One Night Stand im Astarix – Erstes Mal mit Startschwierigkeiten

Gestern war es soweit – der erste „One Night Stand“ in der Geschichte des Theaters Trier feierte Premiere. 5vier.de war bei der Talkrunde mit prominenten und weniger prominenten Gästen rund um und aus Trier.

Im Astarix konnten die Zuschauer am Donnerstag, den 24. November, einer Gesprächsrunde rund um das Thema „Was ist Heimat?“ lauschen. Mit von der Partie waren Chordirektorin Angela Händel, Buchautor Christoph Riemenschneider, Lokallegende Helmut Leiendecker sowie der in Palästina geborene und nach Luxemburg emigrierte Haitham Habeeb. Theaterschauspieler Peter Singer moderierte die Veranstaltung. Das Publikum war erfreulicherweise bunt gemischt, sowohl junge Menschen, wie man sie an der örtlichen Uni finden könnte, als auch alteingesessene Theaterbesucher waren im Astarix versammelt.

Ebenso bunt gemischt wie das Publikum waren die Erwartungen. Ein paar Besucher hatten sich im Vorfeld schon einige Gedanken zu dem Thema „Heimat“ gemacht. Andere kamen, um Christoph Riemenschneider, der auch Mitglied des Orchesters ist, anzufeuern. Singer-Fans wollten ihren Lieblingsschauspieler mal außerhalb der Bühne erleben. Viele kamen auch, um Helmut Leiendecker alias „ihren Helmi“ zu sehen, der Name zieht in Trier einfach. Einig waren sich jedoch alle, dass sie eine spannende Diskussion um das Thema erwarteten.

Leider blieb nach der Vorstellung der einzelnen Personen und ihrer Definition von Heimat keine Zeit mehr, um über das gemeinsame Thema zu diskutieren, was den Erwartungen der Zuschauer wohl nicht entsprochen hatte. Zudem fanden es viele schade, dass das Thema alleine zwar einen roten Faden geliefert hatte, aber dieser nicht recht aufgegriffen worden war. Bei vielen Besuchern entstand der Eindruck, dass kein richtiges Gespräch entstand, weder zwischen Moderator und Gast noch zwischen den einzelnen Gästen. Doch eben das hätte eine Talkrunde ausgemacht, so das Urteil im Zuschauerraum. Der Auftritt vom talk-erprobten Leiendecker konnte die Stimmung gegen Ende hin wieder etwas heben und brachte mit viel Witz und alteingesessenem Trierer Charme Leben in die Bude.

Insgesamt kann man den Auftakt der neuen experimentellen Reihe des Theaters Trier zwar nicht als vollen Erfolg bezeichnen, aber die Idee ist lobenswert. Mit der Zeit und etwas Übung hat diese Reihe durchaus Potenzial, zu einer schönen Regelmäßigkeit im Astarix heranzuwachsen.

Der nächste „One Night Stand“ ist für den 15. Dezember angesetzt. Dann wird Schauspieler Jan Brunhoeber moderieren, der gerade in „Bartsch, Kindermörder“ zu sehen ist. 5vier.de wird wieder berichten. Das Thema: Weihnachten.

Stichworte:

Kommentare (0)

Trackback URL | RSS

Antworten

Wir freuen uns über Kommentare und möchten allen Lesern die Möglichkeit geben, kritisch zu den Themen und Artikeln Stellung zu beziehen und ihre Meinung kundzutun. Wir behalten uns das Recht vor, jeden Kommentar vor Veröffentlichung redaktionell zu überprüfen und nur Kommentare freizuschalten, die sich sachlich mit dem Thema des Beitrags beschäftigen.
Spielregeln