Oberliga: Ting trifft aus 62 Metern

Am achten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hat der FSV Salmrohr seine Titelambitionen durch ein klares, aber nicht gerade überzeugend heraus gespieltes 4:1 über die TSG Pfeddersheim unterstrichen. Der SV Mehring geriet im Neunkircher Ellenfeld erst kurz vor Schluss auf die Verliererstraße.

 

SV Mehring: Tings Treffer Tor des Monats?

Gewonnen hat der SV Mehring sein Auswärtsspiel bei Borussia Neunkirchen zwar nicht, konnte aber immerhin für sich in Anspruch nehmen, in Person von Kapitän Sebastian Ting ein wunderschönes Tor erzielt zu haben. „Das“, ist sich Trainer Michael Schmitt sogar sicher, „kommt in die Auswahl zum Tor des Monats“. Gerade hatte Neunkirchen in der 35. Minute durch Matthias Krauß (setzt sich im Strafraum geschickt gegen Johannes Diederich durch und schoss dann ins lange Eck) die glückliche Führung erzielt, da nahm Ting aus 62 Metern – so hinterher die Messung des SR-Fernsehens – Maß und überlistete den zu weit vor seinem Tor stehenden Borussen-Keeper Philippe Bersch (36.). „Ich hatte den Torwart die ganze Zeit schon beobachtet. Da habe ich es einfach mal probiert und prompt hat es auch gepasst“, gab Ting hinterher gegenüber dem SR-Fernsehen in der Sendung „Arena am Samstag“ zu verstehen.

Sebastian Ting nahm aus 62 Metern Maß – und traf!

So gut Neunkirchens etatmäßige Nummer drei Bersch in der Anfangsphase gegen Achmed Boussi und Stephan Schwarz geklärt hatte, so schlecht sah er beim Mehringer Ausgleich aus. Dass er hinterher trotzdem noch lachen konnte, hatte er seinem Mitspieler David Becker zu verdanken, der in der 89. Minute nach einem zu kurz abgewehrten Eckball der Mehringer aus kurzer Distanz das Sieg bringende 2:1 markierte.

Trotz der knappen und zumindest vom Zeitpunkt her sehr unglücklichen Niederlage vor 300 Zuschauern im Ellenfeldstadion war Coach Schmitt nicht unzufrieden: „Die Borussia zwar spielerisch überlegen, wir haben aber dagegen gehalten. Es war eine gute Reaktion auf das 0:7 am vergangenen  Sonntag gegen Elversberg II.“

Die Zeit von Ex-Bundesligakeeper Dimo Wache beim SV Mehring scheint sich dem Ende zuzuneigen.

Zwischen den Pfosten stand beim SV Mehring diesmal Dimo Wache. Seine Ankündigung („Wenn Dimo fit ist, spielt er auch.“) hatte Michael Schmitt also wahr gemacht und den zuletzt als Nummer eins aufgebotenen Philipp Rommelfanger auf der Bank Platz nehmen lassen. Nachdem er Anfang August aufgrund von erheblichen Personalsorgen als Nothelfer eingesprungen war, scheint sich die Zeit von Wache bei den Moselanern indes langsam aber sicher dem Ende zuzuneigen. „In der nächsten Woche setzen wir uns mit Dimo zusammen und klären, wie es weiter geht“, kündigt Trainer Schmitt an. Inzwischen hat sich nicht nur der kurzfristig im August aus Leiwen geholte Rommelfanger nicht nur als guter Griff erwiesen, sondern sind die letztjährige Nummer eins Thomas Hank und auch Reserve-Schlussmann Dennis Kauhausen wieder fit.

 

FSV Salmrohr: Trainer trotz Sieg sehr unzufrieden

Trotz des sechsten, noch dazu mit 4:1 klar ausgefallenen Sieges in dieser Saison war Patrick Klyk, dem Trainer des FSV Salmrohr am frühen Samstag Abend nicht nach Lobeshymnen zumute. Ganz im Gegenteil. Im Duell mit dem weiterhin sieglosen und auch vor den 240 Zuschauern am Samstag im Salmtalstadion nicht gerade gefährlich auftretenden Aufsteiger TSG Pfeddersheim machte Klyk „kein Feuer, keinen Witz und jede Menge taktische Undiszipliniertheiten“ aus.

Selbst der von Dino Toppmöller in der 40. Minute verwandelte Handelfmeter setzte das Spiel der Gastgeber noch nicht in Schwung. Mit dem Halbzeitpfiff kassierte man durch Sven Oswald sogar den Ausgleich.

Klare Worte fand der FSV-Trainer in der Halbzeitpause, animierte seine Schützlinge auch, endlich schneller zu spielen und die Gäste aus dem Wormser Stadtteil so mehr unter Druck zu setzen. Überzeugend war es zwar auch nicht, was die Salmrohrer in den zweiten 45 Minuten offenbarten, immerhin sorgten sie schnell für klare Verhältnisse. Christian Schroeder krönte seine guten Leistungen in den vergangenen Wochen mit den Toren zum 2:1 (53.) und 3:1 (63.). Den Schlusspunkt setzte Dino Toppmöller mit seinem siebten Saisontreffer (77.).

Friedhelm Rach, der sportliche Leiter des FSV (links) und Präsident Helmut Meeth haben gut lachen: Der FSV ist weiter auf Aufstiegskurs (Foto: Andreas Gniffke)

„Es war ein Warnschuss zur rechten Zeit. Wir haben gesehen, dass wir Woche für Woche hart arbeiten müssen und dürfen hier keinen auf die leichte Schulter nehmen“, gewann Patrick Klyk der mäßigen Vorstellung auch etwas Positives ab.

Ernst nehmen wird sein Team den Gegner am kommenden Samstag in jedem Fall – denn dann geht es zum Spitzenspiel nach Pirmasens…

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Kommentare (2)

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  1. Andreas Gniffke sagt:

    Hier gibt es den Spielbericht:

    SR-Mediathek

  2. Fan sagt:

    Gibt es das Tor von Sebastian Ting im Netz zu sehen?
    Ein Link wäre super!

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