Oberliga: Salmrohr und Trier II machen den Abstiegskampf spannend

In der Oberliga Südwest geht es auf die Zielgerade. Während Salmrohr im Mittelfeld dümpelt, steht für U23-Mannschaft von Eintracht Trier der Abstieg in die Rheinlandliga schon fest. Heute spielten die beiden Teams aus der Region gegen die Abstiegskandidaten Elversberg II und Alemannia Waldalgesheim.

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FSV Salmrohr: Sommerkick bei Regenwetter

Der FSV Salmrohr glich seine Leistung am heutigen Samstag dem Wetter an: trüb und trist war die Atmosphäre auf dem Salmtaler Kunstrasenplatz.

Ein Sommerkick bei regnerischem Wetter, in dem der FSV allenfalls in den letzten zehn Minuten überzeugen konnte. Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg stellte Trainer Robert Jung um. In der Spitze feierte der aus der A-Jugend kommende Christian Schroeder seine Premiere in der Startelf, für ihn rückte Goalgetter Dino Toppmöller eine Position nach hinten und sollte hinter dem Stürmer das Spiel leiten. In der Abwehr fehlten die verletzten Johannes Kühne und Sebastian Förg.

Doch schon in der Anfangsphase gelang den Hausherren nicht viel. Erst in der 30. Minute erspielte sich der FSV die erste nennenswerte Torchance, als Dino Toppmöller am glänzend haltenden Tobias Rott scheiterte. Die Nachschusschance verpasste Christian Schroeder. Aber auch die Gäste aus dem Saarland kamen nicht ins Spiel. Zwar hatte die Zweitvertretung optische Vorteile, zu einer gefährlichen Torchance kam es hingegen nicht.

Dino Toppmöller

Selbst Dino Toppmöller bleib heute glücklos- Foto: Peter Schmitt

In der Halbzeitpause stellte Robert Jung um und wollte seiner Mannschaft so zu mehr Druck nach vorne verhelfen. Der glücklose Startelfdebütant Christian Schroeder verließ den Platz, für ihn kam Mathias Fischer aufs Feld. Matondo Makiadi rückte eine Position vor und Tobias Baier agierte mit Dino Toppmöller im Sturmzentrum. Aber auch diese Maßnahme half dem Salmrohrer Spiel nicht, Elversberg gab sich auch in der zweiten Halbzeit einen Tick wacher. Die Saarländer störten die Hausherren früh im Aufbauspiel, Kombinationen über mehr als drei Stationen waren Mangelware. Folgerichtig gingen die Gäste in Führung. Fabio di Dio Parlapoco schoß aus 30 Metern durch die Salmrohrer Abwehr, der abgefälschte Schuss war für Torwart Kalle Kieren zu spät sichtbar (67.).

Foto: Andreas Gniffke

Danach drängten die Gäste auf das zweite Tor. Zuerst tanzte sich Nicolas Portz durch die FSV-Defensive, seine Hereingabe konnte der eingewechselte Mathias Fischer in höchster Not klären. Nur wenige Minuten hielt Kalle Kieren einen Elfmeter von Nassim Banouas, zuvor wurde Rouven Weber von Andreas Hesslein regelwidrig gefoult (77.). Erst mit der Einwechslung von Tommy Toppmöller (75.) kam etwas Schwung in das lahmende FSV-Spiel. Gleich zweimal scheiterte der „kleine Toppi“ per Kopf, sein großer Bruder setzte nach einem Konter einen Lupfer nur auf die Querlatte. Die letzte Torchance hatte Daniel Schraps, der nach einem Eckball aus neun Metern das Tor verfehlte.

„Wir haben heute zu locker und lasch gespielt“, zeigte sich der FSV-Verantwortliche Friedhelm Rach nach dem Spiel geknickt. Weder die ordentlichen letzten zehn Minuten, noch die angespannte Personalsituation ließ er als relativierendes Element zu. „Nein, das lasse ich als Entschuldigung nicht gelten. So gewinnt man nicht gegen Mannschaften die unten drin stehen und die Punkte dringend brauchen“.

Durch den Sieg konnte sich Elversberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, sie kletterten auf Rang 13. Nächste Woche tritt der FSV bei der TuS Mechtersheim an, die ebenfalls knietief im Abstiegskampf stecken.

Statistik

FSV Salmrohr: Kieren – Makiadi (80. Schmidt), Hohns, Hesslein, Adams – Baier (75. T.Toppmöller), Adams, Schraps, Bauer – D.Toppmöller – Schroeder (46. Fischer)

SV Elversberg II: Rott – Müller, Weiersbach, Weber, Fernades – Scherschel (63. Adiguzel), Holste, Banouas, Seidel – Portz (10. Schäfer) – Dio Palapoco Tor: 0:1 (67.) Dio Parlapoco

Schiedsrichter: Florian Göttte

Zuschauer: 107

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SVE II: Knappe Niederlage in Rheinhessen

Auch für den Gegner der Trierer U23 geht es im Abstiegskampf um wichtige Punkte. Die Rheinhessen hatten vor dem Spieltag 30 Punkte auf dem Habenkonto, mit einem Sieg konnten die Hausherren den Abstiegskampf wieder spannend machen.

Bis zum 13. Tabellenplatz erstreckte sich vor dem Spieltag die akute Abstiegszone, mehr als genug Ansporn für die Alemannen. Trier schöpfte vor allem aus dem Hinspiel Hoffnung, im heimischen Moselstadion schafften die Nachwuchskicker einen der wenigen Saisonsiege. Personell änderte sich nichts an der Lage der Trierer, die auch an diesem Wochenende ohne Abstellungen aus der Regionalligamannschaft auskommen mussten.

In erster Linie wollte Trainer Herbert Herres die individuellen Fehler in der Trierer Defensive abschalten, was aber auch heute nicht gelang. In der ersten Halbzeit waren die Hausherren die bessere Mannschaft. Zuerst schoß Yuta Kawachi Waldalgesheim mit einem Schuss aus 35 Metern zur Führung. Sein Treffer wurde begünstigt durch einen Fehler vom Trierer Torwart Philipp Basquit, er konnte den Schuss nicht festhalten. Auch der zweite Treffer entstand mit Mithilfe der Gäste. Peter Lauer leistete sich einen folgeschweren Fehlpass in der Abwehr, seinen Fauxpas nutzte Eugen Koslowsky zum 2:0.

Besart Aliu traf erneut - Foto: Alexander Heinen

Erst in den letzten 30 Minuten wachten die Trierer auf und warfen alles nach vorne, es entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Der Trierer Überlegenheit entsprang ein Elfmeter, als Pitt Hess im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Besart Aliu (82.) zu seinem dritten Tor im zweiten Spiel, es war gleichbedeutend der Endstand im Duell der Kellerkinder.

Durch den Sieg schlossen die Hausherren in der Tabelle bis auf zwei Punkte auf die Sportfreunde Köllerbach auf. Auch die TuS Mechtersheim und EGC Wirges sind nur noch drei Punkte vor den Alemannen. Trier II erwartet nächsten Sonntag (16 Uhr) eine schwierige Aufgabe. Mit dem SVN Zweibrücken ist eine der besten Mannschaften der Oberligarückrunde zu Gast.

Statistik

Eintracht Trier II: Basquit – F.Mohsmann, Lauer, Thieser, Hess – Hartmann, Balota, R.Mohsmann (13. Dauenhauer), Schütz – Aliu, Diakite (55. Sehovic)

Tore: 1:0 (17.) Kawachi, 2:0 (52). Koslowsky, 2:1 (82) Aliu

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