Kolumne: Paddy Klink – Von Gigolos und Best-Ofs

Liebes Rock and Roll Tagebuch,

heute schreibe ich den zweiten Teil meiner 5vier.de-Kolumne und muss beim Durchlesen meines Eröffnungsartikels feststellen, dass mein damaliger Deutsch-Leistungskurs-Lehrer diesen mit dem Vermerk „Thema verfehlt“ in die Tonne gekloppt hätte. Nunja… die Mad Caddies und Herr Mittermeier haben jetzt nicht wirklich direkt was mit der regionalen Bandszene zu tun, richtig? Ich gebe hiermit allen stillen Kritikern recht und gelobe Besserung. Auch ein nagelneuer 5vier-Rock’n’Roll-train braucht seine Anfahrzeit, bis er mit Vollgas unterwegs ist 🙂


Foto: Paddy Klink ist Sänger und Gitarrist der Band project54 (http://www.myspace.com/project54). Auf 5vier.de gibt er alle zwei Wochen einen Einblick in die Rock’n’Roll-Szene der Region. Mal laut, mal leise – mal nachdenklich, aber nie verkopft. Rock’n’Roll eben.

Lobenswert ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass meine Kolumne schon die ersten Leser im Nachbarland Luxemburg begeistert. Und nicht nur das – von dort kommt auch die erste Bandvorstellung.

Die „Vintage Gigolos“, eine fünfköpfige Rockband aus dem Ländchen, habe ich im Rahmen der diesjährigen „Fête de la musique“ in Esch/Alzette (Lux.) kennengelernt, bei der wir uns eine Bühne geteilt haben. Damals waren die Jungs mit neuem Sänger am Start, wirkten aber dennoch bereits sehr eingespielt und präsentierten die neuen Songs, die zur Zeit auf das Studioalbum gepresst werden. Nach einer erfolgreichen Studio-Session kann man sich das Ergebnis ausschnittsweise auf Ihrer Myspace-Seite anhören und (!) ansehen. Beim „Netrock“ erhielten diesen Herbst einige ausgewählte Bands der Großregion die Möglichkeit, sich im Club der Rockhal einem Millionenpublikum zu präsentieren – live übers Internet. Als „Bonus“ erhielt jede Band ihren Video-Mitschnitt auf DVD, den man – wie man hier sehen kann – für anständige Demo-Videos verwenden kann!

Es bringt sicherlich wahrlich wenig, die Biografie der Jungs hier niederzuschreiben, weil die Hälfte der Leser bestimmt schon längst auf myspace surft und sich „Dr. Acula“ anhört. Ich stehe ja auf Wortspiele… Jungs, Respekt! Durch die verschiedenen Einflüsse der Band, die ganz schnell auch durch ihre myspace-Topfreunde verraten werden, kann man sich auf einen sehr straighten und doch breiten „Mix“ einstellen. Meine Meinung: geiler Sound, geile Stimme, super Musiker! Oder in der Facebook-Sprache: Gefällt mir!

Ich freue mich auf die fertige Platte und wünsche den Gigolos, dass sie ihren Bekanntheitsgrad auch in unserer Region mächtig ausbauen können – in Luxemburg gehören sie jedenfalls zum Pflichtprogramm jeder Großveranstaltung.

A propos Luxemburg. Angepriesen hatte ich zuletzt ja noch die Eastpak Antidote Tour. Leider habe ich es selbst nicht dort hin geschafft, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass ich JEDE Großveranstaltung besuchen und darüber berichten werde, sofern sich jemand findet, der mir meinen Lebensunterhalt finanziert… oder ich irgendwann vielleicht selbst mal von unserer eigenen Mukke leben kann. Wer sich das Punk-Feuerwerk von SUM 41 und Co. angeschaut hat, sei hiermit herzlich eingeladen in Form eines Kommentars darüber zu berichten!

Aus aktuellem Anlass möchte ich Euch alle noch zu einem ganz besonderen Konzert einladen. Mein alter Schulfreund und Schlagzeuger Daniel Bukowski rührt derzeit die Werbetrommel für seine CD-Release-Party der „etwas anderen Art“! Am Donnerstag, dem 2. Dezember steigt die Party im Cinemaxx Trier! Gerade lese ich auf seiner Seite, dass das Album den Namen BEST OF Vol. 1 tragen wird. Grundsätzlich klingt das erstmal sehr dekadent, aber ohne vorher die neuen Aufnahmen gehört zu haben (was ich nach Fertigstellung dieses Absatzes ändern werde), kann ich meine Hand dafür ins Feuer legen, dass sich diese Titelwahl rechtfertigt!

So, der erste Teaser läuft. Gut, Daniels Musik hat nicht viel mit Punk und Alternative-Rock zu tun – obwohl er ja mal Schlagzeuger von Project 54 war :-), wie vielleicht viele von Euch wissen. Aber das, was hier über meine In-Ear-Kopfhörer in meinen Gehörgang drängt, ist wohl auch der Grund dafür, weshalb er vor ein paar Jahren diesen – seinen eigenen Weg – gewählt hat. Das sind einfach SEINE Songs, seine Handschrift! Ihn musikalisch in eine Schublade zu stecken wird sehr schwierig. Aber das spielt bei guter Musik ja auch keine wichtige Rolle, oder? Hauptsache es gefällt. „Der Paddy würde nie im Leben was Schlechtes über seine Freunde schreiben…“ höre ich den ganz besonders kritischen Leser schreien. Alla hopp, hier bekommt ihr Euer Fett: Beim Song „Susanne“ singt Daniel übers „Zusehen, wie sich offensichtlich die Susanne duscht, badet und die Beine rasiert“. Da frage ich mich im ersten Moment auch, was das soll. Ich werde ihn einfach mal fragen. Oder mir den kompletten Song anhören, sobald die CD draußen ist – oder noch besser: mir das Spektakel live im Cinemaxx anschauen (was ich übrigens auch tun werde!). Denn ich bin mir sicher, dass da noch irgendwo eine Pointe versteckt ist. Aber leicht erotisiert bin ich bei dem Gedanken an Susanne jetzt doch 🙂

Mehr über Daniels BEST OF VOL.1 gibt’s dann voraussichtlich kurz vor Weihnachten und ich entlasse Euch mit meinem persönlichen Favourite „PROblem“ in die zweite Wochenhälfte. Allerdings nicht in der offiziellen Studioversion, sondern mit dem von Daniel selbst-produzierten Video – zum selbst produzierten Song in seiner ursprünglichen Version.

Bis demnächst…DU-SCHLAMPE! *lachmichtot*

Euer Paddy

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Kommentare (4)

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  1. Sabs sagt:

    Wenn ich schon selbst vor lauter Arbeit nicht mehr auf Konzerte komme, kann ich hier wenigstens drüber lesen. 🙂

    Super Artikel, Paddy! (Und wenn Du wen findest, der Dir ein Leben voller Konzertgänge finanziert: Sag‘ bescheid, ich will auch!!)

  2. Pleini sagt:

    Waschsong, Paddy! Waschsong… 🙂

  3. Kaiser sagt:

    Sehr schöner Artikel! Erfreulich, dass man hier musikalischen Input und Insider-Tips bekommt, ohne selber viel recherchieren zu müssen. Bitte halt uns weiterhin auf dem Laufenden, Paddy!

  4. Rocky sagt:

    Ich wollt mal nur schnell was loswerden: die Kolumne von Paddy ist saugeil! Das beste das ich seit langem geselesen hab. witzig und man kann sich gut informieren was so rock`n`Rolltechnisch abgeht. superquant, weiter so!

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