Oberliga: Salmrohr und Trier II mit zwei Niederlagen

Am 31. Spieltag gab es für den FSV Salmrohr und Trier II nicht zu holen. Mit jeweils zwei Toren verloren die beiden Teams der Region gegen Zweibrücken und Mechtersheim.

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Trier II: Gegen den Favoriten nicht viel zugelassen

In der restlichen Oberligasaison geht es für die Trierer U23-Mannschaft nur noch um die goldene Ananas. Der Abstieg in die Rheinlandliga ist schon seit zwei Spieltagen traurige Gewissheit, eine bittere Niederlage reihte sich an die nächste. Mit dem SVN Zweibrücken war heute ein echtes Topteam zu Gast. 

Die Voraussetzungen waren schon vor der Partie schlecht. Nur zwei Feldspieler hatte man auf der Bank, Alexandru Balota und Artur Schütz liefen stark angeschlagen auf und Rene Mohsmann fehlte verletzt. Der Gast aus der Westpfalz, der SVN Zweibrücken, reiste mit einer starken Bilanz nach Trier. In der bisherigen Rückrunde mussten die Zweibrücker nur drei Niederlagen hinnehmen, lediglich der schwache Saisonanfang hinderte die Elf von Ex-Eintrachtler Peter Rubeck von einer besseren Platzierung.

Foto: Peter Schmitt

Auf dem Spielberichtsbogen fanden sich bei den Gästen viele prominente Namen. Xavier Novic und Alexander Nazarov standen in der Startelt, Coach Peter Rubeck konnte sich sogar den Luxus erlauben Arif Karaoglan und Kevin Feiersinger nur auf der Ersatzbank zu belassen. Doch auf dem Platz brachten die mit Vorschusslorbeeren ausgestatteten Gäste nicht viel zu Stande. Nachdem die ersten 15 Minuten hauptsächlich durch Abtasten geprägt waren, kamen die Trierer zu zwei dicken Chancen. Die Erste vergab Tim Hartmann, dessen Schuss von rechts am langen Pfosten vorbeisegelte. Die Zweite verspielte Artur Schütz, als er aus sieben Metern das Tor von Thorsten Hodel verfehlte. Zweibrücken konnte sich erst in der 30. Minute dem Trierer Tor annähern, als Philipp Basquit nach einem Freistoß eingreifen musste. Wie aus dem Nichts entstand die Führung für die Gäste: Ein Angriff über die linke Seite konnte nicht geklärt werden, Ex-Wormser Alexander Nazarov nahm Maß und schloss trocken in die kurze Ecke ab (39.).

In einer insgesamt unterdurchschnittlichen Oberliga-Partie passierte auch im zweiten Durchgang nicht viel. Für Trier vergab Besart Aliu kurz nach Wiederanpfiff die größte Chance. Auch Zweibrücken hatte nur eine Torchance in der zweiten Halbzeit, die die Gäste wiederrum nutzten. Erneut hieß der Torschütze Alexander Nazarov, er profitierte von  einen Fehlpass von JayJay Diakite (78.). Der Schlusspunkt in einem ereignisarmen Oberligaspiel, in dem der Tabellenunterschied nicht spürbar war.

Foto: Anna Lena Grasmück

„Zweibrücken machte aus dem Nichts zwei Tore, insgesamt haben wir heute nicht viel zugelassen“, resümierte Co-Trainer Knut Budzisch nach dem Spiel. Dazu kritisierte er die Effizienz: „Wir brauchen einfach zu viele Chancen“. Nur einen Tag können die jungen Trierer verschnaufen, schon am Dienstag steht das nächste Spiel an. Der Gegner ist das Überraschungsteam, der Tabellendritte Arminia Ludwigshafen. „Uns erwartet eine sehr spielstarke Mannschaft“, prognostizierte Budzisch.

 Statistik:

Eintracht Trier: Basquit – Mohsmann, Hess, Balota, Goepel – Sehovic, Lauer, Schütz, Hartmann – Diakite – Aliu

SVN Zweibrücken: Hodel – Herchenhan, Backmann, Meisenheimer, Schwindt – Nazarov, Gries, Ellermann, Krob – Maul, Novic

Tore: 0:1 (39.), 0:2 (78.) Nazarov

Schiedsrichter: Dominik Pfortner

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Salmrohr: Die Formsuche geht weiter/ 2:0 Niederlage gegen Mechtersheim

Dem FSV Salmrohr geht im Endspurt der Oberliga-Saison die Puste aus. Letzte Woche musste sich die Elf aus dem Salmtal gegen Abstiegskandidat Elversberg II geschlagen geben, gestern setzte es gegen ebenfalls abstiegsbedrohte Mechtersheimer eine 2:0 Niederlage.

Ralf Gimmy möchte sich anständig verabschieden. Der scheidende Trainer des TuS Mechtersheim kämpft mit seinem Team erbittert um den Verbleib in der Oberliga, im Sommer soll Co-Trainer Andreas Holdermann das Ruder der Pfälzer übernehmen. Gimmy steht wie kein Zweiter für den Erfolg der TuS, der Coach führte Mechtersheim von der Bezirksklasse bis in die Oberliga. Talente, wie die Braunschweiger Gianluca und Raffael Korte, brachte er unter seiner Trainerzeit hervor.

Anders der FSV Salmrohr. Die Elf von Trainer Robert Jung dümpelt im Mittelfeld der Tabelle, das ursprüngliche Ziel, die Saison auf Platz sechs zu beenden, konnen die FSV’ler spätestens seit der 0:1 Niederlage der Vorwoche abhaken. Leidenschaftslos präsentierten sich die Salmrohrer, zu leicht übergaben sie die drei Punkte an den Gast aus dem Saarland. Auch in Mechtersheim stolperte man gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller. Schmerzlich vermisst werden weiterhin die verletzten Defensivspezialisten Johannes Kühne und Sebastian Förg.

Matondo Makiadi
Foto: Peter Schmitt

„Wir hatten mit Mechtersheim einen hochmotivierten Gegner“, resümierte Trainer Robert Jung nach dem Spiel. Was den FSV in der Pfalz erwartete war Jung bewusst und versuchte es seiner Mannschaft während der Woche anzutrainieren. Ein enger Rasenplatz, ein abstiegsbedrohter und körperlich starker Gegner . Doch seine Mannschaft beherzte seine Warnungen nicht. „Mechtersheim war enorm Zweikampfstark. Meine Mannschaft wollte das Spiel mit spielerischen Mitteln lösen.“ Obwohl man in den ersten Minuten gut in die Partie fand, konnte die heimische TuS mit laufender Spieldauer mehr Spielanteile gewinnen. In der 22. Spielminute gingen die Hausherren in Führung, ein Konter über die linke Seite konnte zuerst von Kalle Kieren an den Pfosten gelenkt werden, den Abpraller verwertete Niko Pavic zur Führung. Der FSV konnte in der ersten Halbzeit keine Torchance verbuchen.

Zum Wiederanpfiff setzte Trainer Jung mit zwei Wechseln Akzente. Markus Schottes kam für Christian Adams und konnte mit seinen technischen Fähigkeiten das lahmende FSV-Spiel ankurbeln, Mathias Fischer kam für Daniel Schraps. Die Salmtaler traten nun dominanter auf und scheiterten durch Toppmöller und Baier zweimal am TuS-Torhüter Emilio Fioranelli. Ein Ausgleich wäre verdient gewesen, einmal zappelte der Ball sogar im Netz. Tobias Baier traf, doch der Linienrichter entschied auf Abseits. FSV-Trainer Robert Jung befand den Pfiff als zweifelhaft, auch sein Pendant Ralf Gimmy war sich nicht sicher. Pech für den FSV: Statt des Ausgleichs fiel der zweite Treffers für Mechtersheim. Volker Lösch traf nach einem Eckball zum entscheidenden 2:0 (84.).

Nach dem Spiel nahm Coach Robert Jung seine Elf in Schutz: „Durch die vielen Verletzungen fällt es den Jungs zurzeit sehr schwer, der Kader ist durch die vielen Ausfälle dünn. In der Abwehr mussten wir immer wieder durchwechseln, wir konnten nur wenige Male mit der gleichen Abwehrkette antreten.“ Jungs Blick richtet sich auch noch auf die Abstiegsränge, bis zum 10. Platz können noch alle Mannschaften unter den Strich rutschen. „Wir brauchen noch Punkte um auf Nummer sicher gehen zu können.“

Im nächsten Heimspiel müssen die FSV’ler am Dienstag gegen den SC Hauenstein ran. Ein besonderes Spiel besonders für Trainer Jung, der die Pfälzer gut vier Jahre coachte. Anstoß der Partie ist um 19 Uhr, 5vier.de ist live vor Ort.

Statistik: 

FSV Salmrohr: Kieren – Meschak, Hohns, Hesslein, Adams (46.Schottes) – Makiadi (72.T.Toppmöller), Adrian, Schraps (46. Fischer), Bauer –D.Toppmöller, Baier

Tore: 1:0 (22.) Pavic, 2:0 (84.) Lösch

 

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