Rheinlandliga: Nur der SVE kann punkten

Ein maues Wochenende geht für die Teams der Region zu Ende. Nachdem Mosella Schweich gegen Kyllburg verlor (5vier berichtete), machten es der SV Morbach (2:0 gegen Eisbachtal) und der FSV Trier-Tarforst (3:1 gegen Karbach) nicht besser. Allein die U23 der Eintracht konnte Punkte sammeln, bei Schlusslicht Linz feierten die Trierer einen 0:3-Auswärtsieg.

VfB Linz – Eintracht Trier II 0:3 (0:1)

Mit dem dritten Saisonsieg hat sich die U23 von Eintracht Trier im Mittelfeld der Rheinlandliga platziert. Nachdem die „Zwote“ gegen Morbach den zweiten Saisonsieg einfahren konnte, legte die Elf von Trainer Herbert Herres gegen das Tabellenschlusslicht VfB Linz nach. „Wir haben gelernt, uns in der Rheinlandliga zu wehren“, freute sich Herres nach Schlusspfiff.

Salmrohr-Trier

Großer Jubel bei der Eintracht – Foto: Peter Schmitt

Den Weg zum Sieg ebnete ausgerechnet ein Rückkehrer. Daniel Braun, der erstmals seit seiner abgesessenen Sperre wieder auflaufen konnte, nutzte eine Ecke von Tim Hartmann per Kopf zur Führung (45.). „Gegen Linz haben wir sehr wenig zugelassen, Linz hatte keine Torchance“, resümierte der Trierer Coach nach dem Spiel. Auch nach der Halbzeit verteidigte Linz mit Mann und Maus. Nun war es Besart Aliu, der die Trierer Fühung ausbaute. Zuerst traf er in 65. Minute nach einer Vorlage von links, in der 71. Minute verwertete der Trierer Stürmer ein Zuspiel von Daniel Braun zum 3:0 Siegtreffer. Ein Ergebnis, mit dem die Rheinländer noch gut leben konnten. Der SVE traf zwei Mal den Pfosten, in der ersten Minute verfehlte Nino Sehovic das Linzer Tor nur knapp.

„Über das ganze Spiel haben wir sehr konzentriert agiert! Auch wenn Linz Tabellenletzter ist, war das keine leichte Aufgabe“, befand Herres. Sein zweites Spiel im SVE-Trikot machte derweil Profitorhüter Stephan Loboue. Der ehemalige Keeper von der Spvvg Greuther Fürth stand bisher nur im Rheinlandpokal gegen die SG Lüxem/Wittlich zwischen den Pfosten. In der letzten Woche hinderte ihn eine Zerrung am Training, nun konnte er in der Rheinlandliga Spielpraxis sammeln.

Nächsten Samstag tritt die U23 im heimischen Moselstadion gegen die TuS Mosella Schweich an. Ein echtes Lokalderby, zumal der Schweicher Trainer Eric Schröder mehrere Jahre in der SVE-Abwehr spielte.

 Sportfreunde Eisbachtal – SV Morbach 2:0 (1:0)

Beim SV Morbach bleiben die Probleme gleich: „Wir sind vorne einfach nicht zwingend genug, da müssen wir noch energischer werden“, mit diesen Worten beschrieb der Morbacher Trainer Dieter Müller die Leistung seiner Mannschaft. Wie schon in den Spielen zuvor fehlte den Hunsrückern ein Knipser, der Ball möchte einfach nicht über die Linie. Am Samstagabend traf man zwei Mal Aluminium. Zuerst köpfte Andre Petry an die Latte, später nahm Andre Thom Maß und traf nur das Lattenkreuz. „Wir hätten heute noch eine Stunde spielen können und hätten kein Tor erzielt“, meinte Müller enttäuscht.

Die Morbacher Mannschaft 2012/2013 – Foto: A.Gniffke

Gleichzeitig übte der Coach aber auch Kritik an seinem Team. In den ersten Minuten kam Morbach schleppend in das Spiel, nur schwer kam die junge Mannschaft in die Zweikämpfe. Folgerichtig fiel das 1:0 für die Hausherren (14.), ein Treffer der laut Müller „absolut verdient war“. Erst danach fand der SV Morbach statt und übernahm das Kommando. Das entscheidende 2:0 für die „Eisbären“ fiel nach einem Foulelfmeter, den Manuel Haberzettl in der 76. Minute verwertete.

„Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis, das müssen wir uns selbst erzwingen. Selbst ein schmutziger Sieg würde uns in dieser Phase gut tun, damit wir wieder mehr an uns glauben“, mahnte Dieter Müller. Schon am Mittwoch geht es für die Hunsrücker in der Rheinlandliga weiter. Dann kommt es zum direkten Duell um den ersten Abstiegsplatz gegen die SG Neitersen. Beide Vereine haben fünf Punkte, für die Teams ist es ein Sechs-Punkte-Spiel.

 FC Karbach – FSV Trier-Tarforst 3:1 (2:1)

Personell geht der FSV Trier-Tarforst zurzeit auf dem Zahnfleisch. „Es haben insgesamt zehn Spieler gefehlt“, klagte Trainer Stefan Fries. Fast die komplette Defensivbesetzung musste gegen Karbach ersetzt werden, dazu fiel mit Stefan Castello der Kapitän aus. Patrick Kasel fehlte berufsbedingt im Sturmzentrum, für ihn rückte Simon Krugmann in das Sturmzentrum.

Krugmann war es auch, der die erste dicke Chance des Spiels hatte. In der 13. Minute machte der Angreifer fast alles richtig, er umkurvte den Karbacher Torhüter, traf danach aber nur die Latte. Kurz darauf konnte der FSV trotzdem jubeln. Florian Weirich erkämpfte sich an der Mittellinie den Ball und setzte zu einem sehenswerten Sololauf an. Nachdem er drei Gegenspieler stehen gelassen hatte, behielt er auch vor dem Tor die Nerven und schob das Leder unhaltbar ins rechte Toreck (28.). Trotz der Führung gerieten die Trierer noch vor dem Halbzeitpfiff auf die Verliererstraße. Zuerst musste der FSV einen berechtigten Foulelfmeter hinnehmen, den Andy Felgner verwandelte (39.). Danach kam es zu einer Szene, die die Gemüter erzürnte. Torhüter Steffen Deuster parierte einen Ball und hatte im Fünf-Meter-Raum im Liegen die Hand auf dem Ball, doch Tobias Schinnen schoss Deuster den Ball aus er Hand. Der Schiedsrichter entschied zuerst auf Freistoß, aber der Linienrichter legte ein Veto ein. Nach kurzer Beratung wurde der Freistoß wieder zurückgepfiffen und das Tor den Hausherren anerkannt. „Das war eine Fehlentscheidung, wir alle konnten diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Es war ein Foul an unseren Torhüter Steffen Deuster, der sich ganz klar im Fünf-Meter-Raum befand!“

Auch das 3:1 sah Fries kritisch: „Vor dem Tor wurde ein Freistoß gepfiffen, dabei hat mein Spieler nur den Ball gespielt.“ Das folgende Tor war ebenfalls denkbar unglücklich. Wieder war es Andy Felgner der traf, doch sein Freistoß wurde durch einen Tarforster Abwehrspieler unhaltbar abgefälscht. Zuvor hatte Florian Weirich den Ausgleich auf dem Fuß, sein mustergültiger Freistoß knallte jedoch nur an die Latte. „Meine Mannschaft hat heute wirklich alles rausgeholt und gekämpft bis zum Umfallen. Doch heute hat uns das Glück gefehlt um etwas Zählbares mitzubringen. Es ist wirklich schade, dass die Mannschaft nicht belohnt wurde.“

 

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