Rheinlandliga: Schweich & Tarforst vor schweren Aufgaben – Vorschau

Am achten Spieltag der Rheinlandliga empfängt Mosella Schweich die zuletzt starke Spielgemeinschaft aus Kyllburg und möchte den ersten Heimsieg einfahren. Alle anderen Teams aus der Region treten auf fremden Plätzen an. Tarforst spielt gegen den ambitionierten FC Karbach, Trier II misst sich mit Schlusslicht Linz und der SV Morbach möchte gegen die Sportfreunde Eisbachtal endlich den zweiten Sieg einfahren.

TuS Mosella Schweich – SG Kyllburg (Samstag, 17 Uhr)

Am letzten Wochenende hingen die Köpfe bei der Mosella tief. Viel hatten sich die Moselstädter bei der U23 der TuS Koblenz vorgenommen, doch die rote Karte gegen Eugen Keller machte alle Hoffnungen schnell zunichte. Nun sollen die Punkte zuhause eingeheimst werden, noch immer wartet die Mosella auf den ersten Heimsieg.

„Das Spiel ist sehr wichtig für uns. Zum einem, weil wir endlich zuhause gewinnen wollen. Zum anderem, weil wir uns Luft nach unten verschaffen wollen“, stellt Trainer Eric Schröder dar. Zwar steht die Mosella auf dem 13. Rang, doch der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte. Gut, dass Schröder personell nur wenige Abstriche machen muss. Fehlen werden der gesperrte Eugen Keller und Florian Beaudouin. Den Gegner bewertet der Coach respektvoll: „In der Vorbereitung haben wir 4:0 gegen sie verloren, wir haben noch etwas gut zu machen. Die letzten Ergebnisse sprechen aber eine deutliche Sprache, zurzeit sind sie auf einer Erfolgswelle.“

In erster Linie müssen die Schweicher auf Michael Mayer-Nosbüsch aufpassen. Gegen Trier traf der Stürmer doppelt, auch im Rheinlandpokal netzte „MMN“ zwei Mal beim 1:3 über die SG Laufeld ein. Die SG ist ein sehr variabler Gegner, der ein Spiel offensiv angehen kann, aber auch auf Kommando mauern kann. Nach zuletzt vier Siegen in Folge konnten die Eifeler bis auf Tabellenplatz sieben vorstoßen. TuS-Trainer Eric Schröder gibt sich aber kämpferisch: „Meine Mannschaft kann jetzt selbst dafür sorgen, dass wir nicht weiter untern reinrutschen. Wir wollen den ersten Heimsieg!“

FC Karbach – FSV Trier-Tarforst (Samstag, 17 Uhr)

Der FSV Tarforst pfeifft personell aus dem letzten Loch. Vor allem in der Defensive muss Trainer Stefan Fries gezwungenermaßen viel rotieren, dazu steht hinter dem Kapitän Stefan Castello ein dickes Fragezeichen. Gegen Oberweis konnte Castello nur eine Halbzeit spielen, danach wurden die Knieprobleme schlimmer. „Es fehlen neun Spieler“, sagt Stefan Fries besorgt. Mit Sven Haubrich, Stefan Fleck und Dominik Lay fehlen gleich drei potentielle Stammspieler. Dazu ist Bernhard Heitkötter studienbedingt ein halbes Jahr in China.

Unglücklicherweise kommt mit dem FC Karbach ein starker Gegner. Der Club aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis ist ambitioniert und peilt die Oberliga an. Sie verfügen über einen breiten Kader, unter der Woche gewann man 7:0 im Rheinlandpokal. „Die Aufgabe ist wirklich schwierig“, meint der Tarforster Trainer. „Unser Augenmerk wird durch die Verletzungen auf der Defensive liegen. Das fängt schon beim Stürmer an, der gut gegen den Ball arbeiten muss! Wir werden alles geben.“ Auch das Spiel vom letzten Wochenende, als man zuhause gegen die SG Malberg unglücklich verlor, ließ man in der Woche nochmals Revue passieren. „Das war ein ganz seltsames Spiel, wir können es uns immer noch nicht wirklich erklären. Da spielt man nur auf ein Tor und verliert trotzdem mit 3:4.“

 VfB Linz – Eintracht Trier II (Sonntag, 14:30 Uhr)

Eintracht Trainer Herbert Herres (Foto: Andreas Gniffke)

Auf dem Papier ist die Aufgabe lösbar. Der VfB Linz steht mit drei Punkten auf dem letzten Platz, auch im Pokal flogen die Rheinländer gegen Müschenbach raus. Doch so leicht sieht der Trainer Herbert Herres die Aufgabe nicht: „ Ihren Sieg haben sie gegen die U23 von TuS Koblenz eingefahren! Trotzdem fahren wir dorthin und wollen etwas Zählbares mit nach Trier nehmen“. Wieder mithelfen wird dabei Daniel Braun. Der Defensivallrounder hat seine Sperre resultierend aus dem Spiel gegen Tarforst abgesessen und kann wieder eingreifen. Auch Kevin Arbeck, der gegen Morbach verletzt pausieren musste, ist wieder mit von der Partie.

„Meine Mannschaft will an die zweite Halbzeit vom Spiel gegen den SV Morbach anknüpfen!“ Das Spiel in Morbach wurde durch zwei Tore von Erik Michels gedreht. In der ersten Halbzeit waren die jungen Trierer arg in die Bredouille gekommen, mit dem 1:0 Halbzeitstand war der SVE gut bedient. „Danach haben wir gut dagegengehalten und uns zurückgekämpft. In der Rheinlandliga haben wir versucht zu viel spielerisch zu lösen. Da mussten wir robuster werden und besser in die Zweikämpfe kommen. Das müssen die Jungs lernen,“ findet Herbert Herres.

Sportfreunde Eisbachtal – SV Morbach (Samstag, 17 Uhr)

Die Eintracht aus Trier war in den letzten Wochen Dauergast in Morbach. Zuerst verloren die Hunsrücker in der Rheinlandliga unglücklich gegen die U23, am Dienstag traf die Elf von Trainer Dieter Müller in einem Benefizspiel auf eine durchmischte Trierer Truppe mit Profis und Jugendspieler. Respektabel trennten sich beide Mannschaften 0:0. „Mit der Leistung kann ich zufrieden sein. In der Defensive haben wir gut gestanden, aber vorne wieder Chancen liegen lassen“, resümiert Müller die Partie. „Solche Spiele sind für meine Jungs einfacher, da können sie befreiter aufspielen und können lernen.“

Die Morbacher Mannschaft 2012/2013 – Foto: A.Gniffke

Am Samstag gilt wieder der harte Ligaalltag. Dort warten die Sportfreunde Eisbachtal, auswärts muss Morbach punkten um nicht noch weiter in Richtung der Abstiegsränge zu rutschen. „Eisbachtal ist mit uns vergleichbar, da gibt es viele Parallelen. Auch dort gibt es einen Umbruch, einen neuen Trainer, viele neue Spieler“, vergleicht Dieter Müller. „Bei ihnen gibt es wie bei uns Leistungsschwankungen, aber im Gegensatz zu uns haben sie schon neun Punkte.“ Personell entspannt sich Lage nicht. Zwar kann Andre Thom wieder mitwirken, dafür fallen Heiko Weber, Marc-Andre Schneider, Thorsten Schlad und Florian Galle weiter aus. „Aber wir jammern nicht! Das Match gegen Eisbachtal wird ein interessantes Spiel, hier könnte die Tagesform ausschlaggebend sein.“

 

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