Derbys im Mittelpunkt der Vierten Runde

In der vierten Runde des Rheinlandpokals kommt es zu zwei mit Spannung erwarteten Derbys. Im Duell David gegen Goliath empfängt der Bezirksligist SV Tälchen Krettnach den aktuellen Tabellenführer der Regionalliga West, den SV Eintracht Trier. Nicht minder spannend wird es in Schweich zugehen, wo die Mosella im Verbandsliga-Derby mit dem Nachbarn aus Mehring einen wahren Erzrivalen zu Gast hat.

Foto: Kann Schweich jubeln? Gegen Mehring erwartet uns ein packendes Pokalduell

SV Tälchen Kretnnach – Eintracht Trier (Dienstag, 19.30 Uhr, Kunstrasenplatz Tawern):

Es ist bereits der zweite Versuch dieses mit Spannung erwartete Spiel auszutragen, nachdem die Partie, die ursprünglich in Könen ausgetragen werden sollte, den Witterungsverhältnissen zum Opfer fiel. Nun wird die Partie auf dem Kunstrasenplatz in Tawern angepfiffen. Die Konstellation sorgt für Spannung: die vermeintlich Kleinen fordern die Großen, das ewige Duell David gegen Goliath. Das wird auch heute passieren, wenn der Bezirksliga-Spitzenreiter Krettnach auf den Tabellenführer der Regionalliga West, den SV Eintracht Trier, trifft. Es ist aber auch die Neuauflage des Testspiels der vergangenen Sommervorbereitung, als Trier den Bezirksligisten mit 13:0 schlagen konnte. Auch diesmal wäre eine Niederlage des hohen Favoriten Trier mehr als eine Sensation, auch wenn SVE-Coach Roland Seitz einige Stammkräfte schonen wird. “Das ist für uns eine Pflichtaufgabe, die wir souverän lösen wollen,” so Seitz, “Krettnach ist sicherlich stärker als bei unserem letzten Zusammentreffen, doch wenn wir mit dem nötigen Ernst an diese Aufgabe rangehen, werden wir auch in die nächste Runde einziehen.”

Foto: Wer bei der Eintracht alles auf der Bank sitzt wird sich erst morgen kurz vor Spielbeginn zeigen.

Die Verletztensituation bei der Eintracht hat sich unterdessen verschärft: Stefan Kohler fällt aufgrund eines Muskelfaserrisses in den kommenden Wochen aus. Daher wird Seitz sicherlich den ein oder anderen Stammspieler schonen – Andreas Lengsfeld wird im Tor Spielpraxis sammeln können. Aber auch bei Krettnach gibt es Verletzungssorgen. Einige Stammkräfte sind angeschlagen, dennoch wird der Aussenseiter alles geben, um vielleicht doch die Sensation wahr machen zu können. SVK-Trainer Erwin Berg freut sich auf das Duell mit seinem Ex-Verein: er spielte 1979/80 in der damaligen 2. Bundesliga für den SVE und betreute zwischen 2007 und 2009 die zweite Mannschaft des Regionalligisten. Für einen spannenden Fussballabend dürfte also gesorgt sein.

TuS Mosella Schweich – SV Mehring (Dienstag, 19.30 Uhr, Sportplatz am Winzerkeller):

Die Kracherpartie der vierten Rheinlandpokal-Runde steigt in Schweich. Die Mosella empfängt den Erzrivalen Mehring zum Duell auf dem Sportplatz am Winzerkeller. Hier dürfte Stimmung garantiert sein, denn auf der engen Anlage werden über 500 Fans erwartet. Das Zusammentreffen in der Rheinlandliga hatte Mehring im eigenen Stadion mit 2:0 gewinnen können und so sinnt das Team aus Schweich natürlich auf Revanche. Schweichs Trainer Hans Schneider freut sich schon sehr auf die Begegnung gegen den Nachbarn: „Das ist wirklich ein Toplos, Spiele gegen Mehring sind durch die gesunde Rivalität immer etwas Besonderes. Wir erwarten eine volle Hütte, die können sich schon einmal warm anziehen.“ Doch auch sein Gegenüber Wolfgang Hoor gibt eine klare Marschroute vor: „Auch wenn die Meisterschaft für uns Priorität hat, wollen wir auf alle Fälle gewinnen und werden sicher nicht mit der zweiten Elf antreten. Ich werde aber wie abgesprochen einen Wechsel im Tor vornehmen. Mit Konz habe ich schon häufiger in Schweich gewonnen, mit Angst fahren wir da ganz sicher nicht hin.“

SV Morbach – FSV Salmrohr (Mittwoch, 19.30 Uhr, Sportzentrum Morbach):

Gleich zweimal innerhalb von fünf Tagen trifft der SV Morbach im eigenen Stadion auf den Spitzenreiter der Rheinlandliga, den FSV Salmrohr. Beide Mannschaften sind zur Zeit das Feinste, was die Liga zu bieten hat. Salmrohr ist nach fünfzehn Spieltagen noch ungeschlagen und auch die Gastgeber feierten zuletzt sechs Siege in Folge. Die Zuschauer erwartet also ein spannendes und hochklassiges Spiel, wobei sich zeigen wird, ob Salmrohr die Aufgabe im Pokal mit dem notwendigen Ernst angehen wird, immerhin hat der Aufstieg für die Salmtaler allerhöchste Priorität. Morbachs Trainer Thorsten Haubst dagegen sprüht vor Ehrgeiz: „Im Pokal kann sich die Mannschaft echte Highlights erarbeiten und natürlich wollen wir gerne auch noch gegen Koblenz oder Trier antreten. Unser Ziel ist jetzt erst einmal, im Pokal zu überwintern und meine Mannschaft hat sich in den letzten Wochen genügend Selbstbewusstsein erarbeitet, um das auch schaffen zu können.“

Die weiteren Partien mit regionaler Beteiligung:

Dienstag, 20.00 Uhr
SG Osburg – SG Baustert

Mittwoch, 19.30 Uhr
SG Laufeld – SV Dörbach

Mittwoch, 20.00 Uhr
FC Bitburg – FC Karbach

Foto: Archiv, Anna Lena Bauer

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