Regionalliga: Mehrheit der Trainer glaubt an Titel-Zweikampf – Trier vorne

Ab Wochenende starten die Titelkandidaten der Regionalliga ins Geschehen. 5vier befragte in der letzten Woche alle 19 Trainer nach ihren Meisterfavoriten, eigenen Zielen und möglichen Überraschungsteams. Eins zeigt die Umfrage: Die Mehrheit erwartet einen packenden Titel-Zweikampf zwischen den Sportfreunden Lotte und Eintracht Trier.

Wer feiert am 19. Mai die Meisterschaft?

An diesem Wochenende starten auch die drei Titelkandidaten der Regionalliga wieder ins Rennen. 5vier.de hat bereits in der letzten Woche unter allen 19 Trainern der Klasse eine große Umfrage durchgeführt und veröffentlicht diese nun erneut zum Start aller Klubs. Die Fragen: Wer wird Meister? Wer wird das Überraschungsteam der Rückrunde? Was sind die Ziele Ihrer Mannschaft?

1) Wer wird Meister?

Die Mehrheit der Trainer erwartet einen Zweikampf zwischen den Sportfreunden Lotte und Eintracht Trier. Eine Überraschung: Obwohl Trier derzeit in der Verfolgerrolle ist, liegen sie als Meistertipp gegenüber Lotte mit 6:3 bei den Übungsleitern vorne, die eine Tendenz abgegeben haben. Der Grund dafür liegt auch in dem Ausfall von Sportfreunde-Torjäger Marcus Fischer, bei dem viele Trainer erst einmal abwarten wollen, wie er ersetzt werden kann. Mönchengladbach II werden hingegen nur Außenseiterchancen eingeräumt. Die Antworten im Überblick:

Maik Walpurgis (Sportfreunde Lotte): „Natürlich die Mannschaft, die am Ende die meisten Punkte auf dem Konto hat. Eines der ersten drei Teams wird es schaffen.“

Roland Seitz (Eintracht Trier): „Dazu gebe ich keinen Kommentar ab.“

Sven Demandt (Borussia Mönchengladbach II): „Ich tippe auf eine der beiden Mannschaften, die oben stehen. Trier sehe ich mit seiner Qualität noch ein Stück vor Lotte.“

Uwe Koschinat (Fortuna Köln): „Ich bin davon überzeugt, dass es am vorletzten Spieltag zu einem echten Herzschlagfinale zwischen Trier und Lotte kommt. Trier hat vielleicht die höhere individuelle Qualität. Lotte wird mit den finanziellen Möglichkeiten seine Ausfälle gleichwertig ersetzen.“

Thomas Stratos (SC Wiedenbrück): „Lotte oder Trier. Von der Geschlossenheit der Mannschaft hat die Eintracht für mich die größere Chance. Lotte hat durch die Verletzung von Marcus Fischer einen wichtigen Mann verloren, der viele Tore geschossen hat. Trier ist für mich kompakter und nicht so stark auf einen einzelnen Spieler angewiesen.“

David Wagner (Borussia Dortmund II): „Eintracht Trier. Sie stellen eine Truppe auf die Beine, die den Erfahrungswert hat, um im Aufstiegskampf zu bestehen. Außerdem kann es ein psychologischer Vorteil sein, mit dem Sieg im direkten Spitzenspiel in die Winterpause gegangen zu sein. Aber keine der ersten drei Mannschaften wird kampflos das Feld räumen.“

Martin Schmidt (FSV Mainz 05 II): „Vor einem Monat hätte ich noch mit den Sportfreunden Lotte geantwortet. Jetzt rechne ich mit Trier, weil sie die komplettere Mannschaft sind und für Lotte der Ausfall von Torjäger Marcus Fischer schwer wiegt.“

Dirk Lottner (1. FC Köln II): „Meine Tendenz geht in Richtung Lotte. Sie haben gefestigt und dominant gespielt. Abzuwarten bleibt, wie sie den Ausfall von Marcus Fischer und das Verletzungspech mit den Torhütern verkraften. Trier und Mönchengladbach habe ich aber nicht abgeschrieben.“

Bernd Trares (FC Schalke 04 II): „Es wird ein Dreikampf um die Meisterschaft. Jede der Mannschaften hat ihre Qualitäten, wird aber noch Federn lassen.“

Hans-Günter Bruns (Wuppertaler SV): „Die beiden Mannschaften, die oben stehen, werden es unter sich ausmachen. Ausgehend von unseren Spielen favorisiere ich eher Trier. Wie Lotte treten sie kompakt auf, aber sie spielen besser nach vorne und haben individuell die stärkeren Einzelspieler. Lotte hat schon in einigen Spielen das Quäntchen Glück auf seiner Seite gehabt. Das geht normal nicht über eine ganze Saison gut.“

Alois Schwartz (1. FC Kaiserslautern II): „Es ist schwer einen Tipp abzugeben, sicher wird es bis zum Ende
ein enges Rennen zwischen zwei, vielleicht auch drei Mannschaften geben, die die Meisterschaft unter sich ausmachen.“

Raimund Bertels (SC Verl): „Ich habe mit Lotte und Trier zwei Kandidaten, bin mir aber nicht sicher, wer den Titel holt. Lotte hat nach der Winterpause schon häufiger Probleme bekommen, Trier ist bislang auch nicht so konstant.“

Waldemar Wrobel (Rot-Weiss Essen): „Wenn nix Großartiges mehr passiert, müssten die Sportfreunde Lotte Meister werden. Sie waren so lange Zeit ungeschlagen, haben viele Punkte geholt und auf einem konstant hohen Niveau gespielt. Ihr Vorsprung in der Tabelle ist nicht unerheblich.“

Jens Kiefer (SV Elversberg): „Lotte oder Trier. Ich glaube eher an Trier, weil sie fußballerisch die bessere Mannschaft haben. Ich denke, dass Lotte Marcus Fischer nur schwer ersetzen kann. Er hat ihnen als Torjäger echt gut getan. Für Mönchengladbach II  müsste alles optimal laufen, die anderen Mannschaften sind ihnen in der Kompaktheit und Erfahrung voraus.“

Iraklis Metaxas (VfL Bochum II): „Ich tippe grundsätzlich nicht. Das finde ich gegenüber den anderen Mannschaften nicht fair.“

Goran Vucic (Fortuna Düsseldorf II): „Aus meiner Sicht wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Sportfreunden aus Lotto und der Trierer Eintracht. Wobei es sich zeigen wird, ob die Verstärkungen den Westfalen den erhofften Erfolg bringen.“

Matthias Mink (Bayer Leverkusen II): „Ich glaube an ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Lotte und Trier. Trier hat  für mich die bessere Spielanlage und die fußballerisch besser besetzte Mannschaft. Lotte hat sich aber noch einmal verstärkt und personell auch ein sehr gutes Team.

Sascha Hildmann (SC Idar-Oberstein): „Lotte und Trier machen es unter sich aus. Am Ende kommt es darauf an, wer konstanter ist, Ausfälle besser kompensieren kann und alles abruft.“

Michael Dämgen (TuS Koblenz): „Lotte hat mit seinen Neuzugängen die besten Möglichkeiten und ist berechtigter Aufstiegsfavorit. Bleiben sie so konstant und gewinnen ihr Nachholspiel, wird es für Trier schwierig.“

 

2) Wer wird das Überraschungsteam der Rückrunde?

In der Hinrunde war der Wuppertaler SV die große Enttäuschung. Doch die Umbauarbeiten von Trainer Hans-Günter Bruns (Foto) wecken wieder Erwartungen an den einstigen Titelfavoriten. Einige Trainer (5 Stimmen) glauben an eine deutlich bessere Rolle des WSV in der Rückrunde, auch Fortuna Köln und Dortmund II gelten als ambitioniert. Enorme Veränderungen erwarten die meisten Trainer aber nicht. Dafür sei zu wenig auf dem Transfermarkt passiert und die Liga zu ausgeglichen.

Maik Walpurgis (SF Lotte): „Viel erwarte ich von Fortuna Köln. Die haben sich im Winter deutlich verstärkt und haben großes Potenzial.“

Roland Seitz (Trier): „Das kann man schwer beantworten in einer Saison, in der es für 16 Mannschaften eigentlich um nichts mehr geht. Da ist es schwierig, ein Überraschungsteam auszumachen.“

Sven Demandt (Mönchengladbach II): „Schwer zu sagen. Die Tabelle spiegelt nach 17 Spielen gut den Verlauf der Hinrunde wieder. Dazu hat es keine großen Veränderungen durch Transfers gegeben.“

Uwe Koschinat (Fortuna Köln): „Für mich ist Borussia Dortmund II die stärkste Mannschaft der Regionalliga. Wenn sie ihre Chancen in der Summe nur annähernd in Punkte umgemünzt hätten, wären sie eine echte Konkurrenz für Lotte und Trier. Von ihnen erwarte ich einiges.“

Thomas Stratos (Wiedenbrück): „Das ist nicht leicht zu sagen. Gerade die Zweitvertretungen sind schwer einzuschätzen, weil sie mal bessere und mal schlechtere Phasen haben.“

David Wagner (Dortmund II): „Ich erwarte von meiner Mannschaft extrem viel. Wir haben eine gute Vorbereitung absolviert und uns in den letzten Spielen vor der Pause schon in einem guten Punkte-Rhythmus entwickelt.“

Martin Schmidt (Mainz II): „Wuppertal wird an Kontinuität gewinnen und sich nach oben arbeiten. Mit meinem Überraschungstipp Wiedenbrück habe ich ja im Sommer schon richtig gelegen.“

Dirk Lottner (Köln II): „Rot-Weiss Essen wird sich wieder von unten befreien. In der Hinrunde hatten sie viele Verletzte. Auch Wuppertal wird eine bessere Rolle spielen.“

Bernhard Trares (Schalke II): „Die Liga ist ausgeglichen. Ich denke, dass es eng zwischen Platz 1 und 14 bleibt.“

Hans-Günter Bruns (Wuppertaler SV): „Fortuna Köln, weil sie sich mit Michael Lejan und Christian Pospischil gut verstärkt haben.“

Raimund Bertels (SC Verl): „Wuppertal hat sich gefangen und individuell großes Potenzial. Sie haben zuletzt gute Spiele gezeigt und kommen noch unter die ersten fünf Teams.“

Waldemar Wrobel (RW Essen): „Die ein oder andere U23, wobei Gladbach und Köln ihre Torjäger verloren haben. Vielleicht  überrascht noch ein Team, das keiner auf dem Schirm hat.“

Jens Kiefer (SV Elversberg): „Die Klasse ist so ausgeglichen – das ist schwer vorherzusagen.“

Iraklis Metaxas (VfL Bochum II): „Ich erwarte besonders viel von uns.“

Goran Vucic (Fortuna Düsseldorf II): „Es gibt einige Mannschaften im Umfeld unserer Liga, die man noch nicht „auf dem Zettel“ hat, die aber durchaus über das Potential verfügen, am Ende noch ganz oben mitzumischen.“

Matthias Mink (Bayer Leverkusen II): „Einiges erwarte ich noch von Dortmund II, die fußballerisch eine starke Mannschaft haben.“

Sascha Hildmann (SC Idar-Oberstein): „Wuppertal war im Negativen das Überraschungsteam der Hinrunde. Sie wollen nun eine größere Rolle spielen. Ich bin gespannt, wie sie das gestalten.“

Michael Dämgen (TuS Koblenz): „Einiges erwarte ich vom Wuppertaler SV. Fortuna Köln will mit seinen Neuzugängen vielleicht noch über das Hintertürchen nach oben.“

 

3) Was sind die Ziele Ihrer Mannschaft?

Sven Demandt sieht sich mit Mönchengladbach II (Foto) in der Außenseiterrolle. Lotte und Trier will er im Titelrennen dennoch lange ärgern. Wuppertal nimmt noch Platz vier ins Visier, Koblenz will nach der enttäuschenden Hinrunde noch vom letzten Rang klettern.

Maik Walpurgis (SF Lotte): „Wir wollen so weitermachen wie in der Hinserie, wo wir guten Fußball gespielt und gute Ergebnisse erzielt haben.“

Roland Seitz (Trier): „Das möchte ich bitte auch nicht kommentieren.“

Sven Demandt (Mönchengladbach II): „Wir wollen Lotte und Trier das Leben schwer machen und oben dran bleiben. Aber die anderen Teams sind älter, erfahrener. Das ist ein Vorteil für sie.“

Uwe Koschinat (Fortuna Köln): „Für einen Aufsteiger haben wir mit dem vierten Platz ein tolles Ergebnis hingelegt, das es zu verteidigen gilt. Wir haben uns in der Qualität noch verstärkt und wollen genauso erfolgreich weiterspielen.“

Thomas Stratos (SC Wiedenbrück): „Wenn wir nach unserer sehr guten Hinserie genauso gut weiterspielen und sogar noch ein paar Punkte mehr holen, wäre ich begeistert.“

David Wagner (Dortmund II): „Mit Borussia Dortmund II wollen wir in der Rückrunde besser spielen als in der Vorrunde, denn das würde eine erkennbare Weiterentwicklung bedeuten.“

Martin Schmidt (Mainz II): „Wir wollen guten Fußball spielen,  einen einstelligen Tabellenplatz belegen und den zwei, drei Spielern, die im Bundesliga-Kader mittrainieren, bei ihrem Sprung nach oben helfen.“

Dirk Lottner (Köln II): „Für uns geht es in der Rückrunde darum, die Spieler weiterzuentwickeln und stabiler im Abwehrverhalten zu werden. Wir haben zu viele Gegentore bekommen.“

Bernhard Trares (Schalke II): „Wir wollen besser in die Saison gehen als wir vor dem Winter rausgegangen sind und stabiler in den Ergebnissen werden.“

Hans-Günter Bruns (Wuppertaler SV): „Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen und dann gucken, wozu es reicht. Gerne würden wir noch den vierten Platz erobern. Mehr können wir uns nicht vornehmen, dafür sind die Abstände nach ganz oben zu riesig.“

Alois Schwartz (Kaiserslautern II): „Für uns steht wie in jeder Saison der Ausbildungsgedanke im
Vordergrund, aber wir möchten uns natürlich weiter steigern und unseren Tabellenplatz nach oben korrigieren.“

Raimund Bertels (SC Verl): „Nach der Heimniederlage gegen Wiedenbrück ging die Tendenz in den letzten sieben Spielen aufwärts. Daran wollen wir anknüpfen und noch unter die ersten Acht kommen.“

Waldemar Wrobel (RW Essen): „Wir bleiben bei dem Ziel, das wir immer definiert haben und wollen uns um den neunten Platz herum bewegen. Davon sind wir nicht weit entfernt. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wäre es das Maximum, das wir erreichen können.“

Jens Kiefer (SV Elversberg): „Wir wollen tabellenmäßig einstellig abschließen und mannschaftlich geschlossener auftreten als in der Hinrunde.“

Iraklis Metaxas (Bochum II): „Wir haben das Ziel, unsere guten Phasen in den Spielen noch stärker mit Toren zu belohnen.“

Goran Vucic (Düsseldorf II): „Wir möchten wie immer als Ausbildungsteam fungieren und möglichst viele Spieler an unsere Profimannschaft heranführen. Dabei steht aber natürlich auch der Klassenerhalt in der Regionalliga West im Vordergrund, denn dieses Niveau ist für Nachwuchsspieler sehr interessant.“

Matthias Mink (Leverkusen II): „Wir wollen in der Rückrunde stärker als in der Hinrunde spielen. Wir haben in den Spielen, die eng abliefen, zu wenig Punkte geholt. Daher müssen wir den Hebel daran anlegen, unsere Möglichkeiten besser zu nutzen.“

Sascha Hildmann (SC Idar-Oberstein): „Wir spielen in unserem Vollamateurstatus an der Grenze und sind mit unseren Leistungen zufrieden. Wenn möglich, wollen wir ein paar Punkte mehr als in der Vorrunde holen und einige Große ärgern.“

Michael Dämgen (TuS Koblenz): „Wir können mit dem Verlauf der Saison und dem Tabellenplatz nicht zufrieden sein, wussten aber, dass es ein schweres Jahr wird. Bis zum Ende wollen wir eine gute Runde spielen und noch zwei, drei Plätze nach oben klettern.“

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