Oberliga: Salmrohr will ersten Heimsieg, Mehring „die Null halten“ – Vorschau

5. Spieltag in der Fußball-Oberliga: Der FSV Salmrohr erwartet Hertha Wiesbach, der SV Mehring reist nach Burgbrohl

Von Florian Schlecht

In der Fußball-Oberliga will der FSV Salmrohr auch daheim endlich das erste Saisonspiel gewinnen. Der SV Mehring reist beflügelt vom 2:0-Erfolg gegen Borussia Neunkirchen zur SpVgg. Burgbrohl. Eine Hiobsbotschaft gibt es dennoch: Domenik Kohl fällt offenbar die komplette Hinrunde aus. Die Vorschau. 

Salmrohr-Mehring
Julian Bidon und der FSV Salmrohr wollen endlich einen Heimsieg landen. Foto: Alexander Heinen

FSV Salmrohr – Hertha Wiesbach (Samstag, 15.30 Uhr)

Eins ist klar vor dem Heimspiel des FSV Salmrohr gegen Hertha Wiesbach: Eine Serie wird sicher reißen. Entweder die der Platzherren, die mit ihren starken Vorstellungen zwar auswärts beim 1. FC Saarbrücken II (1:0) und TuS Mechtersheim (3:0) mit Siegen belohnt wurden – aber daheim nach dem 1:1 gegen den SV Mehring und dem 0:1 gegen Arminia Ludwigshafen weiterhin auf den ersten Erfolg warten. Oder der Lauf von Hertha Wiesbach, das auf fremden Plätzen mit einem 1:6 in Betzdorf und einem 0:4 in Ludwigshafen bislang „nur auf die Ohren bekommen hat“, wie Patrick Klyk weiß.

Der FSV-Trainer warnt aber eindringlich davor, den ambitionierten Aufsteiger mit seinen lautstark-verrückten Fans zu unterschätzen. „Ich halte sie für extrem gefährlich und weiß um ihre Qualität in der Offensive. Wiesbach war in den letzten Jahren schon immer ambitioniert, regelmäßig unter den ersten drei, vier Teams in der Saarlandliga dabei und hat im Sponsorenpool offenbar noch etwas Zuwachs bekommen.“

Gleichzeitig bleibt Klyk locker, wenn es um die Frage geht, wie Wiesbach geknackt werden kann. Wie dies geschehen kann, ist für ihn leicht erklärt. Erstens: So weitermachen wie bisher. „Wir haben jetzt vier gute Saisonspiele gezeigt. Ich sehe keinen Grund, warum wir auf einmal schlechten Fußball zeigen sollten.“ Zweitens: Den Kontrahenten ernst nehmen „und nicht auf die leichte Schulter“. Drittens: Die Fußball-Arithmetik beherzigen, „ein Tor mehr zu schießen als der Gegner“.  Klingt doch eigentlich nicht so schwer.

Personell hat der Trainer auch wieder mehr Möglichkeiten: Fabio Fuhs rückt nach seiner Rotsperre in den Kader zurück – und wahrscheinlich zurück in die Startelf.

SpVgg. Burgbrohl – SV Mehring (Samstag, 15.30 Uhr)

Im vierten Anlauf klappte es endlich: Am Dienstag feierte der SV Mehring den ersten Saisonsieg gegen Borussia Neunkirchen, überzeugte durch unbändigen Kampfgeist und Wille. Das wird auch weiterhin der Schlüssel sein, denn die Personalnot entschärft sich vor dem Gastspiel bei der SpVgg. Burgbrohl zunächst nicht. Im Gegenteil: Bei Domenik Kohl befürchtet Spielertrainer Dino Toppmöller, dass der defensive Mittelfeldspieler in der kompletten Hinrunde ausfallen wird. „Im Meniskus ist einiges kaputt. Ob er operiert werden muss oder konservativ behandelt wird, ist momentan noch nicht klar“, so „Toppi“, der wie Sebastian Ting weiterhin an einem Muskelbündelriss im Oberschenkel laboriert.

Immerhin: Die junge Truppe, die er in der Woche ins Rennen schickte, trat unbefangen und gallig auf, erfüllte zumindest die kämpferischen Grundtugenden mit Bravour. Spieler wie Maximilian Meyer, Sven Kohlei, Mario Kön, Carsten Cordier und Tommy Toppmöller wirken immer selbstbewusster. In Burgbrohl geht es für den Trainer aber zunächst darum, „die Null zu halten“.

Der Aufsteiger, der souverän durch die Rheinlandliga spazierte, hat mit Klaus Adams einen aufstiegserprobten Trainer, der das Kunststück auch schon zweimal mit der SG Bad Breisig bewerkstelligte. Mit Lars Bohm (Wirges), Lukas Püttmann (Viktoria Köln) und Norman Wermes (Bergisch Gladbach) kamen im Sommer Verstärkungen mit Regional- und Oberligaerfahrung in die Osteifel. Sportlich feierte Burgbrohl – ebenso wie Mehring – in der „Englischen Woche“ den ersten Saisonsieg: Einen 2:0-Erfolg gegen Röchling Völklingen.

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