Rheinlandliga: Auch das dritte Spiel geht an Tarforst

FSV Tarforst - Eintracht Trier U23 2:1 (1:0)

Auch im dritten Aufeinandertreffen ging der FSV Tarforst gegen die U23 von Eintracht Trier als Sieger vom Platz. Damit konnte der FSV die kleine Negativserie von drei Niederlagen beenden und zog in der Tabelle an der Eintracht vorbei.

Beim Blick auf den Spielberichtsbogen gab es auf Tarforster Seite eine faustdicke Überraschung: Im Tor stand nicht Stammtorhüter Dominik Wintersig, sondern Johannes München. „Ich wollte ihn belohnen und ein Dankeschön für seine Trainingsleistungen signalisieren. Mit ihm und Dominik haben wir zwei gute Torhüter und im Pokal sind wir leider nicht mehr vertreten, somit fällt diese Rotationsmöglichkeit weg“, beschrieb FSV-Trainer Patrick Zöllner. München trat somit gegen seinen Ex-Verein an, auszeichnen konnte er sich allerdings nicht. Es war für ihn über weite Strecken eine Partie ohne Beschäftigung.

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Archivfoto

Denn bei eisigen Temperaturen entwickelte sich in der ersten Halbzeit alles andere als ein feuriges Derby. Die Hausherren aus Tarforst konzentrierten sich nach der Niederlagenserie erst einmal auf eine sichere Defensive. Auf der anderen Seite suchte der SVE den Dosenöffner für den Defensivverbund, fand ihn jedoch nicht. „Das ist mir lieber, als wenn wir mit Hurra-Fußball verlieren“, scherzte Zöllner, dessen Mannschaft mit der ersten gefährlichen Aktion jubeln konnte. Tobias Spruck und Nicola Rigoni konnten im Sechzehner die Trierer Abwehr auf engem Raum ausspielen, da die Eintracht-Defensive zu passiv war überlistete Rigoni SVE-Torhüter Daniel Kröhnert aus kurzer Distanz (30.). Bei den Gästen konnte nur Faisal Aziz für Gefahr sorgen, der nach einem guten Zuspiel von Sebastian Schmitt freie Bahn hatte. Bei Johannes München war jedoch Endstation (45.).

„Das war in der ersten Halbzeit ein ganz schwaches Spiel von beiden Seiten“, bemängelte der Eintracht-Trainer Herbert Herres. „Es gab keine Spannung, das war fast wie ein Freundschaftsspiel.“ Für Patrick Zöllner lag der Hauptgrund in der guten Defensivorganisation seiner Mannschaft. „Die Eintracht konnte nicht viel damit anfangen, dass wir in der Defensive gut und tief gestanden haben. Dann ist es auch klar, dass für die Zuschauer erst einmal kein so schönes Fußballspiel herausspringt.“

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Archivfoto

Doch es gab ja noch die zweite Halbzeit, die von beiden Seiten mit besserem Fußball ausgeschmückt wurde. Herbert Herres reagierte auf die Harmlosigkeit seiner Offensive und brachte zur Halbzeit Kevin Arbeck, der prompt die erste gute Gelegenheit hatte. Sein abgeblockter Schuss senkte sich gefährlich und fiel knapp auf das Tornetz, Johannes München wäre machtlos gewesen (55.). In der 65. Minute machte der eingewechselte Tarforster Dennis Thon auf sich aufmerksam, der bei einem Freistoß rotzfrech Torhüter Daniel Kröhnert überraschte. Kröhnert dirigierte noch seine Mauer, als Thon gedankenschnell Maß nahm. Der Ball klatschte ans Aluminium.

Unmittelbar danach konnte Tarforst ein zweites Mal jubeln. Zunächst wurde Florian Weirich mit einem langen Zuspiel in die Spitze geschickt und scheiterte an Daniel Kröhnert. Die anschließende Ecke war eigentlich schon geklärt, doch nach einer erneuten Hereingabe stand Kapitän Bernhard Heitkötter goldrichtig und drückte das Leder über die Linie (66.).

Nun ging es Schlag auf Schlag. Nachdem Faisal Aziz den Ball lange gegen mehrere Tarforster Gegenspieler behaupten konnte, sah er den eingewechselten Gianluca Bohr, der für die Eintracht auf 2:1 verkürzte (72.). Der SVE witterte nun Morgenluft und stellte sich etwas offensiver auf, was vom FSV um ein Haar bestraft worden wäre. Tobias Spruck und Dennis Thon scheiterten beide am klasse reagierenden Daniel Kröhner t (74. und 79.). Bei der U23 verpasste Kevin Arbeck den Last-Minute-Treffer, der nach einer blitzschnellen Drehung nur knapp das Tor verfehlte (89.).

„Aufgrund des Chancenpluses geht der Sieg in Ordnung, obwohl wir bis zum Schluss zittern mussten“, freute sich FSV-Coach Patrick Zöllner. „Nach den Niederlagen war der Sieg wichtig für unsere Punkteausbeute. Nun haben wir 25 Punkte, das sind schon mal fünf Zähler mehr als engepeilt.“ Nicht zufrieden war Herbert Herres. „Das war kein gutes Spiel von uns, da gibt es gar keine Ausreden.“

Statistik

FSV Tarforst: München – Meis, Gorges, Haubrich, Thielen – Spruck (88.Lay), Heitkötter, Hennen, Weirich – Kasel (75.Hermes), Rigoni (57.Thon)

Eintracht Trier U23: Kröhnert – F.Mohsmann, Weins, Fiedler, Kautenburger – Stief (46.Arbeck), Heinz, R.Mohsmann (75.Sehovic), Saim – Schmitt (70.Bohr) – Aziz

Tore: 1:0 (30.) Rigoni, 2:0 (65.) Heitkötter, 2:1 (72.) Bohr

Schiedsrichter: Ingo Keutz

Zuschauer: 200

 

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