Oberliga: SVE II verliert 0:2, Salmrohr erlebt bittere zehn Minuten

Von Alexander Heinen und Florian Schlecht

Am 26. Spieltag der Oberliga erlebte der FSV Salmrohr beim 1:2 in Neunkirchen eine bittere Schlussphase. Die 0:2-Heimpleite von Eintracht Trier II gegen Köllerbach stand schon zur Halbzeit fest.

Am Boden: Eintracht Trier II und Peter Lauer unterlagen Köllerbach. Foto: Anna Lena Grasmück

Eintracht Trier II: Zur Halbzeit ist alles entschieden

Es war ein gebrauchter Sonntag für Eintracht Trier. Erst verlor die A-Jugend mit 0:2 beim FSV Offenbach, dann die Regionalliga-Mannschaft mit 0:1 in Verl und zu allem Überfluss noch die Oberliga-Reserve mit 0:2 gegen die Sportfreunde Köllerbach. Und irgendwie hingen die Personalnöte aller Mannschaften miteinander zusammen. Aus dem letzten Loch pfiff auch die U23, die kurzfristig doch von Herbert Herres betreut werden konnte, weil Niki Wagner die U19 übernahm. Mit Andreas Lengsfeld stand zwar der Ersatztorhüter der ersten Garnitur zwischen den Pfosten – doch auf Christoph Anton und Jugendspieler musste die „Zwote“ verzichten.

Im Kellerduell wirkte sich das aus, schon zur Halbzeit war die 0:2-Heimpleite gegen Köllerbach besiegelt. Ein Schuss von Besart Aliu war die Möglichkeit für Trier, in Führung zu gehen, aber der Ball wurde vor der Torlinie geklärt (5.). Danach übernahmen die Gäste das Kommando – und trafen nach 15 Minuten zum 0:1. Kamil Czeremurzynski verlängerte einen langen Einwurf von Nicolas Delahaye am kurzen Pfosten ins Netz. Kurz darauf war der abgestellte Lengsfeld gefragt. Der Keeper rettete erst gegen einen Seitfallzieher Davit Bakhtadze bravourös und wehrte noch einen von Julien Turnau getretenen Foulelfmeter ab. Auch beim Nachschuss gegen Bakhtadze war er hellwach. Wehrlos war der Torhüter aber gegen Bakhtadze kurz vor der Pause, als der eine Flanke von Serge Patrick Dim Etong zum 0:2 verwandelte (43.).

„In der ersten Hälfte haben wir mit zu wenig Engagement gespielt und Köllerbach zu viel Räume gelassen. Das war sicher auch unserer dünnen Personaldecke geschuldet und daher etwas zwangsläufig“, sagte Herres, der im zweiten Durchgang ein Aufbäumen in den eigenen Reihen registrierte. Chancen zum Anschlusstreffer waren da, nachdem Lengsfeld zunächst gegen Dim Etong (51.) einen höheren Rückstand verhinderte und Bakhtadze aus spitzem Winkel gescheitert war (55.).

Das lag auch an der Einwechslung von Alexandru Balota, der von Herres zurückgeholt wurde und über fünf Monate nicht Fußball gespielt hatte. Der Offensivmann, der schon in Rossbach zu einem Kurzeinsatz kam, belebte das Spiel mit schönen Einzelaktionen und war an einigen gefährlichen Szenen beteiligt. Tim Hartmann traf in der 62. Minute nur den Pfosten des Köllerbacher Tores. Wenige Sekunden später wurde Hartmanns Kopfball nach einer Gilles-Kettels-Ecke auf der Torlinie geklärt. Und Hartmann zum Dritten: Auch mit einem Dropkick scheiterte er in der 86. Minute knapp. „Treffen wir zum 1:2, gerät Köllerbach vielleicht noch ins Wackeln“, bedauerte Herres, der seine Jungspunde in Schutz nahm: „Wir haben bis auf wenige Ausnahmen nur Spieler, die nie höher als Bezirksliga gespielt haben und die noch Erfahrungen sammeln müssen, auch wenn sie bitter sind. Wir sind bemüht, die Jungs zur neuen Saison zu halten und sind in guten Gesprächen.“

Während Köllerbach sich mit dem Sieg auf Platz 15 an Wirges vorbei schob, bleibt Trier abgeschlagen auf dem letzten Platz mit nur 16 Zählern. Nach der Osterpause wartet  für die U23 des SVE am Samstag, 14. April, beim Spitzenreiter FC Homburg eine schwere Aufgabe (14 Uhr). Das Hinspiel ging mit 1:8 verloren.

Trier II: Lengsfeld – Göpel, Lauer, Thieser, Hess – Dauenhauer (59. Balota), René Mohsmann, Schütz, Hartmann, Kettels – Aliu.

Tore: 0:1 Czeremurzynski (15.), 0:2 Bakhtadze (43.).

FSV Salmrohr: FSV gibt Führung aus der Hand

Die Führung von Dino Toppmöller reichte Salmrohr in Neunkirchen nicht aus.

Letzte Woche fegte der FSV Salmrohr den SV Gonsenheim vom heimischen Kunstrasen. Nun stand mit Borussia Neunkirchen der nächste dicke Brocken auf dem Programm. Keine leichte Aufgabe, denn  die in der Hinrunde noch unkonstanten Borussen haben sich stabilisiert. Jüngst gelang sogar der Derbysieg gegen den FC Homburg, mit Artur Mezler, Ricky Pinheiro und Nazif Hajdarovic hat sich Neunkirchen in der Winterpause prominent verstärkt.

Der FSV tat sich in der Anfangsphase schwer. Die Salmtaler, die nach dem 4:2 aus der Vorwoche mit breiter Brust antraten, gerieten gegen ebenfalls selbstbewusste Neunkirchener unter Druck. Jaba Bebua hatte nach gut 20 Minuten die Führung auf dem Fuß, der Georgier verpasste eine Hereingabe nur knapp. Auch der Ex-Trierer Julian Bidon hatte eine gute Chance, seinen Schuss parierte Kalle Kieren glänzend.

Wie aus dem Nichts dann das Führungstor für die FSV’ler. Einen Freistoß legte sich Torjäger Dino Toppmöller mit 20 Meter Torentfernung zurecht. Eiskalt setzte der Routinier das Leder in die linke obere Torecke (37.).

Nach der Pause und der Führung des FSV konnte sich die Elf von Trainerfuchs Robert Jung auf ihre Stärken besinnen. Ein ruhiger Spielaufbau aus den hinteren Reihen, immer auf Konter lauernd und ein in den letzten Spielen immer treffender Dino Toppmöller. Matondo „Sammy“ Makiadi verpasste die Chance zum entscheidenden zweiten Tor, ein sehenswerter Lupfer vom Flügelspieler sauste nur knapp über die Querlatte.

In den letzten zehn Minuten drehte sich das Spiel zugunsten der Saarländer. Stürmer Nazif Hajdarovic rückte dabei in den Mittelpunkt des Geschehens. Der ehemalige Saarbrücker nutzte zuerst eine Lücke im FSV Strafraum zum 1:1 (81.). In der 89. Minute machte er alle Punkthoffnungen der Salmrohrer zunichte, der Last-Minute-Treffer fiel nach einem Eckball, der Stürmer verwertete die Standardsituation zum Abstaubertor.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, resümierte FSV-Sportchef Friedhelm Rach. Die Leistung seiner Mannschaft stufte er als ordentlich ein. „Wir haben gut dagegengehalten und gekämpft. Insgesamt haben wir uns gut verkauft.“ In der nächsten Woche steht das nächste schwere Spiel an. Aus der Westpfalz reist der FK Pirmasens an, den der Salmrohrer Trainer Robert Jung zuvor lange Zeit trainierte. Der FK befindet sich wieder mitten im Titelrennen. Am Freitag gewann die Mannschaft von Peter Dusek im Spitzenspiel gegen den FC Homburg, die noch im Winter abgeschriebenen Pirmasenser sind ebenfalls prominent bestückt, unter anderen mit Sebastian Reinert, der schon für den 1. FC Kaiserslautern spielte.

FSV Salmrohr: Kieren – Fischer, Hesslein, Meschak Hohns – Makiadi, Schraps, Adrian, Bauer – Schottes (69. Schroeder) – Toppmöller

Tore: 0:1 (37.) Toppmöller, 1:1 (81), 2:1 (89.) Hajdarovic

Schiedsrichter: Patrick Kessel

Die weiteren Ergebnisse des 26. Spieltags

FK Pirmasens – FC Homburg 2:0

SVN Zweibrücken – TuS Mechtersheim 0:3

Arminia Ludwigshafen – SV Elversberg II 2:2

SG Betzdorf – SpVgg. EGC Wirges 0:0

Alemannia Waldalgesheim – SC Hauenstein 1:2

SV Gonsenheim – Röchling Völklingen 3:1

1. FC Saarbrücken – SV Rossbach/Verscheid 1:0

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln