Oberliga: Schroeder trifft und fällt jetzt aus

 

Der FSV Salmrohr errang einen hoch verdienten Auswärtssieg in Völklingen, seine sechste Heimniederlage im achten Spiel kassierte derweil Aufsteiger SV Mehring, der nun auf den drittletzten Platz abgerutscht ist.

 FSV Salmrohr: Hesslein stellt Weichen auf Sieg

Zu Hause kam der FSV-Motor zuletzt etwas ins Stottern, in der Fremde sind die von Patrick Klyk trainierten Salmrohrer indes weiter ein Muster an Souveränität: Dank des 3:0 am Sonntag Nachmittag beim SV Röchling 06 Völklingen hat sich der FSV sogar auf den zweiten Platz der durch diverse Spielausfälle freilich „schiefen“ Tabelle der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gehievt.

Torwart Sebastian Grub (Mitte) hielt in Völklingen einen Elfmeter.

Den glatten Sieg an seiner alten Wirkungsstätte bezeichnete Coach Klyk als „absolut verdient“ und merkte hinterher nur kritisch an, dass „wir frühzeitiger hätten für klare Verhältnisse sorgen müssen“. Bereits in den ersten fünf Minuten kamen die offensiv ausgerichteten Gäste zu gleich drei Kontersituationen; zwei Mal scheiterte Robin Mertinitz knapp, einmal Gustav Schulz.

Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe die Salmrohrer ihre Überlegenheit in ein Tor ummünzen konnten: Völklingens Mohamed Benghrebid unterlief im eigenen Strafraum ein Handspiel. Schiedsrichter Ingo Hess aus dem pfälzischen Miesenbach zückte dafür Rot und verhängte einen Strafstoß gegen Röchling, den Andreas Hesslein verwandelte. Zwei Minuten nach dem Seitenwechsel legte Schulz nach. Die Chance zum Anschlusstreffer ließ Völklingens etatmäßiger Torschütze vom Dienst aus – einen von ihm getretenen Foulelfmeter parierte Sebastian Grub glänzend. Wermutstropfen im Salmrohrer Freudenbecher: Christian Schroeder markierte zwar noch das 0:3 (85.), zog sich aber einen Innenbandanriss im Knie zu und fällt damit die nächsten Wochen aus.

Ehe der FSV am Samstag, ab 14.30 Uhr, im Salmtalstadion gegen den SV Rossbach/Verscheid nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Heimspielen unbedingt wieder vor eigener Kulisse gewinnen will, geht es am Mittwoch, ab 20 Uhr, im Rheinlandpokal-Achtelfinalmatch beim klassentieferen Rheinlandligisten FC Karbach weiter. „Auf diese Aufgabe müsse wir uns jetzt konzentrieren. Hartplatz, ein sicher hoch motivierter Gegner: Wir werden voll gefordert sein“, bekannte Coach Klyk schon kurz nach dem Abpfiff des Gastspiels im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion.

SV Mehring: Wieder Heimniederlage gegen Mitkonkurrenten

Erneut hat der SV Mehring auf der heimischen Lay ein Sechs-Punkte-Spiel gegen einen direkten Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib in den Sand gesetzt: Im Aufsteiger-Duell mit der TSG Pfeddersheim zog das Team von Trainer Robert Jung mit 1:2 den Kürzeren.

Erwin Bradasch wird weiter schmerzlich vermisst.

Nach sehr verhaltenem Beginn auf beiden Seiten – einzig der sehr agile Dennis Seyfert hatte nach einem Abspielfehler der Gastgeber eine große Chance, Mehrings Tobias Lorig konnte aber im letzten Moment klären (14.) – vollendete Kevin Gotel eine sehenswerte Kombination der Pfeddersheimer: Nach einem Ballverlust von Mario Kön im Mittelfeld schaltete die TSG blitzschnell über Marcel Edel und Seyfert um, Gotel ließ dann SVM-Torwart Philipp Rommelfanger keine Chance und vollstreckte aus kurzer Distanz (28.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte sah sich der Gast aus Rheinhessen zunehmend in die Defensive gedrängt – ein Umstand, der viel mit der Einwechslung von Mehrings Stephan Schwarz zu tun hatte. Über die rechte Seite entfachte der viel Druck und die Hausherren verzeichneten nun einige gefährliche Strafraumsituationen. Glück für die TSG, dass Achmed Boussi nach einem Fangfehler des ansonsten ausgezeichneten Thorsten Müller im Tor den Ball aus kurzer Distanz nicht über die Linie brachte (51.). Nichts ausrichten konnte der Schlussmann der Rheinhessen beim Gewaltschuss von Christoph Eifel, der aus 30 Metern abzog und ins rechte untere Eck traf (58.).

Von der beiderseitigen Zurückhaltung wie in Durchgang eins war jetzt nichts mehr zu spüren. Nach Vorlage von Seyfert traf Tobias Scheuermann nur das Außennetz (59.). Dorthin zielte auch Mehrings Boussi in der 77. Minute. Gegen den gleichen Akteur rettete Müller in der 80. Minute mit einer Fußabwehr.

Mehring, das wieder ohne die verletzten Mittelfeldstrategen Erwin Bradasch und Sebastian Ting angetreten war, blieb am Drücker, Pfeddersheim wirkte aber cool und von der Spielanlage etwas reifer – und traf in der 83. Minute durch den eingewechselten Mario Cuc zum 2:1. Nach einer lang gezogenen Flanke von Alexander Nazarov war er zur Stelle und nutzte hier auch einen Stellungsfehler von Rommelfanger aus. Einmal mussten die mitgereisten Gäste-Fans unter den 182 Zuschauern in Mehring noch einmal zittern, als Johannes Palm aus fünf Metern über das Tor köpfte (88.).

Erzielte das 1:1 für Mehring: Christoph Eifel

Erzielte das 1:1 für Mehring: Christoph Eifel

 

„Wir waren in der ersten Hälfte vielleicht etwas zu verhalten. In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft dann aber ordentlich Dampf gemacht. Wir haben nach dem Ausgleich glasklare Chancen, scheitern aber im Eins-gegen-Eins. Da fehlt die letzte Abgezocktheit“, bilanzierte SVM-Coach Jung. Einer, der die Mehringer Sturmmisere beheben könnte – mit 13 Treffern stellt man neben Brebach die schwächste Offensive der Liga – wäre Dino Toppmöller. Der vor einigen Wochen in Salmrohr geschasste Ex-Zweitligaspieler weilte am Sonntag unter den Zuschauern. Eine Verpflichtung in der Winterpause erscheint nach wie vor nicht ausgeschlossen…

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Kommentare (9)

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  1. Spieler sagt:

    Stimmt beim FSV läuft es rosig… Ahnee ist ja die 3. in der C-Klasse…

  2. Kenner sagt:

    Mal ganz ehrlich. Für wen sollte Simon denn in Mehring spielen?
    Der SVM hat schon eine sehr gute Kreisauswahl zusammen. Aber die Oberliga ist eben eine starke Klasse, das musste auch die Zwote von Eintracht Trier im letzten Jahr erfahren.

  3. Tarforster sagt:

    Spieler dann bist du natürlich ein ganz anderes Kaliber ein 100%tiger der alles mitbringt. Wegen Simon wir waren immer zufrieden mit ihm und Gift hat er bei uns nicht versprüht. Es kommt auch immer drauf an wie man ein Menschen behandelt. Er sagt halt alles frei raus was er denkt und das akzeptiert nicht jeder Verein. Hoffe Kasel und Simon werde noch viele gute Jahre Fußball spielen egal wo

  4. Tarforster sagt:

    Denn es geht doch hier um den SV Mehring und nicht um zwei Spieler die nix mit Mehring Zutun haben. Nur weil es in Mehring nicht läuft lässt euren Frust bitte bei euch

  5. Spieler sagt:

    Bin dabei dass ein Spieler vor Simon sicher Gift für eine Mannschaft ist (nicht fussballerisch aber intern), es erfolgt einfach keine Identifikation mit dem Verein da man eh mal hier mal da spielt.
    Kasel ist halt eher der Knipser und Simon eher der Rackerer. So war eher Kasel der Nutznießer der Volagen und Simon durfte ab und zu durch gute Arbeit auch selber knipsen.
    Die Körpersprache von beiden lässt generell etwas zu wünschen übrig wenn es mal nicht so läuft wie es sich die „Stars“ vorstellen.

  6. Tarforster sagt:

    Ich habe jedes Spiel vom FSV tarforst gesehen. Ihr habt beide nicht ganz recht. Kasel und Simon waren ein wunderbares Duo und haben von einander gelebt und sich fast gleich viel aufgelegt. Sie haben Super zusammengepasst nicht umsonst ist der Bericht über sie geschrieben worden. Ich wünschte man könnte sie nochmal zusammen wirbeln sehen. Am liebsten bei uns in tarforst.

  7. Fan sagt:

    Neutraler. Wie lachhaft bist du eigentlich ich denke eher dieser Kasel hat von dem Simon gelebt und einen Spieler persönlich so anzugreifen hier in einer Sport Seite grenzt nicht Grade von Intelligenz. Aber so Leute wie ihr seht und hört nur das was ihr hören wollt.

  8. Neutraler sagt:

    Achso, da wird also ein Spieler vermisst der für die Teamchemie in einer funktionierenden Gemeinschaft absolutes Gift ist. Solche Quertreiber richten mehr Schaden als Nutzen an. Ausserdem hat der SV Mehring sich von reinen Statistiken blenden lassen, denn jeder der nur ein paar Spiele des FSV Tarforst verfolgt hat, hat gesehen, dass der Spieler mit der Nummer 21 damals nur von einem Patrik Kasel gelebt hat. Hätte der SVM eben jenen Kasel verpflichtet hätten sie nun weit weniger Sturmprobleme.

  9. Moselaner sagt:

    jaja die Nummer 21 auff dem Bild im weißen Trikot von Mehring wird sicherlich nicht nur von mir vermisst!!!!

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