Morbach schwimmt sich frei – U23 mit 2:2 beim Ligaprimus

In Morbach hat man das Abstiegsgespenst verjagt. Die Hunsrücker konnte ihre gute Leistung konservieren und landeten einen 4:0 Kantersieg gegen Rot-Weiß Koblenz. Beim Spitzenreiter Burgbrohl erzielte die U23 von Eintracht Trier ein 2:2 und war das bessere Team.

Rot-Weiß Koblenz – SV Morbach 0:4 (0:1)

11 Tore in zwei Spielen – Beim SVM scheint der Knoten geplatzt und das Osterglück könnte kaum größer sein. Am Donnerstag legte man Tabellenschlusslicht Linz sieben Eier ins Netz, gegen Rot-Weiß Koblenz waren es am Ostermontag vier. „Die Mannschaft hat sehr schnell das umgesetzt, was das Trainerteam gefordert hat. Nun wollen wir mal schauen, was in der Tabelle noch geht“, freute sich Trainer Bernd Schreiber, der die Hunsrücker bis zum Saisonende betreuen wird, ehe Reiner Nalbach auf der Trainerbank Platz nehmen wird. Andre Petry eröffnete das Osterfest mit einem Freistoß zum 0:1 (22.). Ihm folgten Jan Brandscheid (57.) und Florian Knöppel (70.), ehe Brandscheid in der 76.Minute per Freistoß seinen zweiten Treffer im Spiel erzielen konnte. Der Ex-Trierer notierte damit im zweiten Spiel seinen dritten Treffer, Florian Knöppel konnte zwei Mal jubeln.

„Vor dem Tor war die Mannschaft sehr kaltschnäuzig und hat ihre Chancen gut genutzt, wir waren die druckvollere Mannschaft gewesen“, berichtete Bernd Schreiber weiter. Rot-Weiß Koblenz blieb das Spiel über harmlos. Die Mannschaft vom Deutschen Eck, die in der bisherigen Saison trotz starken Kaders enttäuschte, versuchte hauptsächlich über hohe Bälle zum Torerfolg zu kommen. „Darauf haben wir uns im Verlauf der Partie gut eingestellt, wir konnten den Gegner gut ausrechnen.“ Den Morbachern in die Karten spielten außerdem zwei Platzverweise auf Koblenzer Seite. Jan Bührmann und Anton Grasmik mussten wegen Unsportlichkeiten den Platz mit gelb-rot verlassen. In der Tabelle konnte der SV Morbach auf den elften Rang vorrücken und hat nun ein Sechs-Punkte-Polster vor dem ersten Abstiegsplatz.

Spvgg Burgbrohl – Eintracht Trier U23 2:2 (1:2)

Da war mehr drin gewesen. „Zur Halbzeit hätten wir schon vier oder fünf Tore schießen können“, ärgerte sich SVE-Coach Herbert Herres. Für die jungen Trierer Nachwuchskicker war es eine harte Bewährungsprobe beim Tabellenführer. Im Vergleich zum Samstagsspiel gegen Mosella Schweich hatte Herbert Herres mit Burak Sözen und Christopher Spang zwei Leihgaben aus dem Regionalligakader, denn am Samstag war der U23-Kader nur dünn besetzt.

Zur Halbzeit hatte der SVE schon zwei Tore geschossen. Beim 0:1 legte Besart Aliu Burak Sözen auf, beim 2:0 war es genau anders herum. „Wir hatte große Konterchancen“, ärgerte sich Herres, denn Burak Sözen traf nur die Latte. Kurz vor der Halbzeit verkürzte Burgbrohl noch auf 1:2, der Ausgleichstreffer fiel zehn Minuten vor Spielende. Der Tabellenführer drückte in der zweiten Halbzeit mit aller Macht auf den Ausgleich. Nach zwei Spielen innerhalb von 48 Stunden hat der SVE nun bis Sonntag Zeit zur Regeneration, dann kommt die starke SG Bad Breisig ins Moselstadion.

Die Lage der Liga:

Vor der Winterpause schien der Aufstieg für die Spvgg Burgbrohl fast schon in trockenen Tüchern, jetzt hat sich die Lage geändert. Der Tabellenführer lässt Federn. Zuletzt gab es gegen den Tabellenletzten VfB Linz nur ein Remis, ein Spiel später mussten sich die Rheinländer dem TuS Mayen mit 2:0 geschlagen geben. Dahinter scharrt der FC Karbach schon mit den Hufen. Am Wochenende konnten die Hunsrücker das Lokalderby gegen den TSV Emmelshause für sich entscheiden, Karbach ist nun Verfolger Nummer eins. Zwar trennen Burgbrohl und Karbach neun Punkte, aber der „FCK“ hat zwei Spiele weniger und kann aufschließen.

Im Tabellenkeller hat sich auch einiges getan. Der SV Morbach konnte sich freischwimmen und ist die gröbsten Abstiegssorgen los. Besonders gefährlich ist die Lage des FSV Tarforst. Der hat zwar 28 Punkte auf dem Konto, die Kontrahenten im Abstiegskampf haben hingegen alle zwei oder drei Spiele weniger absolviert. Wieviele Absteiger es am Ende der Saison gibt, hängt von den Absteigern aus der Oberliga ab. Gibt es ein Team aus dem Fußballverband Rheinland in der „roten Zone“, dann müssen insgesamt drei Teams in die Bezirksliga.

 Einen ausführlichen Spielbericht zur Partie FSV Tarforst – VfB Linz gibt es hier.

 

 

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Kommentare (1)

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  1. Timo sagt:

    Es reicht schon ein Absteiger damit 3 Teams in die Bezirksliga müssen.

    Anmerkung der Redaktion: Das ist richtig, da ist uns ein Fehler unterlaufen. Danke für den Hinweis.

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