Oberliga: Unglückliche Niederlage für SVE II / Kantersieg für Salmrohr

Am 14. Spieltag der Oberliga Südwest verlor die U23-Mannschaft von Eintracht Trier mit 3:1 beim SV Niederauerbach Zweibrücken. Damit riss die „kleine Serie“ von 3 Spielen ohne Niederlage in der Westpfalz und man rutschte zurück in die Abstiegsränge. Der FSV Salmrohr bezwang die TuS aus Mechtersheim zuhause mit 5:0 ab, Doppeltorschütze war Dino Toppmöller.

Letzte Woche gelang den Jungkickern von Eintracht Trier der Befreiungsschlag: Gegen Mitkonkurrent Alemannia Waldalgesheim gelang der erste Heimsieg, mit 3:2 schickte die U23 ihre Gegner nach Hause und kletterte vom 18. auf den 16. Tabellenplatz. Auswärts wollte man nun gegen den SV Niederauerbach Zweibrücken diesen Tabellenplatz verteidigen. Der Vorjahresfünfte Zweibrücken blieb bislang weit hinter den Erwartungen zurück, die Westpfälzer krebsten bisher im trüben Tabellenmittelfeld.

Im Aufwind: Trainer Christian Mergens und die U23 - Foto: Sebastian Schwarz

Entgegen dem Spiel der letzten Woche wirkte am gestrigen Samstag nur Olivier Mvondo aus dem Profikader mit, mit einem Durchschnittsalter von 20,8 Jahren schickte Christian Mergens eine sehr junge Mannschaft aufs Feld.

Die Partie begann denkbar schlecht: Gleich in der zweiten Minuten fiel das erste Tor für die Heimelf, Heiko Brunck köpfte den Ball ins Trierer Tor. „Wir hatte wie schon zu oft einen schlechten Start“, sagte Trainer Christian Mergens und nahm gleichzeitig seine Mannschaft in Schutz: „Das Tor war sehr schlecht zu verteidigen, da kann ich meinen Jungs keinen wirklichen Vorwurf machen. Zweibrücken war meinen jungen Spielern körperlich überlegen, das wurde hier deutlich!“. Fortan bemühten sich die jungen Trierer um Spielanteile, sie fanden besser ins Spiel und setzten den Gegner unter Druck. Christoph Anton ließ eine Chance zum Ausgleich aus, nach Vorarbeit von Olivier Mvondo sauste der Ball nur knapp über den Kasten von Torwart Thorsten Hodel.

Mergens: „Das war ein Abseitstor!“

In der 41. Spielminute ereignete sich eine diskussionswürdige Situation. Aus heiterem Himmel traf Guillaume Paul zum 2:0, für Triers Coach Mergens ein klares Abseitztor: „Wir haben zwar zuvor den Ball vertändelt, aber der Spieler lag im Abseits, steht dann auf und macht das Tor. Das war eine Fehlentscheidung!“

Nach der Pause zeigten sich die U23-Kicker keinesfalls geschockt. Mal wieder war es die zweite Halbzeit, in der die Moselstädter überzeugten und ihre Oberligareife beweisen konnten. Zuerst verzeichnete Christoph Anton zwei gute Möglichkeiten, dann traf

Traf per kopf: Pitt Hess - Foto: Anna Lena Grasmück

Tim Hartmann nur Aluminium. Kurz darauf fiel der Anschlusstreffer: Einen Freitsoß von Hartmann verwertete der Luxemburger Pitt

Hess per Kopf (59.).

Aluminium stand im Weg

Die Trierer Euphorie wich schnell der Ernüchterung. Fast im direkten Gegenzug traf Martin Gries zum entscheidenden Tor (61.).3:1 – Der Endstand. „Danach hat Zweibrücken das Spiel gut runtergespielt“, erklärte Christian Mergens. „Wir werden aber die Köpfe jetzt nicht hängenlassen! Es zeigt sich eine klare, und gute Entwicklung. Wir haben heute spielerisch überzeugt, das sagte auch der Zweibrücker Trainer Peter Rubeck. Wir sind auf einem guten Weg!“

Nächsten Sonntag trifft die Eintracht auf den starken Aufsteiger Arminia Ludwigshafen (16 Uhr). Wie Roland Seitz schon gestern durchblicken ließ, wird er einigen Profispielern Spielpraxis in der U23 geben.

Statistik:

SVN 1929 Zweibrücken: Hodel, Brunck, Früh, Schwindt, Backmann, Herchenhan, Gries, Paul (83. Meisenheimer), Nazarov (65. Karaoglan), Ellermann (78. Maul), Feiersinger

Eintracht Trier II: Basquit, Hess, F. Mohsmann (74. Haubrich), Thieser, Sehovic (46. Hartmann), Aliu (46. Kettels), Lauer, Anton, Mvondo, R. Mohsmann, Schütz

Tore: 1:0 (2.) Heiko Brunck, 2:0 (41.) Guillaume Paul, 2:1 (59.) Pit Hess, 3:1 (61.) Martin Gries

Zuschauer: 150

Schiedsrichter: Dominik Pfortner (St. Nikolaus)

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Salmrohr: Kantersieg gegen Mechtersheim

Mit 5:0 erreichte der FSV Salmrohr gegen die TuS aus Mechtersheim einen echten Kantersieg. Nachdem man zuletzt gegen Völklingen Remis spielte und gegen Elversberg II verlor wollten die Salmtaler gegen Mechtersheim wieder siegen. Die TuS, trainiert von Trainer-Urgestein Ralf Gimmy, kämpft diese Saison gegen den Abstieg. War man im letzten Jahr noch eine feste Größe in der Oberliga Südwest, so stellten die Pfälzer mit bisher neun Saisontoren die harmloseste Offensive der Liga. Die Abgänge der talentierten Raffael und Gianluca Korte (Braunschweig) sowie Kevin Sigl (Kaiserslautern II) wogen bisher zu schwer.

Kühne brach den Bann

In der Anfangsphase setzte die TuS auf eine kompakte Defensive, Sicherheit war das höchste Gebot. So tat sich auch Salmrohr schwer ins Spiel zu finden, beide Manschaften neutralisierten sich. Erst mit einem beherzten Solo von Johannes Kühne änderte sich das Bild. Er schnappte sich das Leder im Mittelfeld, umkurvte gleich 3 Gegenspieler und schloß dann kaltschäuzig ab (25.). Wie schon nach seiner Einwechslung in Elversberg aggierte der gelernte Abwehrspieler im Mittelfeld, er besaß Freiräume in der Offensive. Eine Umstellung, die sich bezahlt machte.

Zeigte ein tolles Solo: Johannes Kühne - Foto:Sebastian Schwarz

In der zweiten Halbzeit begann das Salmrohrer Schützenfest. Der FSV erspielte sich ein klares Übergewicht, Mechtersheim stellte die Gegenwehr ein. Salmrohr erhöhte binnen zehn Minuten durch Tore von Dino Toppmöller (50.,60.), Bauer (54.) und Hohns (55.) auf 5:0. Eine klare Angelegenheit! „ Ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg!“ freute sich Friedhelm Rach, der sportliche Leiter des FSV, nach dem Spiel. „Kalle Kieren musste nur zwei bis drei Bälle halten, Mechtersheim stand sehr defensiv.“

Im nächsten Spiel müssen die Salmtaler auswärts beim SC Hauenstein antreten, die Oberliga-Urgesteine rangieren 3 Zähler hinter Salmrohr auf dem zehnten Tabellenrang. Auch dort peilt der FSV drei Punkte an: „Wir wollen in Hauenstein gewinnen. Mit einem Sieg hätten wir schon unser persönliches Soll für die Hinrunde erreicht, damit wären wir sehr zufrieden!“ sagte Friedhelm Rach gegenüber 5vier. Auch personell kann der FSV, bis auf Mike Gaugler, wieder aus dem Vollen schöpfen.

Statistik:

FSV Salmrohr: Kieren – Förg, Hesslein (75. Schraps), Hohns, Fischer – Kühne, Adrian – Makiadi, Adams, Bauer – Toppmöller

Tore: 1:0 (25.) Kühne, 2:0 (50.) Toppmöller (Foulelfmeter), 3:0 (54.) Bauer, 4:0 (55.) Hohns, 5:0 (60.) Toppmöller

Schiedsrichter: Spengler (Nalbach)

Zuschauer: 217

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