Rheinlandliga: Burgbrohl gastiert in Tarforst – Vorschau

Gleich zwei Spitzenteams geben sich am kommenden Wochenende in der Region die Ehre. Der einsame Spitzenreiter Burgbrohl trifft auf den FSV Tarforst, Rot-Weiß Koblenz spielt im Schweicher Winzerkeller vor. Auf Trier und Morbach warten leichtere Aufgaben. 

FSV Trier-Tarforst – Spvgg. Burgbrohl (Samstag 17:30 Uhr)

Der SV Morbach hat es vorgemacht: Am vergangenen Wochenende erkämpften sich die Hunsrücker ein Remis gegen den Tabellenersten Burgbrohl und waren dabei über weite Strecken die bessere Mannschaft. „Gegen Burgbrohl haben wir in der Vergangenheit immer ganz gut ausgesehen“, freut sich der Tarforster Interimscoach Michael Fuchs auf das Kräftemessen. „Aber wir schauen hauptsächlich auf unsere Leistungen. Und die waren in den letzten Spielen gut.“ Zuerst wurde Oberligist Mehring aus dem Rheinlandpokal geschmissen, danach gewannen die Trierer gegen die SG Ellscheid mit 4:2.

Leichtsinnig wird Fuchs deshalb aber nicht: „Burgbrohl hat eine gute Mannschaft. Sie haben die meisten Tore geschossen und stehen nicht umsonst dort oben.“ Die Rheinländer haben zurzeit sieben Punkte Vorsprung auf Rot-Weiß Koblenz und den FC Karbach. Tarforst hat sich in der Liga zwar wieder gefangen, doch der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt nur vier Punkte. Personell muss der FSV nur auf Christopher Cartus verzichten, der berufsbedingt fehlen wird.

Mosella Schweich – Rot-Weiß Koblenz (Sonntag 15 Uhr)

Richtet man sich rein nach der Tabelle, dann erwartet die Mosella die gleiche Aufgabe wie in der vergangenen Woche. Da verlor Schweich mit 2:0 gegen Karbach. Nun kommt Rot-Weiß Koblenz, die wie Karbach 26 Punkte aufweisen. „Die Favoritenrolle ist hier klar verteilt“, meint der Schweicher Trainer Eric Schröder. „Bei uns muss alles zusammenpassen, damit wir erfolgreich sind.“ Dabei ist die Region Trier kein gutes Pflaster für die ambitionierte Mannschaft vom Deutschen Eck. Gegen Trier, Tarforst und Morbach gelang dem Meisterschaftsfavoriten kein Sieg. „Ich hoffe natürlich auch auf eine Überraschung von uns“, lacht Schröder.

Die Punkte können die Schweicher mehr als gut gebrauchen. Durch die Niederlage gegen den FC Karbach rutschten die Moselaner auf den 17. Tabellenplatz. „Wir werden alles tun um das Spiel zu gewinnen, sonst könnten wir noch weiter abrutschen. Aber wir möchten die zweite Halbzeit aus dem Karbach-Spiel mitnehmen, da haben wir ihnen richtig Probleme bereiten können“, analysiert der Schweicher Coach. Am Sonntag kann er auch wieder auf Sebastian Dahm zurückgreifen, der Stammtorhüter musste am vergangenen Wochenende berufsbedingt passen. Länger ausfallen wird aber Dominik Klotten. Der Mittelfeldakteur zog sich einen Kreuzbandriss zu und wurde bereits in Pforzheim erfolgreich operiert.

Eintracht Trier II – SG Neitersen (Samstag 18 Uhr)

Nicht nur die A-Jugend ist am Samstag zu sehen, auch die Trierer U23 tritt am Abend an. Fast im direkten Anschluss spielt die Rheinlandligamannschaft auf dem Kunstrasen im Moselstadion. Von einer leichten Aufgabe gegen das Kellerkind Neitersen möchte Herbert Herres aber nichts wissen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen. Auch wir müssen noch nach unten schauen, es ist alles sehr eng.“ Die Gäste aus dem Westerwald gewannen jüngst mit 2:0 gegen die SG Kyllburg. Auch deshalb erwartet Herres ein Geduldsspiel. „Das wird ein ganz anderes Spiel als das Aufeinandertreffen mit Rot-Weiß Koblenz. Sie agieren viel mit langen Bällen, da müssen wir immer wachsam sein.“

Angeschlagen war unter der Woche Nachwuchstalent Daniel Braun, dafür konnte Fabian Mohsmann nach einer Bänderverletzung wieder anfangen zu laufen. „Die Belastung ist im Seniorenbereich eine andere“, beschreibt der SVE-Coach die robustere Spielweise und die erhöhte Trainingsintensität.

SV Morbach – SG Malberg (Samstag 19 Uhr)

Trotz der zuletzt guten Leistungen muss der SVM weiterhin nach unten schauen. Das weiß auch der Morbacher Trainer Dieter Müller: „Uns allen ist die Situation bewusst, wir schauen natürlich nach unten und wollen uns Luft verschaffen.“ Um das Ziel umzusetzen trainierten die Hunsrücker die letzte Konsequenz im Strafraum. „Vor dem Tor sind wir nicht effektiv genug. Wir erbarbeiten uns viele Chancen, nutzen diese aber zu wenig“, hadert Müller. Gegen Malberg fordert er volle Konzentration, vor dem Tor und im Rückwärtsgang. „Sie haben mit Steffen Löb einen Stürmer, der schon elf Tore geschossen hat, da brauchen wir höchste Aufmerksamkeit.“ Im Angriff setzt der Morbacher Übungsleiter gewohnt auf sein druckvolles Offensivspiel.

Bis auf den gesperrten Karl Dagiannopolous und den verletzten Florian Knöppel können die Hunsrücker auf einen kompletten Kader bauen. Defensivspezialist Torsten Schlag ist wieder einsatzbereit, auch der erfahrene Heiko Weber kann nach langer Verletzungspause wieder mitwirken.

 

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