Polizei bereitet sich intensiv auf Derby am Samstag vor

Eintracht Trier gegen Saarbrücken

Die Polizei hat in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Stellen eine umfangreiche Einsatzkonzeption anlässlich der Fußballbegegnung SV Eintracht Trier gegen den 1. FC Saarbrücken am kommenden Samstag im Trierer Moselstadion erstellt. Erstmals werden auch außerhalb des Stadions Videokameras betrieben und zwei Szenekundige Beamte aus Frankreich eingesetzt.

Die Polizeidirektion Trier hat sich intensiv auf die Begegnung der beiden Regionalligisten vorbereitet. „Gemeinsam mit den beteiligten Vereinen und der Stadt Trier haben wir ein Konzept erstellt, das die größtmögliche Sicherheit rund um das Fußballspiel gewährleisten soll“, sagt Einsatzleiter Kriminaldirektor Norbert Hausen im Hinblick auf zum Teil gewalttätige Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit bisherigen Begegnungen der beiden Clubs. Zuletzt hatte es am 1. Oktober 2016 in Völklingen Ausschreitungen gegeben, in deren Verlauf auch mehrere Ordner und Polizeibeamte verletzt wurden. Dies will Hausen verhindern.

Erstmals setzt die Polizei deshalb auch außerhalb des Stadions Videotechnik ein. Drei Videokameras liefern Bilder aus der Zeughausstraße vom Stadioneingang bis in die Kloschinskystraße und aus der Zurmaiener Straße entlang des Stadions bis hinter die Einmündung der Zeughausstraße in die Einsatzleitung. Damit wollen die Beamten Auseinandersetzungen bereits im Entstehungsstadium erkennen und Interventionskräfte gezielt zu den Einsatzörtlichkeiten dirigieren, bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt. Dies habe bereits an Fastnacht in der Trierer Innenstadt gut funktioniert, so der Einsatzleiter. Zudem könnten die Videosequenzen zur Ermittlung in Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenverfahren genutzt werden. Mit entsprechenden Schildern wird die Polizei auf die videoüberwachten Bereiche hinweisen.

Grafik: Polizeidirektion Trier

Videoüberwachung in der Zurmaiener Straße (Grafik: Polizeidirektion Trier)

 

Videoüberwachung in der Zeughausstraße (Grafik: Polizeidirektion Trier)

 

Erstmals wird die Trierer Polizei bei einer Fußballbegegnung von französischen Beamten unterstützt. Einsatzleiter Norbert Hausen geht davon aus, dass Problemfans aus Metz und Nancy zum Fußballspiel nach Trier anreisen werden. „Die Anhänger der beiden französischen Fußballvereine sind nicht gerade miteinander befreundet“, sagt er, „und die Ultraszenen aus Nancy und Metz sind hingegen mit den Saarbrücker beziehungsweise Trierer Fanszenen eng verbunden.“ Die französischen szenekundigen Beamten sollen gemeinsam mit ihren Trierer und Saarbrücker Kollegen die Problemfans identifizieren und beobachten. Aber nicht nur im und um das Stadion ist die Polizei mit einem Großaufgebot an Beamtinnen und Beamten präsent. Mit Unterstützung der Bundespolizei werden auch der Hauptbahnhof sowie die An- und Abfahrtswege der Fans überwacht.

 

 

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Kommentare (1)

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  1. Dany sagt:

    Ich würde direkt noch die Bundeswehr hinzuziehen. Da könnte am Samstag bestimmt auch der 3. Weltkrieg ausbrechen, immerhin spielt Trier gegen Saarbrücken

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