Premiere: Straßen- und Kleinkunstfestival “ars ante porta”

Am Wochenende des 28. und 29. September findet das erste Trierer Straßen- und Kleinkunstfestival rund um die Porta Nigra statt. Unter dem Titel “ars ante porta” bietet der Kultur Raum Trier e.V. lokalen Künstlern viel Raum für Kreativität.

Nicht nur nationale und internationale Künstler sollen hier zum Zuge kommen. Auch Künstler und Performer der freien sowie regionalen Szene können rund um die Porta Nigra ihre Werke vorzeigen bzw. vortragen. Das Festival ist in seiner Vielfalt eine Premiere für die Moselstadt. Es steht für ein zweitägiges Fest voll moderner und urbaner Kultur, das sich rund um das älteste Tor Deutschlands konzentriert.

Während Europas größte Walk Acts die Simeonstraße “verunsichern”, werden Klein und Groß von einem der kleinsten Theater der Welt am Rande des Brunnenhofs unterhalten. Etwa 100 künstlerische Einzeldarbietungen unterschiedlicher Genre warten auf die Besucher an besagtem Wochenende.

Bespielt werden an beiden Tagen kontinuierlich zwei feste Bühnen (Brunnenhof und Porta Nigra Vorplatz). Zudem werden zwei weitere Bühnen vor der Sparkasse Simeonstraße und Galeria Kaufhof errichtet.

Auf der rechten Flanke vor der Porta Nigra und im Brunnenhof wird ein Kreativmarkt stattfinden, der Besucher mit handgemachten künstlerischen Exponaten lockt. An beiden Tagen werden über 70 lokale, regionale, nationale und internationale Künstler und Künstlerinnen im Rahmen des ca. 60 stündigen Gesamtprogramms auftreten.

Eröffnet wird das Fest am Samstag, 28. September, um 15.45 Uhr auf der Porta Bühne durch Kulturdezernent Thomas Egger. Das Festival mit allen Bühnenprogrammen startet um 16 Uhr.

Das Programm auf der Portabühne und die Künstler

28. September

Am Samstag geben sich ab 16 Uhr verschiedene Künstler die Klinke in die Hand. Den Start machen Hortkind – kurz für: „Höchst originelle, richtig tolle körperlich-intellektuelle neue Darstellung”. Hinter diesem Pseudonym verstecken sich die Berliner Comedians Edd & Lefou aka Steffen Lemke und Nils Hellmuth, die ihre ganz eigene Interpretation von Stand Up Comedy starten.

Um 16.30 Uhr wird Klaus Renzel das Publikum unterhalten. Er ist ein Ein-Mann-Improvisationstheater mit verblüffender Pantomime, Lautmalerei und exzellenten mimischen Einsätzen. Mit Hilfe von Akkordeon, Gitarre und anderen, teilweise kuriosen, Instrumenten entfacht er ein Feuer an überraschenden Show-Einlagen.

Eine halbe Stunde später betritt Chris Tall die Bühne, ein junger Stand-Up-Comedian. Er erzählt von verrückten Ereignissen und absurden Alltags-Situationen, die er selbst erlebt hat. Seine pubertäre Leidenszeit (die offenbar nie zu Ende zu gehen scheint) und erste scheue Beziehungskonflikte – aber vor allem die Auseinandersetzung mit sich selbst – machen ihn zu einem unverwechselbaren komischen Erzähler.

Beim Stuttgarter Özcan Cosar, der um 17.30 Uhr beginnt, verhält es sich ähnlich. Auch er erzählt von seinem bunten, interkulturell geprägten Leben. Als Mehrfachbegabter macht er das auf seine ganz eigene, höchst lebendige Art: Mit Beobachtungsgabe und Humor, mit Schauspiel und Tanz, mit Gesang und Gitarrenspiel, mit Spontanität und Kreativität.

„In Deutschland wird man auf der Autobahn geblitzt, in der Schweiz wird man gemalt.“ Alain Frei lässt mit seiner komödiantischen Aufbereitung der gegenseitigen Vorurteile der Deutschen und Schweizer kein Auge trocken. Seine Show fängt um 18.30 Uhr an.

Gleich im Anschluss tritt Gernot Frischling mit seiner Tanzcomedy auf – Witz gepaart mit tänzerischer Ausdruckskraft. Eine seltene und kuriose Kombination, die er meisterhaft versteht.

Den Abschluss des kreativen sowie humoristischen Abends vor der Porta bleibt Christian Dirr mit seiner Feuershow und dem Saurus vorbehalten.

29. September

Am verkaufsoffenen Sonntag beginnt das Programm in der Stadt bereits um 14 Uhr.

Die Künstler vom Vortrag bekommen Unterstützung von einigen Neuzugängen. So tritt um 15 Uhr Mathias Seling auf, ein Typ voller Ecken und Kanten. Er verwischt die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy und setzt sich scharfsinnig mit den Alltäglichkeiten unseres Lebens auseinander.

Mit seinem unterhaltsamen Geschnatter beweist Michael Eller das auch Comedy „das Einfache, das schwer zu machen ist“ (Brecht) sein kann. Sein Auftritt bewegt sich nicht in den Niederungen des Spaßes, sondern hat Charme und einen umwerfenden Humor, trocken wie Heizungsluft.

Das komplette Programm sowie die Namen aller teilnehmenden Künstler könnt ihr der Internetseite von ars ante porta entnehmen.

ars ante porta” ist eine Veranstaltung des Kultur Raum Trier e.V. in Zusammenarbeit mit der Stadt Trier und der City-Initiative-Trier e.V. und steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Trier Klaus Jensen.

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