Rheinlandliga: Unerfreuliches Ende nach Tarforster Heimsieg

Von Andreas Gniffke

Der FSV Trier-Tarforst gewann nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mit 1:0 gegen den Tabellenzweiten aus Koblenz. Das goldene Tor erzielte in der 37. Spielminute Sven Simon. Nach dem Spiel kam es dann auf und vor allem neben dem Platz zu handfesten Auseinandersetzungen.

Foto: Jubel in Tarforst (hier gegen Mehring) auch nach dem Sieg über Koblenz II.

Dabei war die stark ersatzgeschwächte zweite Mannschaft des Drittligisten von Beginn an die etwas gefährlichere der beiden Mannschaften in einer schwachen Rheinlandligapartie. Zwei gute Torgelegenheiten durch Sören Klappert konnten jedoch nicht zur Führung genutzt werden. Aus dem Nichts schlug Tarforst dann eiskalt zu: Sven Simon ließ dem Koblenzer Schlussmann Kevin Birk mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance.

Nach der Pause begannen sich die Gastgeber die Führung zu verdienen und kamen zu einigen sehr guten Torgelegenheiten. Das Spiel war nun ausgeglichen und hart umkämpft, ohne jedoch an Klasse zu gewinnen. In der 76. Minute sah der Tarforster Christian Dahm nach einer fragwürdigen Situation vom sehr guten Schiedsrichter Raphael Fewinger die gelb-rote Karte. Koblenz konnte die Überzahl aber nicht ausnutzen und kam gegen die sehr stabile Tarforster Defensive zu keiner hochkarätigen Torgelegenheit mehr.

Überschattet wurde die Partie nach dem Spiel durch Ausschreitungen zwischen den wenigen Koblenzer Anhängern und Personen, die höchstwahrscheinlich dem Umfeld der Trierer Eintracht zuzuordnen waren. Nach verbalen Auseinandersetzungen wurden die Koblenzer Anhänger durch Flaschenwürfe angegriffen und auch Unbeteiligte gefährdet. Angesichts des zu erwartenden Gefahrenpotentials bleibt es völlig unverständlich, warum der FSV Tarforst keinerlei Sicherheitskräfte zum Schutz der eigenen Zuschauer wie auch der Gäste bereitgestellt hat. In Folge der Handgemenge kam es auf dem Platz auch zu Auseinandersetzungen zwischen den Spielern beider Teams.

Foto: Anna Lena Bauer

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Kommentare (2)

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  1. Kai Schmitz sagt:

    Guten Tag.
    Also der 5vier Reporter war wohl was das Spiel angeht nicht anwesend. Ich fande es war ein gutes Rheinlandligaspiel mit hohem Tempo beider Seiten. Was danach geschah darf nicht passieren was beim Fußball aber leider nicht immer zu verhindern ist.Lg

    Anm. d. Red.: Ich war sehr wohl anwesend, aber so gehen die Meinungen wohl auseinander. Vor allem in kämpferischer Hinsicht kann man vor allem der Mannschaft aus Tarforst nichts vorwerfen, aber ich fand sie in Salmrohr vergangene Woche wesentlich stärker. Den Koblenzern hat man den personellen Aderlass meines Erachtens deutlich angemerkt, da nahezu alle Schlüsselspieler mittlerweile in der Dritten Liga auf der Bank sitzen und z.T. auch spielen. AG
    PS.: User ‚Daniel Reis‘ hat unter Angabe der gleichen Mailadresse einen weitestgehend inhaltsgleichen Kommentar verfasst, der hier nicht noch einmal extra angeführt wurde.

  2. werner Gorges, Vorsitzender sagt:

    Anmerkung zu dem Artikel des Herrn Gniffke:
    Wir möchten nochmals klarstellen, dass es sich hier defintiv nicht um Fans aus Trier-Tarforst und Koblenz handelte, die für Unruhe nach dem Spiel sorgten. Der FSV Trier-Tarforst hatte sehr wohl Ordner auf dem Spielgelände. Wir müssen allerdings eingestehen, dass sich diese nicht rechtzeitig den „Krawallmachern“ zugewand und die Lage unterschätzt haben. Wir entschuldigen uns hierfür insbesondere bei der TUS Koblenz und deren fairen Fans.

    Anm. d. Red.: Die Anmerkung von Herrn Gorges ist völlig richtig. Tarforster Zuschauer waren an den Auseinandersetzungen nicht beteiligt. Dieser Eindruck wird im Beitrag aber auch nicht vermittelt. Allerdings hätte spätestens dann eingegriffen werden müssen, als Personen, die sich zunächst außerhalb des Sportplatzes gesammelt hatten, auf das Sportgelände gelangten. Andreas Gniffke

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