller ließ abermals seine hohe Qualität aufblitzen. Der Ex-Profi war an drei Treffern beteiligt, einen erzielte er selbst. Das 0:1 durch Christian Adams leitete er durch ein schönes Zuspiel ein, das 1:2 erzielte er nach Foulspiel selbst per Elfmeter. Auch das 1:3 zum Doppelpack von Christian Adams bereitete er vor. Zum krönenden Abschluss traf sein eingewechselter Bruder Tommy zum 1:4 Endstand. Weitere Torgelegenheiten, wie ein Pfostentreffer und ein Ball der in letzter Sekunde von der Linie gekratzt werden konnte, blieben ungenutzt. Den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch Pauer erzielten die Alemannen nache einem von Marc Fennel verlängerten Freistoß.

 Schottes kehrte zurück

Was nach einem leichten Sieg klingt, war ein hartes Stück Arbeit. Aufgrund des Strafstoßes sah Torschütze Felix Pauer die rote Karte, wie so oft im Fußball setzte danach die zweite Luft bei den Hausherren ein. Besonders nach dem zwischenzeitlichen 1:3 bekamen die Waldalgesheimer Oberwasser. „Das war eine kritische Phase im Spiel“, gab Trainer Jung nach dem Spiel zu und lobte Schlussmann Kalle Kieren, der durch einen tollen Reflex ein weiteres Gegentor verhinderte. Gegen Ende Partie musste zudem Johannes Kühne verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Sebastian Förg in die Partie. Problematisch: Auch Förg hat einen Bänderriss gerade erst auskuriert, bislang konnte der vielseitige Defensivmann nur kurz mit der Mannschaft trainieren. Neben Mike Gaugler feierte ein weiterer Langzeitverletzte sein Comeback. Markus Schottes kehrte nach überstandenem Kreuzbandriss auf den Rasen zurück.

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden, gerade mit Blick auf die Personalsituation“, sagte Robert Jung gegenüber 5vier. In den nächsten beiden Spielen stehen mit dem SVN Zweibrücken und Alemannia Ludwigshafen zwei schwere Brocken an. „In Anbetracht dessen bin ich sehr froh über die drei Punkte, so konnten wir uns Luft nach unten verschaffen.“ Für das Duell gegen Zweibrücken erwartet Jung einen sehr motivierten Gegner. Der Trainer der Westpfälzer, Peter Rubeck, lernte einst bei Robert Jung. Die beiden halten noch oft Kontakt, gerade deswegen erwartet der FSV-Trainer einen hoch engagierten Gegner.

FSV Salmrohr: Kieren – Kühne (75. Förg), Hesslein, Hohns – Bauer, Gaugler, Schraps – Adams (74. T. Toppmölller), Makiadi – Adrian (82. Schottes) – D. Toppmöller
Tore: 0:1 (26.) Adams, 1:1 (31.) Pauer, 1:2 (37.) D. Toppmöller (Elfmeter), 1:3 (49.) Adams, 1:4 (83.) T. Toppmöller

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