Zusammenfassung: Morbach und Schweich stabilisieren sich

In der Rheinlandliga können sich Mosella Schweich und der SV Morbach auf den einstelligen Tabellenplätzen stabilisieren. Nicht erfolgreich waren der FSV Tarforst und die SG Lüxem/Wittlich, die ihre schweren Aufgaben gegen Wirges und Koblenz nicht meistern konnten.

Mosella Schweich – FV Engers 2:1 (1:0)

Schweich-EngersEs war ein hartes Stück Arbeit, dass die Mosella am Samstagabend verrichten musste. „Der Gegner hat uns viel abverlangt. Bislang war noch kein Team in den Zweikämpfen so stark wie Engers“, sagte Mosella-Trainer Eric Schröder anerkennend. Es war insbesondere die erste Halbzeit, in der der Gegner vom Rhein einiges richtig machte. Durch viel Laufarbeit und taktische Disziplin verhinderte Engers das Aufbauspiel der Schweicher, nach einem Kopfball von Dimitri Karpov, der nur den rechten Pfosten traf, kratzten sie sogar an der Führung. „In den ersten fünf Minuten waren wir die bessere Mannschaft, dann haben sie uns den Schneid abgekauft. Wir standen da einfach zu weit von den Gegenspielern weg.“ Denn bis zur Führung sah man wenig von den Moselstädtern. Ein Eckball von Stephan Schleimer wurde von Adrian Ossen verlängert, Alexander Schabo stand richtig und netzte ein (38.). Somit konnte man die Pausenführung der Schweicher als glücklich bezeichnen, was den Hausherren im Verlauf des Spiels die nötige Sicherheit brachte.

Unmittelbar nach der Pause konnte die Mosella nachlegen. Stephan Schleimer dribbelte Dennis Lücker aus und sah den mitgelaufenen Ismail Omayrat, der vollstrecken konnte (47.). „In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser eingestellt und haben es versäumt die Führung auszubauen“, bilanzierte Eric Schröder. In der 63. Minute konnte Spielertrainer Sascha Watzlawik artistisch für den geschlagenen Torhüter auf der Linie klären, den Schuss feuerte Alexander Schabo ab. Später bediente Florian Beaudouin Stephan Schleimer mit einem tollen Pass. Schleimer versuchte Torwart Andreas Pütz mit einem Heber zu überwinden, doch Pütz bekam in letzter Sekunde die Finger hinter den Ball. Den Anschlusstreffer für die Gäste erzielte Raphael Bernard, nachdem die Mosella den Ball auf der Außenposition nicht entscheidend klären konnte. „Wir haben mit dem Sieg von heute schon so viele Punkte gesammelt wie in der gesamte Hinrunde der Vorsaison“, freute sich Eric Schröder. In der kommenden Woche wird es nicht einfacher, dann müssen die Schweicher beim starken Absteiger aus Wirges antreten.

Mosella Schweich: Mock – Bjelanovic, Bickelmann, Quary, Gäbler – Beaudouin, Ossen, Casel (74.Oltmanns), Omayrat (88.Burbach) – Schabo, Schleimer (90.Jonas)

Tore: 1:0 (38.) Schabo, 2:0 (47.) Omayrat, 2:1 (63.) Bernhard

 

Sportfreunde Eisbachtal – SV Morbach 0:1 (0:0)

Morbach-Wittlich„Das war die richtige Antwort auf die Niederlage gegen Wirges“, bescheinigte SVM-Coach Rainer Nalbach. Denn vor zwei Wochen, als es ebenfalls in den Westerwald ging, setzte es eine 5:1-Klatsche gegen Wirges. „Insgesamt war der Sieg verdient, da wir eine Vielzahl von Chancen hatten.“ Unter anderem hatte Lukas Weber die Möglichkeit zur Führung, später traf Marco Graef nur die Latte. „Nachdem wir in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft waren kam Eisbachtal etwas besser ins Spiel“, fasste Nalbach zusammen. So kamen auch die Sportfreunde zu ihrem ersten Lattentreffer, in der zweiten Halbzeit scheiterten die Gastgeber ein weiteres Mal am Aluminium.

„Dennoch haben auch wir uns viele Chancen herausgespielt. Wir waren aggressiv und die Körpersprache hat gestimmt. Der Sieg geht in Ordnung.“ Das goldene Tor erzielte Jan Brandscheid per Freistoß kurz vor dem Schlusspfiff (87.), obwohl der Leistungsträger zunächst auf der Bank schmoren musste. Mit dem erneuten Erfolgserlebnis konnten sich die Hunsrücker im oberen Tabellendrittel festigen und belegen nun den fünften Tabellenplatz.

 

EGC Wirges – FSV Tarforst 2:0

Die erwartet schwere Aufage konnte der FSV leider nicht meistern, beim starken Oberligaabsteiger aus dem Westerwald verlor das Trierer Team mit 2:0. „Das Ergebnis geht so in Ordnung, sie haben verdient gewonnen“, bedauerte der Tarforster Trainer Patrick Zöllner. Bereits nach sieben Minuten musste der FSV dem Rückstand hinterherlaufen, als Lucas Heberz durch einen Kopfball traf. „Wir waren nicht so präsent wie wir es hätten sein sollen. Es wurden zu viele Zweikämpfe verloren und nicht auf allen Positionen wurde das abgerufen, was wir spielen können.“

Zwar kamen die Tarforster durch Tobias Spruck, Bernhard Heitkötter und Dennis Thon zu guten Gelegenheiten, der Anschlusstreffer wollte jedoch nicht fallen. „Das wäre auch nicht verdient gewesen.“ Stattdessen konnten die Lucas Haubrich das Ergebnis durch einen verwandelten Elfmeter komfortabler gestalten.

 

SG Wittlich/Lüxem – Rot Weiß Koblenz 1:2 (0:1)

„Wir stehen wieder mit leeren Händen da. Es war mehr drin“, ärgerte sich der Wittlicher Trainer Frank Meeth nach der Partie. Dabei ist es ein durchaus positiver Ärger, denn Rot Weiß Koblenz zählt zu der absoluten Elite der Liga und wird von vielen Trainern, auch von Frank Meeth, als heißer Aufstiegsaspirant gehandelt und ist alles andere als Laufkundschaft. „Es war unsere beste Leistung in dieser Saison, aber davon können wir uns leider nichts kaufen. Wir waren heute absolut ebenbürtig und haben uns die besseren Chancen herausgespielt. Wir werden Schritt für Schritt besser, die Entwicklung ist da“, fasste der Wittlicher Trainer zusammen.

Das einzige, was zur Krönung der engagierten Leistung fehlte, waren die Tore. In der ersten Halbzeit scheiterte Nicolas Hubo am klasse haltenden Jan Kramer (28.). Fast im direkten Gegenzug gab es die kalte Dusche für den Aufsteiger, als Paul Lauer einen Eckball direkt ins lange Toreck zirkelte (30.). Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzeilte Moritz Habscheid, der von Nils Thörner bedient wurde (55.). Beim entscheidenden Führungstreffer schickte Derrick Miles Anton Grasmik, der mit einem satten Schuss abschloss (65.). In den Schlussminuten haderte Meeth mit dem Schiedsrichter, als dieser einen Strafstoß für die SG nicht geben wollten. Cihan Akkaya soll Patrick Schmidt gefoult haben. „Sogar die Koblenzer haben es zugegeben“, meinte ein enttäuschter Frank Meeth.

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