Moselderby in Schweich – Tarforst muss punkten

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Heute Abend stehen für den FSV Tarforst und den SV Morbach wichtige Spiele im Abstiegskampf an, am Samstag gibt es das Moselderby zwischen Mosella Schweich und der U23 von Eintracht Trier.

Mosella Schweich – Eintracht Trier U23 (Samstag, 17 Uhr)

Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit: 4:1 siegte die Trierer U23 im September, Schweich war in diesem Spiel fast chancenlos. „ Da waren wir noch in der Findungsphase, da lief es noch nicht rund“, blickt der Mosella-Coach Eric Schröder zurück. „Das war damals keine einfache Situation. Ein neuer Trainer, dazu haben die Stammkräfte Florian Pelzer und Sebastian Schäfer den Verein im Sommer verlassen.“ Mittlerweile hat sich die Situation gebessert, nach der Winterpause hat die Mosella einen sensationellen Start hingelegt und konnte aus vier Spiele neunn Punkte sammeln. „In der Hinrunde mussten wir viel Lehrgeld zahlen, nun sind wir cleverer geworden und haben vor dem Tor auch das nötige Glück. Die Ergebnisse sind jetzt da, wir konnten Selbstvertauen sammeln.“

Eric Schröder trifft auf seinen Ex-Verein und will die Heimserie ausbauen – Foto: A.Heinen

Im Hinspiel agierte die Mosella laut Schröder noch etwas zu „naiv“ und ließ sich durch die schnellen Trierer Stürmer zu leicht ausspielen. „Bei Heimspielen treten wir mittlerweile ganz anders auf. Das wollen wir auch gegen die Eintracht zeigen, wir werden ihnen das Leben schwer machen!“ Verzichten muss die Mosella dabei auf Adrian Ossen, der aus privaten Gründen fehlt und auf Maurice Casel, der sich im Spiel gegen die SG Kyllburg einen Mittelhandbruch zuzog. Wieder mit dabei ist Ismail Omayrat, der gegen Kyllburg fehlte. „Wir haben einen breiten Kader, dann können andere ihre Chance nutzen“, konstatiert Eric Schröder, für den das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein (sieben Jahre im SVE-Trikot) immer noch kein Alltagsgeschäft ist.

Eintracht Trier II Mosella Schweich

Eine Szene aus dem Hinspiel: Die Trierer U23 gewann im September mit 4:1 – Foto: A.Heinen

Dem Gegner schiebt der Schweicher Coach die Favoritenrolle zu. „Wir sind sicherlich Außenseiter. Die Trierer sind schwer einzuschätzen, sie spielen gute lange Bälle in die Spitze und die Stürmer können damit viel anfangen. Unserer Viererkette muss auf Zack sein.“

Leichte Personalsorgen haben die Trierer. Zuletzt waren Burak Sözen und Christopher Spang Stammgäste in der Rheinlandligamannschaft, am Wochenende ist dies nicht möglich. Die Profimannschaft bestreitet um 14 Uhr das große Derby gegen die TuS Koblenz, wo die Jungtalente wahrscheinlich im Kader stehen werden. Schmerzlicher wird das Fehlen von Stammtorhüter Robin Strellen sein. Durch die Verletzung von Stephan Lobouè nahm Strellen in den letzten Spielen auf der Ersatzbank der Profis Platz. Ein Einsatz einer der A-Jugendtorhüter Mike Neumann oder Johannes München ist wahrscheinlich. Ebenfalls fehlen wird der Abwehrroutinier und Kapitän David Thieser, der in den nächsten drei Wochen Abschlussklausuren in seinem Studienfach Jura schreibt.

„Schweich ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Die wissen, wie man sich im Abstiegskampf zu verhalten hat“, meint SVE-Trainer Herbert Herres, den der Schweicher Aufwärtstrend nicht überrascht. „Zuhause sind sie stark. Es ist eine sehr kampfstarke Truppe, das wird ein schweres Spiel für beide Seiten.“ Positiv sah Herres die letzte Partie gegen den VfB Linz, welches die jungen Trierer locker mit 3:1 gewinnen konnten. „Das wird jetzt aber ein anderes Spiel als gegen den VfB Linz. Wir müssen schauen, dass wir an unsere fußballerische Qualität anknüpfen können. Gegen die TuS Koblenz II und Linz war das der Fall. In der Defensive müssen wir sicher stehen, wir sind aber auch keine Mannschaft, die sich hinten reinstellt“, fordert Herres, der sich ein Spiel mit „gesunder Rivalität“ wünscht.

Heute: SV Morbach – VfB Linz (20:15 Uhr) und Rot-Weiß Koblenz – FSV Tarforst (20 Uhr)

Den SV Morbach erwartet mit dem VfB Linz eine lösbare Aufgabe, denn die Rheinländer sind mit vier Punkten schon so gut wie abgestiegen. Nach zuletzt zwei Siegen gegen die SG Neitersen und die SG Ellscheid folgte am vergangenen Wochenende ein Remis gegen die Sportfreunde Eisbachtal. Ein Punkt, der den Hunsrückern nicht wirklich weiterhalf, denn der SVM befindet sich immer noch in akuter Abstiegsgefahr. Dabei können die Morbacher wieder auf eine dickere Personaldecke zurückgreifen. Florian Galle ist wieder dabei, auch Heiko Weber kann der Mannschaft als erfahrene Stütze helfen. Im April stehen viele Nachholspiele an, da ist jeder fitter Spieler für das Trainerteam Bernd Schreiber und Kevin Greweling wichtig. Als Auftakt in die entscheidende Phase der Saison sind drei Punkte gegen den Tabellenletzten Linz Pflicht.

Eine schwere Aufgabe hat der FSV Tarforst zu meistern. Die abstiegsbedrohten Trierer müssen am Deutschen Eck gegen Rot-Weiß Koblenz ran. Mut machte zuletzt der hart erkämpfte Heimpunkt gegen den favorisierten FC Karbach mit einem Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit. Für Koblenz ist die Saison schon fast gelaufen. Im Sommer startete man ambitioniert in die Saison 2012/13, doch die Spvgg Burgbrohl zog früh mit Siebenmeilenstiefeln davon, seitdem dümpelten die Rheinländer im Tabellenmittelfeld. Im Dezember gab der Trainer Michael Maur seinen Rücktritt bekannt, seinen Posten übernahm der erfahrene Patrick Wagner-Galda, der bis dato selbst die Fußballschuhe bei den Rot-Weißen schnürte.

Beim FSV bleibt die Personallage angespannt. Patrick Zöllner fehlen unverändert viele Spieler, mittlerweile ist auch Defensivspezialist Bernhard Heitkötter angeschlagen. Wieder dabei ist Tobias Spruck, der gegen Karbach privat verhindert war. Der starke A-Jugendliche Nicola Rigoni soll erneut Einsatzzeiten bekommen.

 

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