Wild West Salmrohr – 6:1-Sieg über Halberg Brebach

Stephen Weber

Die produktivste Torfabrik in der 5vier-Region steht derzeit in Salmrohr. 6:1 (3:0) schlug der FSV am Samstagmittag den SC Halberg Brebach und bleibt durch diesen Sieg weiterhin im Aufstiegsrennen. 5vier.de war live vor Ort.

Salmrohr kantert erneut (Archiv-Foto: Sebastian Schwarz)

Nachdem der FSV Salmrohr bereits vor zwei Wochen die Spielvereinigung Wirges mit 8:0 vor heimischen Publikum abfertigte, folgte an diesem Wochenende gegen den SC Halberg Brebach das nächste muntere Schützenfest auf dem hauseigenen Grün. Es war nunmehr der fünfte Sieg im fünften Spiel in diesem Jahr für die Elf von Trainer Patrick Klyk, die mit 49 Punkten nach wie vor auf dem zweiten Tabellenplatz rangiert.

In Anbetracht der wichtigen anstehenden Begegnungen in den kommenden Wochen ließ Klyk allerdings zunächst einige Spieler zur Schonung nur auf Bank – was jedoch an der scheinbar zurzeit grassierenden Salmrohrer Spielfreude wenig änderte. Von Anpfiff an dominierte der FSV den Tabellenvorletzten aus dem Saarland und sorgte frühzeitig für klare Verhältnisse auf dem Feld. Mittelfeld-Dirigent Alexander Adrian eroberte durch energisches Nachsetzen einen Ball in des Gegners Hälfte, nahm sofort Tempo auf und bediente an der Strafraumgrenze den mitgelaufenen Gustav Schulz, der mit einem sehenswerten Dreher aus 17 Meter das 1:0 der Hausherren markierte (7.).

(Archiv-Foto: Sebastian Schwarz)

Dominanz trotz kleiner Fehler

Nur drei Minuten darauf folgte ein erneuter Beweis der Überlegenheit: Offensivkünstler Robin Mertinitz flankte einen Ball von der rechten Seite, den gleich vier Beinpaare verpassten und der schlussendlich bei Adrian ankam. Dessen Schuss aus sieben Meter konnte SC-Keeper Jan-Peter Tjaden zwar zunächst noch parieren, doch beim Nachschuss von Tobias Baier musste sich auch der Schlussmann geschlagen geben. Das 2:0 in der 10. Minute. Danach ließ der Offensivgeist der Salmrohrer ein wenig die Rasseln schleifen. Obschon man den Gegner jederzeit unter Kontrolle hatte, fehlte dem zum Trotz in den folgenden Szenen der zwingende Zug zum Tor.

Ein Lattentreffer nach einem Eckstoß von Johannes Kühne (16.) oder ein unsauber ausgespielter Konter von Schulz (25.) blieben bis zum Pausentee beinahe die einzigen nennenswerten Möglichkeiten. FSV-Co-Trainer Friedhelm Rach fand eine Erklärung für diese kleinen Nachlässigkeiten: „Wenn man den Gegner so im Griff hat und in den nächsten Wochen so schwere Partien vor sich hat, ist es verständlich, wenn es auch mal kleine Phasen in 90 Minuten gibt, in denen es nicht so gut läuft.“ Denn trotz einiger Unkonzentriertheiten war Salmrohr an diesem Mittag dem Sportclub in allen Belangen überlegen und ging durch Markus Bauer mit dem Halbzeitpfiff gar mit 3:0 in Front (45.).

Buden-Festival in der zweiten Hälfte

Hatten die angereisten Gäste in der ersten Halbzeit hin und wieder noch ein Aufbäumen aufblitzen lassen, waren Angriffsbemühungen ihrerseits im zweiten Spielabschnitt nicht mehr erkennbar. Es war ab sofort nur noch der FSV in der Vorwärtsbewegung, was sich schlussendlich in Toren niederschlug. Daniel Petersch kam im Brebacher Sechzehner an den Ball, fintierte seinen Bewacher geschickt und legte auf Mertinitz ab, der mühelos zum 4:0 abschloss (50.) Die Blitzstarter von der Salm brauchten im Anschluss abermals keine drei Minuten, um nachzulegen. Eine Ecke von Schulz erreichte Adrian, der an der Strafraumkante lauerte, den Ball gekonnt aus der Luft annahm und volley zum 5:0 einnetzte (53.).

Den Saarländern gelang zwar noch nach einem ruhenden Ball durch Jonas Dostert der kaschierende Kosmetiktreffer zum 1:5 (65.), doch es war nur eine schmeichelhafte Ehre an einem Tag, an dem der FSV seine Offensivqualitäten erneut unter Beweis stellen konnte. In der Folge sparten die Rheinland-Pfälzer allerdings etwas ihre Kräfte, Nachwuchsspieler kamen zum Einsatz und dennoch reichte es zu einem finalen Treffer zum 6:1: Nach einem feinen Doppelpass zwischen Daniel Schraps und Pascal Meschak auf dem rechten Flügel verwertete Kühne die darauffolgende Flanke zum letzten Paukenschlag an diesem Mittag (86.). Co-Trainer Rach lobte die Mannschaft für einen derart überzeugenden Auftritt: „Eine Analyse fällt nach so Spielen immer leicht aus. Wir waren durchweg die bessere Mannschaft und haben auch in der Höhe verdient gewonnen.

Am kommenden Mittwoch muss der FSV Salmrohr dann auswärts beim 1. FC Saarbrücken II antreten.

Statistik

FSV Salmrohr (Trainer: Patrick Klyk)
Grub – Petersch (51. Zwick), Kühne, Hohns, Mees – Schraps, Schulz (53. Meschak) – Mertinitz, Adrian, Bauer (73. Unnerstall) – Baier

SC Halberg Brebach (Trainer: Alexander Stamm)
Tjaden – Luck (44. Schreier), Schuh, Dostert, Arand – Demmer, Hanschitz. Berndt, Seewald (77. Lehmon) – Schliesing, Turnau

Tore:
1:0 Gustav Schulz (7.)
2:0 Tobias Baier (10.)
3:0 Markus Bauer (45.)
4:0 Robin Mertinitz (50.)
5:0 Alexander Adrian (53.)
5:1 Jonas Dostert (65.)
6:1 Johannes Kühne (86.)

Schiedsrichter: Fabian Hohmann (Rödersheim)
Zuschauer: 120

 

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Kommentare (2)

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  1. salmrohr2013 sagt:

    Kaum spielen unsere „Jungs“ ( teilweise ) geilen Fussball, schon dreht sich wieder alles im Umfeld um den Faktor Neid!
    Dabei werden sogar einige Mitarbeiter unseres Hauptsponsors und Vereinsvorsitzenden als Zuschauer gesichtet; und die sehen nicht so aus als ob man Sie gezwungen hätte sich ein schönes Fussballspiel anzusehen!
    Und NEIN! wir sind keine „Werkself“ auch wenn einige Spieler in der Firma von Herrn Meeth arbeiten. Und genau hier ziehe ich meinen „Hut“ vor unseren Spielern:
    Sie schaffen es trotz dieser Doppelbelastung einen guten Job zu machen und einen erfolgreichen und schönen Fussball zu spielen, egal ob Arbeiter oder Student!
    Hier bewahrheitet sich mal wieder:
    “ Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich erarbeiten“
    In diesem Sinne: Weiterhin viel Spass beim Fussball, egal wo.

  2. fussballfan sagt:

    Super wie Salmrohr das macht. Aber 120 Zuschauer! Da hoffen wir mal das der Meeth kein SchwächeAnfall bekommt .(Geld….) Denn eine Liga höher extreme Kosten und gleiche Zuschauerzahl. Und dann kommen die Spielerberater. Dann schaut er besser auf seine Arbeitsplätze .

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