Pizzakartonfalt-WM: Deutscher Sieger, aber zu kalt für den Rekord

Event in Irsch war der 'absolute Kracher' - Deutschland vor Italien und Russland

Dominic Labarbe stand am vergangenen Samstag auf der Irscher Sportanlage ganz oben auf dem Treppchen und hielt als erster Pizzakartonfalt-Weltmeister die deutsche Fahne hoch. Auf Platz zwei landete Giovanni Iorio aus Italien, Dritter wurde Petr Bauer für Russland. „Das Event war der absolute Kracher“, freute sich derweil Alexander Becker vom Veranstalter Pizza Pronto Irsch. Wenngleich der angestrebte Weltrekord an den unterschätzten Freiluftverhältnissen scheiterte.

31 Teilnehmer starteten in den Kampf um den WM-Titel, am Ende stand ein erbitterter Kampf zwischen den Finalisten. „Es war ein Finale auf Augenhöhe, da war sehr viel Action dabei. Und auch ansonsten war der Tag noch sehr viel lustiger, als wir es erwartet hatten“, blickte Becker zurück.

Besonders erfreut war er über das farbenfrohe Siegertreppchen. „Die 31 Falter kamen aus vier Nationen. Drei davon sorgten dann für ein internationales Flair bei der Ehrung, das einer WM würdig war. Und wir konnten drei verschiedene Nationalhymnen spielen.“

„Im Vorfeld fragten viele, ob das nur ein Gag von uns sei“

Auch die Resonanz der Zuschauer war zufriedenstellend. Über den Tag verteilt pilgerten über 500 Besucher nach Irsch. „Gerade weil es die erste WM war, sind wir sehr zufrieden damit, wie das Ganze aufgenommen wurde. Im Vorfeld wurden wir ja häufig sogar gefragt, ob die Sache nur ein Gag von uns sei“, schmunzelte Alexander Becker.

So sorgte das Drumherum auch für eines der Highlights, als einige der zahlreichen Kinder aus den unzähligen bereits gefalteten Kartons einen riesiegen Turm auf die Beine stellten. „Das war schon lustig mit anzusehen.“

Einfach zu kalt für den Weltrekord

Bei aller Lockerheit abseits des Wettbewerbs wurde der sportliche Ehrgeiz letztlich doch etwas enttäuscht, denn keiner der Falter schaffte es, den angestrebten Guinness-Weltrekord von zwölf gefalteten Kartons in einer Minute zu realisieren. „Das lag daran, dass wir die Kälte an freier Luft einfach unterschätzt haben. Zuvor hatten wir nur in der warmen Pizzeria oder zumindest drinnen trainiert. Alle, die dort normalerweise locker zwölf Kartons schaffen, kamen am Samstag maximal auf deren zehn. Die Finger waren bei der Kälte eben nicht beweglich genug“, erklärte Becker und will aus den Erfahrungen lernen. „Den nächsten Versuch werden wir in zwei bis drei Monaten anmelden und dann aber in der Pizzeria oder einer Halle durchführen.“

Die nächste offizielle Weltmeisterschaft soll nach der erfolgreichen Premiere in zwei Jahren stattfinden. „Das ist der Rhythmus, auf den wir uns nun spontan festgelegt haben. Da bleibt uns auch genügend Zeit, bis dahin die guten Dinge weiter auszubauen und die weniger guten Aspekte zu verbessern.“ Ein Premieren-Weltmeister aus Deutschland ist sicher schon mal ein viel versprechender Start.

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