Oberliga: Traumtor von Adigüzel krönt Salmrohrer Heimsieg – Mehring unterliegt

Salmrohr bezwingt Burgbrohl mit 4:0

Aus Salmrohr berichtet Stephen Weber

Sie können es also doch noch. Der FSV Salmrohr schug vor heimischer Kulisse die SpVgg Burgbrohl mit 4:0 (2:0). Stürmer Murat Adigüzel avancierte zum Mann des Spiel, indem er seinen Dreierpack mit einem prunkvollen Fallrückziehertor verzierte.

Salmrohr-Mehring

(Archiv-Foto: 5vier.de)

Es war ein unterhaltsamer Schlagabtausch am Samstagmittag, der sich den knapp 230 Zuschauern im Salmstadion bot. Der Aufsteiger aus Burgbrohl und die taumelnden Salmrohrer, die seit vier Partien auf einen Sieg warteten, präsentierten sich von der erste Sekunde an gewillt, über kämpferischen Offensivfußball zum Erfolg zu kommen. Brenzlige Situationen in frühen Augenblicken der Partie waren das Resultat des beidseitigen Sturmdrangs. Folgerichtig fiel zeitig der erste Treffer der Begegnung. SpVgg-Keeper Michael Berg misslang es, einen Freistoß von Daniel Braun festzuhalten, Stürmer Murat Adigüzel köpfte den Abpraller im hohen Bogen zum 1:0 der Hausherren (9.).

Marke ‚Tor des Monats‘

Viel Zeit zum Durchatmen verblieb Salmrohr jedoch nicht, denn trotz der Führung hielt sich die Intensität auf beiden Seiten hoch. Zunächst zog Standardspezialist Braun einen Freistoß aus ähnlicher Position wie beim Führungstreffer über das Tor (15.), kurz darauf scheiterte der Linksverteidiger nach feinem Doppelpass mit Schroeder an Torhüter Berg (25.). Der Gegner versteckte sich zwar nicht, kam aber lediglich durch Distanzschüsse zu Torversuchen, wie von Lukas Püttmann (24.) oder kurz darauf durch Stefan Krämer (29.).

Salmrohrs Trainer Patrick Klyk. Foto: 5vier.de

Salmrohrs Trainer Patrick Klyk. Foto: 5vier.de

Dann folgte das große Highlight der Begegnung: Salmrohr übernahm zusehends die Spielanteile auf dem Feld und erhöhte den Druck auf den Abwehrriegel der Gäste. Eine Flanke des Kapitäns Daniel Schraps fand schließlich Torjäger Adigüzel, der sich den Ball im Strafraum selbst hochlegte, um im Anschluss spektakulär per Fallrückzieher in den Winkel zum 2:0 zu verwandeln (33.). Ein Traumtor, und der erneute Beweis der individuellen Klasse des Angreifers. Mehr noch: Der Doppelschlag läutete das Ende der Burgbrohler Angriffsbemühungen ein. Sichtlich verunsichert gingen die Gäste nach dem zweiten Gegentreffer zu Werke und stellten die Salmrohrer Defensive in der ersten Halbzeit vor keine gravierenden Probleme mehr. FSV-Mentor Patrick Klyk meinte zur Glanzleistung seines Teams: „Wir haben heute trotz des Drucks, den wir uns selbst aufgebaut haben, den Gegner von Anfang an bearbeitet und zu frühen Fehlern gezwungen. Dafür habe ich die Leistungsträger in die Pflicht genommen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, auch wenn es vielleicht ein Tor mehr hätte werden können.“

Immer wieder Braun

Nach dem Seitenwechsel knüpften beide Teams an der Stelle an, an der sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten. Schroeder traf nach einem gekonnten Doppelpass mit Alexander Adrian zunächst den Pfosten (52.), Julian Bidon verpasste kurz danach freistehend eine Flanke von Braun nur um wenige Zentimeter (56.). Auch der eingewechselte Markus Bauer erhielt seine Chance, als er nach einem Freistoß von Braun in den Rücken der Abwehr abzog und Keeper Berg das Spielgerät nur mit großer Mühe an die Latte lenken konnte (59.).

Viele Chance, bescheidener Ertrag – bis zur 63. Minute. Linksaußen Schroeder geriet nach einem langen Ball aus der eigenen Abwehr in ein Laufduell, das er für sich entscheiden konnte. Beim anschließenden High Noon gegen den Burgbrohler Schlussmann behielt er die Nerven und schloss zum 3:0 ab. Die Vorentscheidung. SpVgg-Trainer Klaus Adams konnte sich den Auftritt seines Teams an diesem Tag nur schwerlich erklären: „Wir waren heute vielleicht vom Kopf her zu langsam. Trotzdem muss man anmerken, dass wir auch Chancen zur Wende hatten, aber über 90 Minuten betrachtet, war das heute – vor allem in der Defensive – ein Rückschritt im Vergleich zu den vorherigen Wochen.“

Adigüzel zum Dritten

Pokalsieger_3

(Archiv-Foto: 5vier.de)

Mit dem sicheren Sieg im Gepäck war der Torhunger der Gastgeber jedoch noch nicht gestillt. Erst scheiterten Braun und Adigüzel in einer Doppelgelegenheit am starken Berg (71.), eine Minute später machten sie es allerdings besser. Adigüzel tanzte all seine Bewacher im gegnerischen Strafraum aus und markierte abgeklärt das 4:0 (72.). Der dritte Treffer des Stürmers an diesem Tag. Burgbrohl ließ auf der anderen Seite lediglich durch Norman Wermes einmal kurzzeitig Gefahr aufblitzen – aber ohne Erfolg (71.).

Mit dem vierten Einschuss versiegte schlussendlich der große Drang auf einen erneuten Treffer. Weiterhin dominant ließ Salmrohr mit der Gewissheit des sicheren Sieges die Partie ausklingen. Ein überzeugender Auftritt des FSV, der an diesem Samstag auf die kolportierte Negativserie die richtige Antwort zu geben wusste.

Statistik:

FSV Salmrohr: Grub – Petersch (40. Bauer), Schäfer, Meschak, Braun – Adrian, Schraps – Bidon (66. Makiadi), Mertinitz (55. Hartmann), Schroder – Adigüzel, Schroeder

Tore:
1:0 Murat Adgüzel (9.)
2:0 Murat Adigüzel (33.)
3:0 Christian Schroeder (63.)
4:0 Murat Adigüzel (72.)

Schiedsrichter: Matthias Edrich (Bliesen)
Zuschauer: 230

SV Roßbach/Verscheid – SV Mehring 2:0 (0:0)

Auch im vierten Auswärtsspiel der Saison bleibt der SV Mehring ohne Punktgewinn. Beim heimstarken SV Roßbach/Verscheid musste sich die Mannschaft um Trainer Dino Toppmöller mit einer 0:2-Niederlage geschlagen geben und verpasste somit den Sprung in die obere Hälfte der Tabelle. Nach einer torlosen ersten Halbzeit entschieden die Gastgeber die Partie im zweiten Spielabschnitt für sich: Zunächst verwandelte Tobias Bauer einen umstrittenen Strafstoß (53.), wenig später führte Maximilian Fichtl die Entscheidung über einen Konter herbei (72.).

Weiterhin ohne Sieg in der Fremde bilanzierte Coach Toppmöller ein „ein Duell auf Augenhöhe bei überschaubarem Niveau.“ Und ergänzte selbstkritisch: „Wir hätten noch eine Stunde länger spielen können, dennoch wäre uns auch dann wohl kein Treffer gelungen. Es ist schade, dass wir derzeit in den 50:50-Spielen auswärts immer leer ausgehen. Es sind immer nur Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben.“ Am kommenden Wochenende empfangen die Mehringer den 1. FC Saarbrücken II auf dem hauseigenen Kunstrasen (Sonntag, 15 Uhr).

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Kommentare (3)

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  1. karl-peter sagt:

    Zu Neutraler:wenn man schon tips gibt wie, immer als ganzes Auftreten oder zusammen kann man mehr bewegen dann sollte er die gesamte Manschaft kritisieren und nicht einzelne Spieler.Da müsste er sich wohl jeden vorknöpfen,bei den fehlern die schon gemacht wurden.Bei den verloren gegangenen
    Spielen waren nicht nur die genannten Spieler schlecht.da gabs noch einige mehr.So einfach sollte man es sich nicht machen lieber Neutraler.

  2. wilma sagt:

    Neutraler hat recht, Fleck läuft wenig,Toppmöller T.läuft auch nicht immer viel.Aber Toppmöller T. hat 4 Tore gemacht und war nicht bei allen Spielen dabei..Das haben wohl nur wenige deiner 17 genannten echten Mittelstürmer hingekriegt.Immerhin Platz 3 als Torjäger in der Oberliga.Ob Fleck, Toppmöller oder sonst ein Spieler,Keiner verliert ein Spiel alleine .Es sind immer 11 Spieler.Vorne 17 Tore geschossen,das ist spitze und hinten 19 Tore rein bekommen sagt doch alles oder.Neutraler sollte bei Mehring Trainer werden.Bei den tollen Tips gäben die sicher Meister.Was der alles weis

  3. neutraler sagt:

    17 Oberligisten haben einen Vorteil, sie haben einen echten Mittelstürmer. Nicht so der
    SV Mehring. Vielleicht liegt es Verletzungspech des SV Mehring. Auf jedenfalls ist das viel zu wenig , was T. Toppmoeller bei jeden Einsatz abliefert.Und das ist ein großes Übel. Ob kämpferisch oder spielerisch.
    Auch ein M. Fleck, der wirklich ein begnadeter Fußballer ist, bei dem frage ich mich, was in seinem Kopf vor geht, wenn er sieht wie sich so mancher Mitspieler sich laeuferisch und kämpferisch den A….. aufreisst. Aber eins muss man Michael lassen, er steht zum
    SV Mehring, komme was da wolle.Lieber Michael, aber ohne laufen geht es nicht. Und das kannst du ja bald mit Bussi probieren, der bringt dir das schon bei.
    Auch ein A. Hesslein kann mit seiner Leistung in den bisherigen Spielen nicht zufrieden
    sein. Sein Fussballerisches Talent blitzte nur ein paarmal auf. Trotzdem ist er
    eine Verstärkung für den SVM. Genauso wie M.Schottes. Man hat noch nichts von seinem
    Können gesehen. Vielleicht hat er seine Verletzung noch nicht ganz abgehackt, oder er
    braucht die richtigen Mitspieler um sich. Wenn das Problem jedoch seine Verletzung ist,
    sollte der Trainer ihn ein paar Aufbauspiele in der zweiten Mannschaft absolvieren lassen,
    würde sein Selbstvertrauen auf jedenfall stärken. Kurzeinsätze in der Ersten helfen da nicht viel.
    Aber der SV Mehring hat ein großes Plus, bewundernswert wieviele Fans bei den Auswärts- spielen immer noch mitfahren und versuchen der Mannschaft den Rücken zu stärken. Obwohl sie bei den vergangenen Auswärtsspielen enttäuscht worden sind. Hut ab !!!!
    Hoffentlich sind bald wieder alle Mann an Bord und D. Toppmoeller hat dann die Qual der
    Wahl, wird für ihn nicht einfach. Sollte er jedoch die Bestbesetzung finden, ein Tipp, nicht zu viel wechseln, lass die Mannschaft sich einspielen.( Wenn keine Verletzte ) Und ein Tipp an den gesamten Kader,
    immer als ein ganzes Auftreten, auf dem Platz und außerhalb, keine Grueppchen bilden.
    Denk immer daran, zusammen kann man mehr bewegen . Mehring bleibt in der Oberliga, da glaube ich fest daran. Ob vor Salmrohr oder einen Platz dahinter, das ist mir egal.
    Der Oberligerkenner soll sich mal für einen Verein entscheiden. Jeder Fussballfan sollte froh sein, das wir zwei Vereine in der Oberliga haben und unsere Ortschaften bei Auswaertsspielen würdig vertreten. Eine bessere Werbung kann man nicht haben.

    Mit Sportlichem Gruß. Euer Neutraler.
    ,

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