Rheinlandliga: Muss Mehring dem Pokal Tribut zollen? – Vorschau

Der SV Mehring war nah dran an der Pokalsensation gegen Eintracht Trier, doch am Wochenende muss man sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich den Aufstiegskampf in der Rheinlandliga. Am letzten Spieltag der Hinrunde tritt Mehring beim Verfolger Bad Breisig an. Wenig zu lachen hatten in der Vorwoche Tarforst, Morbach und Schweich, die allesamt vor wichtigen Spielen stehen. Die Vorschau auf den 17. Spieltag der Rheinlandliga.

Mehring und Tarforst sind aus ganz unterschiedlichen Gründen auf Siege angewiesen (Foto: Andreas Gniffke)

SG Bad Breisig – SV Mehring (Sonntag, 27. November, 15 Uhr)
120 harte Pokalminuten gegen die Trierer Eintracht liegen hinter dem SV Mehring, am Ende stand bekanntlich eine 2:4-Niederlage. Doch der Spielplan der Rheinlandliga ist unerbittlich. Gleich zwei schwere Auswärtsspiele binnen vier Tagen stehen auf dem Programm, denn nach dem Spiel beim Verfolger SG Bad Breisig am Sonntag muss die Mannschaft von Trainer Wolfgang Hoor bereits am Mittwoch (20 Uhr) das Nachholspiel in Karbach bestreiten. Wenn denn das Wetter nicht erneut dazwischenfunkt. Zumindest würde dann die Tabelle wieder gerade gerückt, denn noch immer läuft Mehring einem Rückstand von drei Punkten auf Rot-Weiss Koblenz hinterher, der spätestens durch das Nachholspiel aufgeholt werden soll.

Ahmed Boussi zeigte für Mehring zuletzt starke Spiele (Foto: Andreas Gniffke)

Doch auch wenn die Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga immer noch bestens sind und am vergangenen Wochenende Tarforst mit 2:0 geschlagen werden konnte, ist man in Mehring mit den bislang gezeigten Leistungen in der Liga alles andere als zufrieden. Nach den Heimniederlagen gegen Malberg und Morbach und einer Chancenverwertung zum Haare raufen gegen Tarforst, murren viele Zuschauer in Mehring ganz offen und sehen den ersehnten Aufstieg in Gefahr. Auch Wolfgang Hoor räumte vor einigen Wochen bereits ein, dass die Mannschaft zurzeit nur 70 bis 80 Prozent des eigentlichen Leistungsvermögens abrufen würde. Gegen Trier überzeugte die Mannschaft aber auf ganzer Linie und für Doppeltorschütze Christoph Eifel war nach dem Spiel klar: „Es war erste Sahne, was wir gespielt haben. So steigen wir sicher in die Oberliga auf.“

Die SG Bad Breisig hatte in der Vorwoche bittere 90 Minuten zu verdauen. Man verlor nicht nur gegen den direkten Konkurrenten aus Eisbachtal mit 2:3, sondern beendete das Spiel nach drei Platzverweisen mit acht Spielern und musste das Gegentor erst kurz vor Schluss durch einen Distanzschuss hinnehmen. Viel unglücklicher kann es eigentlich gar nicht laufen. In der Tabelle liegt Bad Breisig nun bereits sechs Punkte hinter Koblenz, eine erneute Niederlage könnte das vorzeitige Ende jeglicher Aufstiegsambitionen bedeuten.

FC „Blau-Weiß“ Karbach – SV Morbach (Samstag, 26. November, 18 Uhr)

Unerklärliche Leistungsschwankungen machen das Zuschauen in Morbach nicht immer leicht (Foto: Andreas Gniffke)

Die Leistungen des SV Morbach in der laufenden Saison sind für Fans und Verantwortliche des SV Morbach völlig unverständlich. Siege und hervorragende Leistung gegen die Spitzenteams aus Mehring und Eisbachtal, dazu der Pokaltriumph über Oberligist Salmrohr. Dann aber unverständliche Heimniederlagen gegen Linz (2:4) und Mülheim-Kärlich (0:3), wo die Mannschaft weit von ihrem eigentlichen Leistungsvermögen entfernt gespielt hat. Der FC Karbach dürfte es den Gästen alles andere als einfach machen, in die Erfolgsspur zurückzufinden. Zuhause ist man noch ungeschlagen, auch wenn es für die Spitzengruppe der Liga in diesem Jahr wohl nicht mehr reichen dürfte. Morbachs Trainer Rainer Nalbach hat nach der enttäuschenden Vorstellung gegen Mülheim-Kärlich bereits personelle Konsequenzen angekündigt und betonte: „Für uns hat spätestens jetzt der Abstiegskampf begonnen.“

Eine emotionale Partie sahen die Zuschauer in der Vorsaison (Foto: Andreas Gniffke)

TuS Mosella Schweich – TuS Mayen (Sonntag, 27. November, 15 Uhr)
„Gegen Mayen müssen wir auf alle Fälle gewinnen!“ Schweichs Trainer Hans Schneider lässt keinen Deut Interpretationsspielraum, was seine Ansage für das wichtige Heimspiel gegen den TuS Mayen sein könnte. Auch wenn die 2:6-Pleite in Badem für die Mosella bitter war, konnte man dennoch den ein oder anderen positiven Aspekt aus der Niederlage ziehen. So verschlief man zwar die erste halbe Stunde, kämpfte sich aber nach einem schier aussichtslosen 0:3-Rückstand wieder in die Partie hinein und hatte beim Stand von 2:3 sogar einige Chancen zur Wende. Dass dies am Ende nicht klappte, erzürnte Schneider weit weniger als das unglückliche 0:1 in Mülheim-Kärlich die Woche davor. Die Gäste aus Mayen drehen zum Ende einer turbulenten Hinrunde mächtig auf, vier Siege in Folge mit 16 erzielten Treffern sprechen eine deutliche Sprache. Da auch die Mosella vor allem am heimischen Winzerkeller eine offensive Spielweise an den Tag legt, dürfen sich die Zuschauer auf eine spektakuläre Partie freuen.

Tarforst braucht im Heimspiel einen Sieg (Foto: Andreas Gniffke)

FSV Trier-Tarforst – VfB Linz (Sonntag, 27. November, 14.30 Uhr)
Nun hat es also auch den FSV Tarforst erwischt und gegen den SV Mehring setzte es nach sechs Spielen ohne Niederlage erstmals unter Trainer Heinz Toppmöller eine Niederlage. Vor allem in der ersten Hälfte kam man überhaupt nicht in die Partie und zeigte insgesamt eine enttäuschende Vorstellung. Die taktischen Umstellungen aufgrund der Rückkehr des wieder genesenen Patrik Kasel in die Sturmspitze haben der Mannschaft eher geschadet als genützt und es wird sich zeigen, ob es Toppmöller gegen den VfB Linz nicht wieder mit der Doppelspitze Kasel gemeinsam mit David Schmitz versuchen wird, der auf der rechten Seite gegen Mehring überhaupt nicht zurechtkam. Diese Variante hätte er auch gerne schon im Pokalspiel gegen Schweich getestet, das aber leider dem Nebel zum Opfer fiel. Die Gäste aus Linz zeigen in dieser Saison vor allem auswärts beachtliche Leistungen und stehen in der Auswärtstabelle auf einem sensationellen dritten Platz. Dennoch befinden sich die Rheinländer mitten im Abstiegskampf und sind auf Punkte in Tarforst dringend angewiesen.

WEITERE SPIELE

Freitag, 25. November

TuS Koblenz II – TuS Rot-Weiss Koblenz (19.30 Uhr)

Samstag, 26. November

Spvgg Burgbrohl – Sportfreunde Eisbachtal (17 Uhr)

Sonntag, 27. November

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SG Badem (14.30 Uhr)
Spvgg. EGC Wirges II – SG Malberg (14.30 Uhr)
FV Engers – SG Stadtkyll (14.30 Uhr)

Mittwoch, 30. November

FC „Blau-Weiß“ Karbach – SV Mehring (20 Uhr)

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Kommentare (1)

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  1. Pitt sagt:

    Schade das der Hr. Burbach der Mosella nun lange ausfällt, ein herber Verlust.

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