Morbach unter Zugzwang / Winter gefährdet Spiele

Der Wetterbericht sagt Kälte und Schnee voraus, alle Rheinlandligapartien stehen auf der Kippe. Morbach muss punkten, Schweich hat mit der Spvgg Burgbrohl die Mammutaufgabe des Spieltages vor sich.

SV Morbach – TuS Mayen (Sonntag, 14:30 Uhr) 

Im Pokal zeigten die Hunsrücker wie es geht. Mitte November traf der SVM auf den Pokalschreck TuS Mayen und zog in das Viertelfinale des Rheinlandpokals ein. Nun müssen die Morbacher die Leistung in der Liga wiederholen, denn durch die 4:1-Niederlage bei der U23 der TuS Koblenz rutschten sie in bedrohliche Tabellenregionen. „Die Mannschaft war nicht einverstanden mit der Leistung, sie konnten es sich selbst nicht erklären“, berichtet SVM-Trainer Dieter Müller von seinen Trainingseindrücken. „Die Jungs haben gut reagiert, die Fehler wurden thematisiert“. Mit der deutlichen Niederlage machten sich die Hunsrücker ihre gute Vorbereitung selbst zunichte. Nun müssen sie ihre Kräfte bündeln, um Boden im Abstiegskampf gut zu machen.

„Diese Leistung dürfen wir nicht mehr bringen“, fordert Müller von seiner Mannschaft. „Die Mannschaft ist willig, ich bin es auch.“ Personell muss Morbach dabei Abstriche machen. Am Sonntag sicher ausfallen werden Maurice Klären (Grippe), Karl Dagianopoulos (Achillessehnenentzündung) und Philipp Nalbach. Für Routinier Heiko Weber kommt ein Einsatz derzeit noch zu früh, er wird behutsam wieder an die Startelf herangeführt. „Aber das sind alles Ausreden. Es zählen jetzt keine Ausreden mehr“, stellt Dieter Müller klar. „Es sind genug Spieler vorhanden, die das auch schaffen können.“ Im Hinspiel gab es eine 3:3 Punkteteilung, im August gab der Schiedsrichter kurz vor Spielende einen mehr als umstrittenen Elfmeter für Mayen. Morbach wurde um den Sieg gebracht. „Gegen Mayen wollen wir offensiv zu Werke gehen. Aber sie sind in der Offensive gut besetzt, da müssen wir aufpassen und dürfen nicht ins offene Messer laufen“, warnt der Morbacher Coach.

FSV Trier-Tarforst – VfB Linz (Samstag, 17:30 Uhr) 

Der Jubel nach dem unerwarteten Auswärtssieg bei der U23 von Eintracht Trier war groß. Drei Punkte, das waren schon fast vergessene Glücksgefühle für die Mannschaft aus dem Trierer Höhenstadtteil. „Wir analysieren aber auch unsere Siege ganz genau“, meinte Patrick Zöllner, der damit auf die glücklichen Umstände des Sieges gegen den SVE anspielte. „Das hätte auch anders laufen können.“ Gegen den Tabellenletzten VfB Linz (nur drei Punkte in der bisherigen Saison) erwartet der neue Tarforster Trainer ein ganz anderes Spiel. „Gegen die Eintracht war eher unsere Defensivabteilung gefragt. Am Samstag sieht das anders aus, da sind wir die Mannschaft, die das Spiel offensiv gestaltet.“ Das schlug sich auch in der Trainingswoche nieder, dort ließ Zöllner besonders das Kombinationsspiel trainieren.

Dennoch warnt der FSV-Coach vor dem vermeintlich schwachem Gegner: „Jeder erwartet von uns natürlich einen souveränen Sieg. Aber die greifen nach dem letzten Strohhalm und werden sich zu wehren wissen.“ Unter den fast gleichen Voraussetzungen traf der Oberligist SV Mehring vor zwei Wochen auf die Sportfreunde Köllerbach. Mehring nahm es zu leicht und verpatzte den Rückrundenauftakt, das soll den Tarforstern nicht passieren. Etwas gebremst wird die Euphorie derzeit durch die Verletzung des Neuzugangs Björn Matzat. Bei einem Zweikampf zog sich der Defensivallrounder eine Knieverletzung zu, eine eindeutige Diagnose steht noch aus. Ein Einsatz am Samstag wird aber ausgeschlossen. Wieder mitwirken kann Philipp Hermes, Stefan Fleck und Michael Wick kehren ebenfalls nach langer Verletzungspause zurück zum Kader.

Spvgg Burgbrohl – TuS Mosella Schweich (Samstag, 16:30 Uhr) 

Mit dem 3:0-Sieg gegen die SG Ellscheid kam das Selbstbewusstsein zurück an den Winzerkeller. „Vielleicht sind wir ja für eine Überraschung gut“, hofft Trainer Eric Schröder vor der Partie beim Spitzenreiter der Rheinlandliga. „Bisher konnten sie nach der Winterpause noch kein Pflichtspiel absolvieren, das könnte ein Vorteil für uns sein“, spekuliert er weiter. Personell müssen die Schweicher derzeit keine Abstriche machen. Bis auf Pascal Bickelmann, der weiter mit einer hartnäckigen Grippe zu kämpfen hat, kann Eric Schröder auf die komplette Mannschaft zurückgreifen.

„Das wird eine richtig schwere Aufgabe. Aber ich freu mich drauf. Burgbrohl war bisher die beste Mannschaft, gegen die wir in dieser Saison angetreten sind“, schätzt der Mosella-Coach seinen Gegner wert. Einen weiteren kleinen Vorteil sieht er in der Erwartungshaltung: „Von uns wird kein Sieg erwartet, der Druck ist nach dem Heimsieg gegen Ellscheid erst einmal weg.“ Dennoch: es wird eine Mammutaufgabe für die Moselstädter. Nur eine Niederlage gab es bislang für die Rheinländer, im ersten Saisonspiel gegen die U23 von Eintracht Trier.

TSV Emmelshausen – Eintracht Trier U23 (Sonntag, 14:30 Uhr) 

Die Grippewelle macht auch vor dem Trainerteam der Trierer nicht halt. Herbert Herres fehlte schon am Sonntag, auch am heutigen Donnerstag war der ehemalige Zweitligaprofi noch angeschlagen. Dazu gesellte sich noch sein „Co“ Arno Köhmen, der ebenfalls krankheitsbedingt pausieren muss. Zudem erwischte es zwei seiner Spieler: Daniel Braun liegt seit dieser Woche im Bett, Fabian Mohsmann fehlte bereits gegen Tarforst und ist noch nicht über den Berg. Dafür kehrt Abwehrroutiniert David Thieser zurück in die Mannschaft.

„Solche Niederlagen musst du wegstecken können“, fordert Herres, der auf die unglückliche Derby-Schlappe gegen den FSV Tarforst anspielt. „Keiner ist unfehlbar, auch wir nicht. Wichtig ist, dass unsere Spielweise gestimmt hat. Chancen haben wir ins genügend herausgespielt“. Gegen den Gegner aus Emmelshausen rechnet sich Herres etwas aus. „Am Anfang der Saison haben sie kräftig gepunktet, aber nun ist die Euphorie etwas verflogen. Sie sind absolut schlagbar.“

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