Rheinlandliga: Spitzenreiter vor Torfestival? – Vorschau

Eröffnet wurde die Rückrunde der Rheinlandliga bereits am vergangenen Wochenende. Nun greifen mit Salmrohr und Morbach aber auch die Spitzenteams der Liga wieder ins Geschehen ein. Auch der SV Dörbach muss vor dem Pokalknaller gegen die TuS Koblenz am Mittwoch sein erstes Rückrundenspiel in Burgbrohl bestreiten. Die Vorschau auf den 20. Spieltag.

Ein Spiel für Torjäger: Salmrohrs Dino Toppmöller trifft auf die schwächste Abwehr der Liga.

FSV Salmrohr – SG Eintracht Lahnstein (Samstag, 19.Februar, 16.00 Uhr)

Torfabrik gegen Schießbude; nur selten sind die Rollen im Fußball so eindeutig verteilt wie am kommenden Samstag, wenn der souveräne Spitzenreiter aus Salmrohr auf den abgeschlagenen und in Auflösung begriffenen Letzten aus Lahnstein trifft. Das Hinspiel gewannen die Salmtaler durch Tore von Andreas Hesslein und Markus Bauer mit 2:0, doch die Lahnsteiner Mannschaft ist mit der vom Saisonbeginn nicht mehr zu vergleichen. Nach internen Querelen und kolportierten Finanzierungsengpässen verließen zahlreiche Spieler und später auch Trainer Akin Kilic die Mannschaft, die seitdem in Schieflage durch die Liga schlingert und nicht mehr konkurrenzfähig zu sein scheint. Niederlagen wie das 0:11 gegen Dörbach und das 0:9 gegen Mehring sprechen Bände. Friedhelm Rach, sportlicher Leiter des FSV, dämpft die hohen Erwartungen allerdings etwas: „Wir dürfen uns von den Ergebnissen und der Tabellenkonstellation nicht verführen lassen. Lahnstein wird tief stehen und wir müssen konzentriert sein und dürfen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Fehlen wird den Salmrohrern auf jeden Fall Philipp Mies, der beruflich verhindert ist. Ein Fragezeichen steht noch hinter den Einsätzen von Andreas Hesslein und Rodalec Souza. Freuen dürfen sich die Zuschauer dagegen auf den ersten Ligaauftritt von Neuzugang Matondo Makiadi. Für den FSV Salmrohr dürfte die Begegnung trotz aller Bedenken lediglich ein besseres Trainingsspiel vor einer anstrengenden Rückrunde sein, an deren Ende der Aufstieg stehen soll.

Spvgg Burgbrohl – SV Dörbach (Samstag, 19. Februar, 16.30 Uhr)

Die Mannschaft von Kapitän Mike Gaugler benötigt im Kampf gegen den Abstieg jeden Punkt.

Platz 16 nach der Vorrunde und bereits ein deutlicher Rückstand auf Platz 13, der sicher den Klassenerhalt bedeuten würde. Vor der Mannschaft von Harry Koch liegt eine schwere Rückrunde, die mit dem Spiel beim Tabellenvierten Burgbrohl alles andere als einfach beginnt. In Dörbach wird man wohl gar nicht so böse gewesen sein, dass das Lokalderby gegen den FSV Salmrohr, das in der Vorwoche stattfinden sollte, in den April verlegt wurde. Es wird sich zeigen, ob den Salmtalern erneut eine so starke Rückrunde wie in der Vorsaison gelingen wird, als man vom letzten Platz und bei gleichem Punktestand wie in dieser Saison noch auf Rang zehn klettern konnte.

SG 2000 Mülheim-Kärlich – SV Morbach (Sonntag, 20.Februar, 14.30 Uhr)

Man kann sich vorstellen, dass dem SV Morbach die zahlreichen Spielabsagen im Dezember alles andere als in den Kram passten. Die Hunsrücker waren die Mannschaft der Stunde und vollbrachten das Kunststück, dem Tabellenführer aus Salmrohr innerhalb weniger Tage zwei Niederlagen zuzufügen. In der Vorbereitung lief es für die Mannschaft von Trainer Thorsten Haubst alles andere als rund. Kein Testspiel konnte gewonnen werden und man wird sehen, wie sich die aktuelle Form der Mannschaft darstellt. Dennoch geht Morbach als klarer Favorit in die Partie bei der SG Mülheim-Kärlich, die zwar eine solide Hinrunde gespielt haben, nun aber seit fünf Begegnungen auf einen Sieg warten, ganz im Gegensatz zu den Morbachern, die seit acht Spielen ungeschlagen sind. Haubst erwartet ein schweres Spiel gegen einen tief stehenden Gegner: „Nach der Mülheimer Niederlage gegen Linz werden die sicher auch etwas angeschlagen sein. Aber auch wir haben nach den schwachen Ergebnissen in der Vorbereitung durchaus Verbesserungsbedarf. Wir müssen jetzt zu Beginn der Rückrunde mal schauen wo wir stehen. Wenn am Ende der Saison der zweite Tabellenplatz herausspringen sollte, wäre das ein riesiger Erfolg für uns.“ Fraglich ist noch der Einsatz von Kapitän Oleg Tintor, der Probleme mit der Wade hat und in der Woche bislang nur Lauftraining absolvierte.

TuS Mosella Schweich – Spvgg. EGC Wirges II (Sonntag, 20. Februar,15.00 Uhr)

Der Schweicher Sieg gegen Kyllburg in der Vorwoche war hart erkämpft.

Schweichs Trainer Hans Schneider war die Erleichterung nach dem hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen die SG Kyllburg am vergangenen Wochenende deutlich anzusehen. Am kommenden Sonntag tritt seine Mannschaft nun erneut am heimischen Winzerkeller an und trifft mit der Zweitvertretung der EGC Wirges auf eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Unterschätzen darf man die Westerwälder allerdings nicht, vor allem spielerisch machte man bei der 1:3-Niederlage in Mehring einen guten Eindruck, was ihnen auch Mehrings Trainer Wolfgang Hoor attestierte. Doch auch die Mosella zeigte sich gegen Kyllburg vor allem spielerisch und offensiv verbessert und dürfte mit der gewohnten Kampfkraft und den eigenen Zuschauern im Rücken als leichter Favorit in die Partie gehen.

Weitere Spiele:

Freitag, 18.02.2011

TuS Mayen – FC Karbach (19.30 Uhr)

Samstag, 19.02.2011

SV Mehring – FV Engers (17.00 Uhr)

FSV Trier-Tarforst – VfB Linz (18.00 Uhr)

Sonntag, 20.02.2011

TuS Koblenz II – SG Kyllburg (14.30 Uhr)

SG Bullay/Zell – SG Ellscheid (14.30 Uhr)

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