Oberliga: Wache oder Rommelfanger?

Der FSV Salmrohr will Samstag in die Erfolgsspur zurück kehren, Mehring möchte unter dem neuen Coach Robert Jung auch auswärts punkten.

 

SV Mehring: Kohlei rückt für Ting ins Team

Ein neuer Trainer und den ersten Heimsieg in dieser Saison im Rücken: Aufsteiger SV Mehring kann das erste Auswärtsmatch unter dem zu Beginn der Vorwoche verpflichteten Coach Robert Jung am Samstag, ab 15 Uhr, beim FC Arminia 03 Ludwigshafen mit viel Schwung und Zuversicht angehen.

Dimo Waches Einsatz am Samstag ist fraglich

Allerdings ist der Mehringer Übungsleiter gezwungen, das zuletzt mit 2:1 gegen die SpVgg Eintracht Glas-Chemie Wirges siegreiche Team mindestens auf einer Position umzubauen: Mittelfeldlenker Sebastian Ting laboriert an einer Schambeinentzündung, für ihn wird nach Angaben von Jung Sven Kohlei in die Startelf rücken.

Fraglich ist zudem, ob Dimo Wache zwischen den Pfosten steht. Der langjährige Mainz-05-Profi hat geschäftlich derzeit viel um die Ohren. Sollte es seine Zeit nicht zulassen, am Samstag dabei zu sein, steht Philipp Rommelfanger im Kasten. Wie es nach dem Ludwigshafen-Match weiter geht im Mehringer Tor, will Robert Jung in der kommenden Woche entscheiden: „Dann werde wir intensiv Torschusstraining machen. Wer dort den besseren Eindruck macht, hat sehr gute Chancen, vorläufig die Nummer eins zu sein.“

Heizt den Konkurrenzkampf an: Trainer Robert Jung.

Nicht nur auf der Torwartposition heizt der erfahrene Coach den Konkurrenzdruck an, sondern auch unter den Feldspielern. „Aus Leistungsgründen wird im Vergleich zur Startformation des Wirges-Spiels keiner auf der Bank sitzen – bei einigen muss man aber schon aufpassen…“ Besonders Offensivmann Michael Fleck und dessen Entwicklung scheint er dabei im Blick zu haben. Aufgrund mangelnder Defensivarbeit hatte Jung den Angreifer bereits zur Halbzeit gegen Xavier Alsina-Fonts ausgetauscht.

Nach seinem gelungenen Debüt soll Erwin Bradasch auch in Ludwigshafen auflaufen und zumindest 60 Minuten durchhalten. „Er ist ein begnadeter Fußballer, kann ein Spiel lesen und zieht auch die anderen mit“, schwärmt Jung geradezu vom früheren Juniorennationalspieler, der zuvor über ein Jahr lang auch aus Verletzungsgründen nicht aktiv war.

Natürlich weiß Trainerfuchs Jung bestens über den kommenden Gegner, der als Neunter zwei Plätze und drei Punkte besser als der SVM notiert ist, Bescheid: „Wir müssen Tim Amberger aus dem Spiel nehmen. Er lenkt das ganze Geschehen bei der Arminia. Die großen Abwehrspieler sind bestimmt nicht das Schlechteste für unsere kleine, wendigen Leute.“

 

 Salmrohr: Kommender Gegner hat sich von Trainer getrennt

 

Nach der 0:2-Niederlage am vergangenen Samstag beim FK 03 Pirmasens – der ersten im neunten Spiel der Saison – hat Patrick Klyk, der Trainer des auf den dritten Tabellenplatz abgerutschten FSV Salmrohr eine Jetzt-erst-recht-Mentalität ausgemacht: „Alle sind heiß, wieder in die Erfolgsspur zurück zu kehren.“

FSV Salmrohr gegen Hauenstein: Im Vorjahr endete die Partie 3:1.

Der FSV Salmrohr strebt am Samstag den vierten Sieg im fünften Heimspiel an.

Klyk glaubt aber nicht, dass es gegen das noch sieglose Schlusslicht aus Köllerbach (Samstag, 15.30 Uhr, Salmtalstadion) besonders einfach wird: „Auch sie haben eine Daseinsberechtigung, in der Oberliga zu spielen. Zusätzliche Kräfte wird womöglich der Trainerwechsel frei machen – das kennt man ja im Fußball…“

Die Verantwortlichen der Sportfreunde hatten Melori Bigvava im Nachgang zur mit 0:4 verlorenen Partie gegen den SV Gonsenheim von seinem Traineramt entbunden – professioneller ausgedrückt: „Wir haben uns in beiderseitigem Einvernehmen getrennt.“ So drückte es Ralf Weiser, Zweiter Vorsitzender der Köllerbacher, gegenüber der Saarbrücker Zeitung aus. Der langzeitverletzte Goalgetter Davit Bakhtadze – zugleich Co-Trainer – und mit Ferdi Ochs ein weiterer etatmäßiger Assistent werden Samstag im Salmtalstadion auf der Bank Platz nehmen. Über eine dauerhafte Lösung der Trainerfrage wolle man in aller Ruhe entscheiden, so Vize-Klubchef Weiser weiter.

FSV-Coach Klyk rechnet mit Gästen, die „konzentriert und aggressiv aufspielen. Da müssen wir besser dagegen halten als zuletzt daheim gegen Pfeddersheim“.

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