Rheinlandliga: Morbach rutscht unter den Strich – Vorschau

In der Rheinlandliga steht der neunte Spieltag bevor. Für die Teams der Region stehen teilweise richtungsweisende Partien an. Brenzlich wird die Situation für den SV Morbach, der auf einen Abstiegsplatz abrutschte.

SG Neitersen – SV Morbach 1:0 (0:0)

Für den SV Morbach wird es ernst. Durch die Niederlage gegen die SG Neitersen rutschten die Hunsrücker auf die Abstiegsränge, nur magere fünf Punkte konnten die Morbacher bisher sammeln. Abermals hadert Trainer Dieter Müller mit der Chancenverwertung. „Da müssen wir einfach mehr draus machen. Neitersen macht aus drei Chancen ein Tor, wir brauchen viel mehr.“ In der 75. Minute brachte Till Niedergesäß die Wiedtaler in Führung, auf dem Hartplatz „Emma“ schaffte der SV Morbach es nicht, den Negativtrend zu stoppen.

Morbachs Trainer Dieter Müller schlägt ernstere Töne an – Foto: Andreas Gniffke

„Die Lage ist prekär, das ist uns auch allen bewusst“, berichtet Müller mit ernstem Unterton. „Wir müssen nun im Training die richtigen Stellschrauben finden, dann kommen wir wieder zurück in die Erfolgsspur. Jeder wusste, dass diese Saison für die junge Truppe nicht einfach wird. Aber wir müssen nun punkten und eine kleine Serie starten.“ Gelegenheit dazu hat die Morbacher Elf schon am Samstag, dann geht es gegen das Tabellenschlusslicht VfB Linz. Ein Sechs-Punkte-Spiel, wie Müller findet. „Wir müssen wieder aufstehen und weiter machen. Ich bin mir sicher, dass wir die Kurve kriegen. Die Jungs sind im Training heiß und trainieren gut. Ich habe Vertrauen in die Mannschaft, und das Umfeld auch.“ Dabei hofft Müller, in den nächsten Wochen den ein oder anderen Verletzten wieder begrüßen zu dürfen. Aktuell fehlen mit Florian Galle und Heiko Weber zwei erfahrene Kräfte. „Da müssen wir jetzt durch und das werden wir auch schaffen!“

Eintracht Trier II – TuS Mosella Schweich (Samstag, 18 Uhr)

Eric Schröder kehrt zurück an seine alte Wirkungsstätte

Auf dem Trierer Kunstrasen kommt es zum nächsten Derby: Die U23 von Eintracht Trier erwartet Moselnachbar Mosella Schweich. Für den Schweicher Trainer Eric Schröder bedeutet dies gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit. In den 90er Jahren war der Defensivakteur fester Bestandteil des Trierer Abwehrbollwerks, seinen Trainerkollegen Herbert Herres kennt er nicht nur aus gemeinsamen Zeiten in Grevenmacher, auch beruflich sind sich die beiden Trainer öfters über den Weg gelaufen. „Ich habe zehn Jahre bei der Eintracht gespielt, aber das sind jetzt alles Nebensächlichkeiten“, stellt Schröder klar. „Gegen Trier wollen wir Punkte mitnehmen, das steht im Vordergrund.“ Punkte kann sein Team gut gebrauchen. Am letzten Wochenende verloren die Schweicher im heimischen Winzerkeller unglücklich gegen die SG Kyllburg. „Die Punkte sind nötig, wir wollen nicht noch weiter nach unten abrutschen.“ Die Mosella belegt aktuell den 14. Tabellenplatz und hat 7 Punkte gesammelt.

Gegen den SVE muss Eric Schröder nahezu keine personellen Abstriche machen. Florian Beaudion steht am Samstag nicht zur Verfügung, Eugen Keller ist weiterhin aufgrund des Platzverweises, resultierend aus dem Spiel gegen TuS Koblenz II, gesperrt. Eine endgültige Sperre, und somit auch die Dauer der Sperre, steht noch aus. Seinen Gegner schätzt Schröder als „unbequem“ ein. „ Aber wenn wir an unsere Leistung vom letzten Spiel gegen Kyllburg anknüpfen, haben wir auf jeden Fall eine Chance!“

In einer glücklicheren Situation befindet sich Herber Herres. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge konnte sich die Trier U23 freischwimmen und steht komfortabel im Mittelfeld. Die Verletztenliste ist kurz, nur Nino Sehovic ist angeschlagen und droht auszufallen. Ob ein Spieler aus dem Profikader dazu stößt, hängt von der Freitagspartie gegen Elvbersberg ab. „Aber wir unser Kader ist breit genug, wir sind nicht auf Hilfe angewiesen“, gibt sich Herres selbstbewusst. Schweich schätzt Herres als „kampfstarken und robusten Gegner“ ein. Obwohl seine Mannschaft zuletzt gegen zwei Teams aus dem Tabellekeller gewann, warnt er: „Meine Jungs müssen sich da auf harte Gegenwehr einstellen!“ Ferner erwartet der SVE-Trainer einen eher defensiver eingestellten Gegner. „Bei Kontern müssen wir aufpassen.“

 FSV Trier Tarforst – TuS Rot Weiß Koblenz (Samstag 17 Uhr)

Tarforst will den Negativtrend stoppen. Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Malberg und Karbach tritt die Elf von Trainer Stefan Fries am Samstag gegen den Titelfavoriten Rot Weiß Koblenz. „Das wird eine riesen Aufgabe für uns“, prophezeit Fries ein schwieriges Spiel. „Vor allem in der Offensive sind sie sehr gut aufgestellt.“ Mit Jan Hawel und Paul Lauer stehen zwei Spieler im Aufgebot, die noch vor einem Jahr im Regionalligakader von TuS Koblenz gestanden haben. Problematisch wird diese Herausforderung, weil sich das Tarforster Lazarett kaum lichten konnte. Besonders in der Defensive drückt der Schuh, auch der Kapitän Stefan Castello ist weiterhin fraglich. Castello plagt seine Patellasehnenentzündung, erst am Freitag kann über einen Einsatz entschieden werden. „Anfang September hatte ich noch 22 Spieler im Training, davon sind wir zurzeit leider weit entfernt“,klagt Fries.

Mit Geschlossenheit zum Sieg – Foto: Andreas Gniffke

Für das Spiel gegen Koblenz ist er trotzdem zuversichtlich. „Wir müssen, wie gegen Karbach, eine kämpferische Leistung abrufen. Wenn wir uns als geschlossene Mannschaft präsentieren, dann können wir auch gegen Koblenz bestehen“, gibt sich der Tarforster Coach kämpferisch. Die Gegner vom Deutschen Eck mussten jüngst eine bittere Niederlage erleben. Im Spitzenduell gegen die Spvvg Burgbrohl verlor die ambitionierte Elf vom Deutschen Eck mit 0:2. „Gegen Karbach hat uns das Glück gefehlt, gegen Koblenz müssen wir uns geschlossen präsentieren. Dann haben wir eine Chance“, verlangt Stefan Fries.

 

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