Rheinlandliga: Verteidigt Tarforst die Spitze? –Vorschau

In der Rheinlandliga steht der sechste Spieltag bevor. Der bisherige Spitzenreiter FSV Trier-Tarforst tritt bei der SG Bad Breisig an und möchte dort die Tabellenführung verteidigen. Mosella Schweich peilt im Duell mit Aufsteiger TSV Emmelshausen den ersten Heimsieg an, die U23 der Eintracht spielt am Sonntag gegen die SG Kyllburg/Badem/Gindorf. Der SV Morbach hat kein Spiel, die Partie gegen die SG Neitersen wurde auf den 26.09. verlegt.

SG Bad Breisig – FSV Trier-Tarforst (Sonntag 14:30 Uhr)

Tarforst konnte gleich vier Mal jubeln - Foto: A.GniffkeDer FSV Trier-Tarforst mausert sich zur Spitzenkraft der Rheinlandliga. Durch den Sieg im Moselderby gegen Mosella Schweich behielten die Höhenstädter die Tabellenführung einen weiteren Spieltag. Beruhigend: In den letzten beiden Spielen, gegen den VfB Linz und die TuS aus Schweich, haben die Tarforster ihr spielerisches Potential nicht vollends ausgeschöpft, trotzdem konnte die Elf von Trainer Stefan Fries sechs Punkte einheimsen. Es besteht also noch Luft nach oben. „Bei einer jungen Mannschaft kommen Leistungsschwankungen vor, die sind ganz normal“, meint Trainer Stefan Fries, der Schlendrian soll aber nicht Einzug halten. „Die Jungs wissen das aber, wir haben im Training die Zügel etwas angezogen!“

Umbauen müssen die Spitzenreiter in der Abwehr, dort kam für Stefan Fleck während der Woche eine enttäuschende Diagnose. Schon länger ist er angeschlagen, nun stellte sich seine Verletzung als ein kleiner Muskelriss in der Wade heraus, der Routinier wird einen Monat nicht zur Verfügung stehen. Den FSV vorerst verlassen hat Vizekapitän Bernhard Heitkötter. Studienbedingt zieht es den Abwehrrecken bis Januar ins ferne China. „Wir werden ihn sehr vermissen, Bernie war ein Schlüsselspieler und absoluter Teamplayer“, beklagt Fries den Abgang seines Schützlings. „Aber unser Kader ist breit genug. Nun können andere zeigen was sie können“.

Die neue Abwehr muss sich direkt mit einem echten Brocken messen. Zwar ist die SG Bad Breisig schlecht in die Saison gestartet, jedoch zählte die Elf vom Rhein in den vergangenen Jahren immer zu den Spitzenmannschaften der Liga, auch hatten sie ein kurzes Intermezzo in der Oberliga. Deshalb warnt der Tarforster Coach: „ Bad Breisig ist besser aufgestellt als es der Tabellenstand widerspiegelt. Wir wollen aber natürlich etwas Zählbares mitbringen“. Im letzten Spiel kassierte Bad Breisig eine empfindliche 6:0-Niederlage gegen Burgbrohl. „Sie werden daher auf Wiedergutmachung aus sein, da müssen wir aufpassen.“

TuS Mosella Schweich – TSV Emmelshausen (Samstag 17 Uhr)

Über den Aufsteiger TSV Emmelshausen ist in dieser schon die U23 von Eintracht Trier gestolpert. Besser machen möchte es am Samstag Mosella Schweich. Bisher warten die Schweicher noch auf ihren ersten Heimsieg, die Niederlage am letzten Samstag gegen Tarforst war knapp. „Wir wollen den ersten Heimsieg“, fordert der Schweicher Trainer Eric Schröder. Dabei ist Emmelshausen eine harte Nuss, erst ein Gegentor musste die Mannschaft aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis hinnehmen. „Das wird eine schwere Aufgabe für uns, aber meine Mannschaft hat unter der Woche Gas gegeben.“

Um am Samstag erfolgreich zu sein, muss sich Schweich in erster Linie in der Offensive steigern. Nur drei Tore konnte das Team aus dem Winzerkeller bislang erzielen, dafür steht die Abwehr bislang solide. 77 Gegentore bekamen die Schweicher in der letzten Saison, dort setzte Eric Schröder, der frühere Abwehrspieler von Eintracht Trier, zuerst den Hebel an. Jetzt will er auch in der Offensive stärker werden. „Durch die Rückkehr von Carsten Reis und Andreas Schneider haben wir vorne mehr Qualität bekommen“, freut sich der Trainer über die zusätzlichen Offensivkräfte. Am Samstag nicht mitwirken können Mathieu Casel und Pascal Bickelmann.

Eintracht Trier II – SG Kyllburg (Sonntag 15 Uhr)

Foto: Peter Schmitt

„Nach dem 2:2 gegen Koblenz möchten wir den nächsten Schritt machen“, sagt der SVE-Trainer Herbert Herres, immer noch war ihm die Freude über den späten Ausgleich gegen den Rivalen TuS Koblenz anzumerken. Dort markierte Burak Sözen in der Nachspielzeit den Treffer zum Ausgleich, ein psychologisch wichtiges Tor.

Die Gäste aus der Eifel dürften erwartungsgemäß defensiv eingestellt sein und tief stehen, mit dieser Taktik entführten sie am vergangenen Wochenende drei Punkte aus Morbach. „Das ist eine sehr robuste Mannschaft, wir müssen gegen diese defensiv starke Mannschaft einfach das erste Tor machen.“ Als Beispiel, wie gefährlich auch tief stehende Mannschaften sein können, nannte Herres das gestrige Spiel der SVE-Profimannschaft in Idar-Oberstein. „Da hätte auch ein Tor für Idar fallen können.“

Personell stehen dem SVE bis auf den noch fraglichen Taner Weins alle Spieler zur Verfügung. Da die erste Mannschaft an diesem Wochenende spielfrei hat, hofft Herres auf eine Leihgabe aus der ersten Mannschaft. Zuletzt konnten Burak Sözen und Christopher Spang in der Rheinlandliga Spielpraxis sammeln.

 

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